Nach der Masterarbeit ist vor der sozialen Isolation

#stayathome - Entdeckt euer Zuhause neu!

Nach der Masterarbeit ist vor der sozialen Isolation: #stayathome - Entdeckt euer Zuhause neu! Nach der Masterarbeit ist vor der sozialen Isolation: #stayathome - Entdeckt euer Zuhause neu! Foto: Anne-Cathérine Kausch

Die Coronakrise lässt viele Menschen komplett neue Seiten entdecken - nicht nur an sich selbst, sondern auch in den heimischen vier Wänden. Unsere Autorin Anne-Cathérine Kausch hat bereits mehrere Wochen in Vorbereitung auf ihre Masterarbeit daheim verbracht - und nimmt #stayathome als Herausforderung.

Eigentlich hatte ich mich nach Abgabe meiner Masterarbeit darauf gefreut, endlich wieder so richtig am Leben teilnehmen zu können. Tja, dies wird nun ein wenig aufgeschoben. Aber auch im eigenen Zuhause lassen sich so manch tolle Dinge entdecken.

Drei Monate habe ich mich fast durchgängig zuhause aufgehalten. Der Grund war nicht etwa die Vorbereitung auf die jetzige Situation, sondern (weniger spektakulär) das Verfassen meiner Masterarbeit und die damit einhergehende Beendigung meines Studiums. Da nimmt man selbstverständlich einige Entbehrungen in Kauf - und tröstet sich damit, dass das Leben danach dafür umso schöner sein wird.

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Immerhin kommt man auch seinem Ziel – dem Job, auf den man so lange hin studiert hat – jeden Tag und mit jedem getippten Wort ein Stückchen näher. Gleichzeitig malt man sich außerdem aus, was man – sobald die Seiten geschrieben, gedruckt, gebunden und offiziell abgegeben sind – zukünftig alles erleben möchte. Ich hatte zunächst die Vision mit meinem Mann ausgiebig Urlaub zu machen. In ferne Länder zu reisen, Neues zu entdecken und einfach so richtig auszuspannen.

Tja… und dann kam Corona. Und ich saß wieder Zuhause. Jedoch habe ich – wie bereits angedeutet – bereits allerlei Erfahrung im Zuhausebleiben ansammeln können und bin sozusagen eine #stayathome-Expertin. Daher kann ich euch eins sagen: Auch in den eigenen vier Wänden lässt sich ganz wunderbar Neues entdecken und entfalten.

Es folgen also einige Tipps, wie man auch im eigentlich Gewohnten täglich etwas Neues finden kann.

Sich selbst neu erfinden

Gibt es ein Koch- oder Backrezept, das ihr immer schon einmal austesten wolltet? Vielleicht hattet ihr bisher nie die Zeit dafür – jetzt habt ihr sie! Also, nichts wie ran an den Herd oder den Ofen und tobt euch aus! Gut, vielleicht fehlen euch ein paar Zutaten, das wäre in der jetzigen Zeit nicht auszuschließen. Aber hey, die Stichworte hierbei lauten "Improvisieren" und "Experimentieren"!

Oder aber ihr wolltet immer schon einmal die kleinen aber feinen Haushaltstipps von Oma ausprobieren, denn davon gibt’s ja allerhand! Ich zum Beispiel werde mich demnächst damit beschäftigen, welches Mittel tatsächlich einwandfrei für streifenfreies Fensterputzen hilft. Auf das Ergebnis bin ich schon jetzt tierisch gespannt!

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Die eigene Umgebung neu kennenlernen

Apropos tierisch: Wenn ihr einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon habt, dann verbringt hier doch einmal einige Zeit und beobachtet die Natur. Klingt langweilig? Ist es echt überhaupt nicht!

Ich bin völlig begeistert, welch tierischen Besuch mein Mann und ich hier täglich begrüßen dürfen. So schaut zum Beispiel jeden Tag ein vorwitziges Eichhörnchen zum Fenster hinein, welches ich wiederum voller Eifer fotografiere. Wer weiß, vielleicht wartet ja demnächst eine Karriere als Tierfotografin auf mich. Auf euch vielleicht auch?

Altes wieder neu entdecken

Stichwort "Aufräumen": Irgendwann ist wohl die Zeit gekommen, in der jedem von uns echt so gar nix mehr einfällt. Was liegt da näher, als endlich mal so richtig kräftig auszumisten und Ordnung zu schaffen?

Und auch hier lässt sich so einiges entdecken! Unglaublich, was einem hierbei nämlich so in die Hände fällt – von einigen Dingen wusste man gar nicht mehr, dass man diese überhaupt besitzt! Vielleicht findet ihr ja auch das ein oder andere alte Brettspiel, das ihr als Kind unglaublich gerne gespielt habt und das nun ein Revival erleben darf! Alte Schätze erhalten somit wieder einen ganz neuen Wert.

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Neue Routinen finden

Aufstehen, Waschen, Anziehen, Essen, zur Arbeit fahren, Einkaufen, Kochen, Fernsehen, Zähneputzen, ab ins Bett! So oder so ähnlich sieht unter der Woche höchstwahrscheinlich bei jedem von uns ein normaler Tag aus.

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ihr euren Tagesablauf noch einmal völlig neu erfinden könnt: Ihr wolltet nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen eigentlich immer gerne mal Yoga machen oder meditieren? Macht es! Eigentlich wolltet ihr schon längst eure Ernährung umstellen? Na, dann nix wie los! Ihr habt so richtig Lust, euch künstlerisch zu betätigen – etwas zu basteln oder zu malen? Dann ist jetzt die Zeit, eurer Kreativität freien Lauf zu lassen!

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Neu gestalten

Diese könnt ihr übrigens auch dazu nutzen, euer Domizil ein wenig zu verändern. Ihr habt noch einen Eimer Farbe im Keller? Dann sucht euch einen Raum aus und streicht ihn! Oder stellt beispielsweise die Möbel in eurem Wohnzimmer um. Vielleicht habt ihr beim Aufräumen ja auch kleinere Utensilien zur Dekoration gefunden, die sich hier nun prima eignen würden, um ein wenig frischen Wind in die Bude zu bringen.

Die Möglichkeiten seinen Alltag neu zu erfinden, wenn man nahezu den ganzen Tag Zuhause sitzt, sind wirklich vielfältig. Wir alle freuen uns natürlich darauf, bald wieder unsere Liebsten, die wir gerade nicht sehen können, unbeschwert in die Arme schließen zu dürfen. Und – egal, wie sehr wir sonst auch drüber schimpfen – auch auf eine richtige #everydaythesameprocedure-Zeit freuen wir uns wohl ebenfalls.

Aber bis es soweit ist, kann man auch versuchen, aus dieser ungewöhnlichen Zeit Positives zu ziehen und das Hier und Jetzt als eine Art der Entschleunigung aufzufassen.

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