Das Taschenmesser

Die Schweizer habens erfunden

Das Taschenmesser: Die Schweizer habens erfunden Das Taschenmesser: Die Schweizer habens erfunden Foto: Wenger

Die Schweiz ist nicht unbedingt für viele Produkte bekannt. Schoki natürlich, typischerweise die Sorte mit drei Ecken, komisch schmeckende Halsbonbons und Steuer-CDs. Und natürlich Käse in vielen Variationen, schließlich besteht die Schweiz aus vielen Bergalmen. Doch damit ist die Liste der Schweizer Errungenschaften unvollständig, denn einen Exportschlager hat unser Alpennachbar noch zu bieten, und das seit mehr als 110 Jahren. Kleiner Tipp gefällig? Pfadfinder haben es immer dabei, weil es im Wald so richtig nützlich wird. Und auch viele andere haben mindestens eines, weil es auch ohne eine gute Tat jeden Tag viel Leistung auf kleinstem Raum bietet, ähnlich wie die Düsseldorfer Innenstadt.

Die Rede ist natürlich vom Schweizer Offiziersmesser, typisch mit den roten Griffschalen und dem Schweizer Wappen drauf. Ob in der kleinen Variante mit nur einem halben Dutzend Funktionen bis zur Version für Fortgeschrittene, mit der auch ein Autoreifen gewechselt werden kann, immerhin lässt sich das gesamte Teil zu einem kleinen, handlichen Objekt zusammenklappen und am Schlüsselbund oder lose in der Tasche transportieren. Ursprünglich war es tatsächlich nur für die Schweizer Armee vorgesehen, doch heute und schon seit langem ist es einer der größten Exportschlager der Eidgenossen.

Die meisten Schweizer Taschenmesser werden verschenkt, nicht selten schon in der zweiten oder gar dritten Generation, das spricht für ihre Haltbarkeit, ebenso wie für die Fähigkeit des Schenkenden, auf das Messer jahrelang aufzupassen. Doch die Schweizer entwickeln das Messer immer weiter und bringen immer mehr an faltbaren Werkzeugen unter, bis hin zum USB-Stick. Alles im faltbaren Format und mit dem berüchtigten Fingernagelkiller auszuklappen. Schere, Säge, Korkenzieher, Lupe, Zahnstocher, in den größten Varianten sind mehrere Dutzend Funktionen und Werkzeuge eingebaut. Die Messer halten eine Menge aus und können nachgeschliffen werden, dank rostfreiem Stahl kann Regen der Klinge und den anderen Werkzeugen nichts oder nur wenig anhaben.