Buch-Tipp: "Das Register" von Marcel Mellor

Spannender Zeitreise-Thriller aus Düsseldorf

Buch-Tipp: "Das Register" von Marcel Mellor: Spannender Zeitreise-Thriller aus Düsseldorf Buch-Tipp: "Das Register" von Marcel Mellor: Spannender Zeitreise-Thriller aus Düsseldorf Foto: privat

Eine spannende, gut durchdachte Story mit tollen Charakteren! Im Frühjahr hat der Düsseldorfer Autor Marcel Mellor seinen Debüt-Roman "Das Register" als eBook veröffentlich. Nach zahlreichen Bitten ist das Werk vor kurzem auch als gedruckte Version im Handel erschienen. Die erste Auflage war schnell vergriffen. Aber keine Sorge: Fürs Weihnachtsgeschäft ist die zweite Auflage schon in Druck. Wir haben das Buch gelesen und sind so begeistert, dass wir es gerne als Weihnachtsgeschenk für eure Liebsten empfehlen möchten. Hier könnt ihr das Buch in digitaler und gedruckter Version kaufen.

Fans der Serie „24“ oder des Films „Minority Report“ werden „Das Register“ lieben! Unser Autor Vassili war von der ersten Seite an gefesselt, konnte das 640 Seiten lange Werk kaum weglegen, hat während rasanter Verfolgungsjagden selbst einen hohen Puls bekommen und diverse Charaktere liebgewonnen. Daher gab’s bei der Nachricht, dass „Das Register“ eine Fortsetzung finden wird ein kleines Freudentänzchen. Wir haben Marcel Mellor interviewt und ihn gefragt, wie er mit positiver, aber auch negativer Kritik umgeht und wann er neben seinem Hauptberuf und Familienleben es auch noch schafft, so dicke Wälzer zu schreiben.

Zuerst jedoch zum Inhalt des Buchs „Das Register“:

Washington D.C., in einem alternativen Jahr 2003. Ein alter Traum der Menschheit ist wahr geworden: Botschaften in die Vergangenheit sind Alltag. Unfälle und Straftaten werden sofort ungeschehen gemacht, jeder Bürger kann seinem vergangenen Ich Nachrichten schicken. Möglich macht dies eine neue Technologie, das sogenannte Register. Jeder Fehler, ob groß oder klein, kann dank des Registers reversiert werden – das Resultat ist eine fehlerfreie Welt, die von der Register-Behörde NOBA täglich perfektioniert wird. Doch wer die Vergangenheit manipuliert, beeinflusst ungefragt das Leben anderer Menschen. Die Kritiker des Registers befürchten Schmetterlingseffekte, die jeden Tag viele tausend Menschenleben ungeschehen machen. David Manoah, angestellt bei einem Dienstleister der NOBA, gehört hingegen zu den Befürworten des System.

Dann aber wird er Zeuge eines Ereignisses, das eigentlich nicht hätte passieren dürfen – und kurz darauf wird er gejagt. Auf der Flucht vor den Killern landet er im Sog einer politischen Verschwörung, die das Leben von Generationen verändern wird…

Wie viel Feedback bekommst du seit der Veröffentlichung?

Eigentlich vergeht keine Woche ohne irgendeine Rückmeldung. Das ist schon ein tolles Gefühl, weil man als Autor ja sonst wenig davon mitkriegt, wie die vielen tausend fremden Menschen das eigene Buch finden. Eine E-Mail habe ich mir über den Schreibtisch gehangen. Da hat ein Leser geschrieben, das Register sei der erste Roman seit Beginn der Corona-Pandemie, den er nicht abgebrochen, sondern in kurzer Zeit gelesen habe. Das motiviert! Aber natürlich gibt es auch einige, die das Buch furchtbar fanden.

Wie gehst du mit solch negativen Rückmeldungen um?

Ich habe ein paar Stunden schlechte Laune und versuche dann, aus dem Feedback zu lernen. Das nächste Buch soll ja noch besser werden. Oft geht es bei Kritik jedoch um enttäuschte Erwartungen. Dann hat der Klappentext nicht klargemacht, was „Das Register“ für ein Buch ist. Auf Amazon hat jemand einen langen, bösen Verriss geschrieben, zwei von fünf Sterne gegeben, und seinen Kommentar mit den Worten beendet: „Ich würde jederzeit einen weiteren Roman dieses Autors kaufen.“ Für ein Debüt vielleicht kein schlechtes Ergebnis, oder? 

Das Buch ist auch als gedruckte Version erschienen. Wie kam es dazu? Ist das nicht ein zu großes finanzielles Risiko im Vergleich zum eBook? Was war die größte Herausforderung?

Ich habe mich schon im Frühling mit dem Thema beschäftigt, weil die Nachfrage so groß war. Der gängige Weg für Selbstverleger ist es, Bücher einzeln auf Bestellung zu drucken. Da gibt es kein finanzielles Risiko. Aber ich wollte, dass sich das Register im Buchhandel nicht verstecken muss und die üblichen „Extras“ wie Lackeffekte und eine Klappenbroschur hat. Das geht nur mit klassischem Auflagedruck. Und klar. Der kostet nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Ich war zum Beispiel zu vorsichtig bei der Höhe der Auflage und jetzt muss die Druckerei nach einem Monat, mitten im Weihnachtsgeschäft, noch mal nachlegen, weil das Lager leer ist.

Du hast das Buch in Eigenregie rausgebracht. Hat sich eigentlich kein Verlag dafür interessiert?

Ich habe keinen einzigen Verlag gefragt. Das nimmt mir meine Lektorin heute noch übel. Ein Verlag kann aus meiner Sicht heutzutage weniger beitragen als früher, verlangt aber trotzdem viel Mitspracherecht. Vom Titelbild bis hin zum Titel des Buches. Ich habe jetzt mit den gleichen Profis gearbeitet, die auch für große Verlage tätig sind, von Lektorat bis Coverdesign, und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden!

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Wie weit bist du mit der Fortsetzung?

Mit der Planung bin ich fertig und das ist schon mal die halbe Miete. Die Handlung ist wieder ziemlich komplex und diesmal musste ich auch viel recherchieren. Schauplatz des Romans ist unter anderem die DDR - diese existiert in der Alternativwelt des Registers nämlich noch immer. Ich habe mich gefragt, wie die Berliner Mauer heute wohl aussehen würde. Die SED hatte sehr konkrete Ausbaupläne bis zum Jahr 2000. Genaueres steht in unveröffentlichten Akten des Freiburger Militärarchivs. Ein freiberuflicher Historiker ist für mich ins Archiv gefahren und hat hunderte Seiten mit dem Smartphone fotografiert. Das war alles schon etwas aufwändiger als beim ersten Buch. .

Du hast ein normales Berufs- und Familien-Leben. Wann schaffst du es noch so einen dicken Wälzer zu schreiben? Setzt du dich direkt nach Feierabend an den Rechner?

Nicht ganz, nach Feierabend ist die Familie dran. Das Bücherschreiben ersetzt dann eher die Netflix-Serie am Abend oder ein Hobby. Und in der jetzigen Planungsphase sind auch lange Spaziergänge sehr produktiv.

Fällt es dir schwer eine (anfangs genial klingende) Idee oder einen Charakter wieder zu streichen, weil das dann insgesamt doch keinen Sinn ergibt?

Eigentlich nicht. Ich bin froh, wenn ich ein Problem gelöst bekomme. Selbst wenn ich dafür hunderte Seiten noch mal anpacken muss.

Wird dein nächstes Werk gleichzeitig als eBook und in gedruckter Version erscheinen?

Definitiv! Ich wollte über das eBook erst mal herausfinden, ob sich überhaupt jemand für so eine Zeitreisegeschichte interessiert. Die Fortsetzung hingegen wird ja von vielen bereits erwartet.

Fließen irgendwelche aktuellen Erfahrung, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, in dein neues Werk ein?

Das Thema der Register-Bücher ist, ob das Wohl der Gesellschaft schwerer wiegt als das Wohl des Einzelnen. Wie schwierig diese Frage zu beantworten ist und was für radikale Positionen es gibt, sehen wir gerade jeden Tag. Das ist, leider, schon eine Inspiration für das Buch.

Wer also noch Lektüre für die Feiertage sucht oder ein Buch verschenken möchte, kann dieses hier in digitaler und gedruckter Version kaufen.