"Hallo Baby, tschüssi Social-Life!"

Diese 10 Dinge solltet ihr vor der Geburt eures Kindes erledigen!

"Hallo Baby, tschüssi Social-Life!": Diese 10 Dinge solltet ihr vor der Geburt eures Kindes erledigen! "Hallo Baby, tschüssi Social-Life!": Diese 10 Dinge solltet ihr vor der Geburt eures Kindes erledigen! Foto: Shutterstock.com

Schwanger? Schöne Scheiße! Also bitte wortwörtlich nehmen, denn "schön" ist es schon. Und irgendwie auch... Scheiße. Von letzterer werdet ihr in Zukunft wirklich viel zu sehen und zu riechen bekommen. Doch anstelle euch etwas von "der schönsten Zeit eures Lebens" auf die Nase zu binden, richtet unser Autor Daniel Hecht (selbst Vater zweier Kinder) seinen Blick nochmal zurück: Was sind eigentlich die Dinge, die man dringend VOR der Geburt seines Kindes erledigen sollte?

"Hach, wat herrlich!": Eine werte Dame rollt mit ihrem kolossalen Babybauch die Rolltreppe an mir vorbei herunter, bewaffnet mit mehreren Tüten Babybodys, und wahrscheinlich bereits einer ganzen Apotheke voller Salben, Cremes, Puder und Babyschminke aus dem Drogeriemarkt um die Ecke. Alles vegan, ohne Alkohol und wahrscheinlich komplett ohne irgendwelche Inhaltsstoffe.

Meine Gedanken driften ab in Richtung eigenem Nachwuchs. Sie 28, er 5. Als Papa lernt man schnell nur noch in Monaten zu zählen. "Sie weiß nicht, was sie erwartet!" denke ich mir still und heimlich - und kann mir das dreckige Grinsen nicht verkneifen. Dennoch hätte ich es gut gefunden, wenn mir jemand VOR dem ganzen Chaos mit den Kindern verraten hätte, was definitiv auf den "To Do"-Zettel gehört. 

Nicht dass meiner einer der Übervater wäre - ganz im Gegenteil, ich bin 'ne ziemlich verpeilte Nulpe - aber einige Tipps hätte ich dennoch. Folgt mir. Unauffällig. Sonst werden die Kinder wach. Und wir wollen sie nicht wach machen. NIE wollen wir sie wach machen! Also: "Psssst!

Tipp 1: Feiert hart, feiert viel, feiert lang und feiert mit Freunden!

Nein, es ist definitiv kein Gerücht, dass ihr nach der Geburt keine Zeit mehr für Partys haben werdet. Das liegt nicht unbedingt nur am Kind, denn das pennt meist glückselig vor sich her, als vielmehr an der eigenen Unfähigkeit länger als bis 23 Uhr wach zu bleiben und dann noch aktiv über die Tanzfläche zu bouncen.

Deswegen: Nutzt die Zeit vor der Geburt um nochmal einen ordentlichen Abriss zu zelebrieren! Und packt unbedingt einige gute Freunde ein, denn die werdet ihr in Zukunft auch seltener sehen!

Tipp 2: Bleibt mal für einen ganzen Tag im Bett liegen

Ausschlafen? Könnt ihr euch abschreiben! Deswegen genießt es, solange es noch geht! Zelebriert die baldige Geburt am besten mit einem ganzen Tag im Bett, mehreren guten TV-Serien, oder unserem, weiter unten folgenden Tipp 8. Noch gehört das Bett euch!

Tipp 3: Rockt euch durch ein Festival-Wochenende!

Schwangere Frauen leiden meist unter regelrechter Paranoia um ihr eigenes Wohlbefinden, wenn der Braten einmal in der Röhre steckt. Bloß nicht mehr als 10 Kilo heben (übersetzt: Alles den Mann tragen lassen!), bloß nicht zu viel bewegen, bloß nicht aufregen lassen!

Wie einst der weise Ann Al Fekal sagte: "Druff geschissen!" Solltet ihr noch nicht hochschwanger durch die Gegend kugeln, solltet ihr euch nochmal ein letztes, großes Festival gönnen und ordentlich abrocken! Fahrt zum Wacken, oder zum Parookaville, zum Rock am Ring... irgendwo, wo es laut ist, wo viele Leute sind, wo ihr Spaß haben könnt ohne euch um Windel-Größen, Spucktücher und die chemische Beschaffenheit von Schnullern zu sorgen.

Das stärkt nicht nur die Bindung untereinander, sondern lenkt auch ganz hervorragend von den vielen drängenden Fragen ab ("Sagt es zuerst 'Mama' oder 'Papa'?"). Netter Nebeneffekt: Der Nachwuchs kann im Mutterleib gleich mit abgehen! Wie unlängst bewiesen wurde, reagieren die kleinen Teufel bereits als Kaulquappe auf musikalische Beschallung.

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Tipp 4: Reist zu eurem Lieblingsort

Nur einen einzigen Koffer packen, keinen 100-Kilo-schweren Kinderwagen durch die Weltgeschichte kutschieren, kein nerviges Geschrei, während man am Strand im Sand liegt. Richtet eure Augen gen Himmel und lasst im sanften Wechsel zwischen Azurblau und Schäfchenwolken ein glückseliges Lächeln über euer Gesicht streichen. Das ist Urlaub!

Ganz egal ob um die Ecke in Holland, weit entfernter Trip nach Asien oder Amerika, oder komplette Weltreise: Nutzt eure Zeit während der ersten Wochen der Schwangerschaft, um nochmal die Welt zu sehen. Das nächste Mal, wo ihr wieder frische Luft schnappen könnt, dauert mindestens ein Jahr - bei vielen Pärchen gerne auch zwei oder drei Jahre.

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Tipp 5: Trefft euch mit guten (und kinderlosen!) Freuden

Goodbye Social-Life: Nach der Geburt ist erstmal Familienleben angesagt - und ihr seid zwangsläufig mit dabei ;-)

Deswegen: Trefft euch nochmal mit guten Freunden, oder Leuten, die ihr bereits längere Zeit nicht gesehen habt - denn danach rücken besonders Letztere erstmal komplett in den Hintergrund und auf den "Ja, klar, lasst mal IRGENDWANN wieder treffen"-Terminkalender der Schande.

Dabei dürft ihr Freunde, die bereits Kinder haben, übrigens gerne komplett ignorieren und auf der "Muss ich nochmal sehen"-Rangliste nach ganz unten packen. Denn mit dem Pack werdet ihr in Zukunft ungleich öfter unterwegs sein, euer Leid zusammen teilen und über die ganzen "Freuden" des Elterndaseins philosophieren. Spart euch diese Gespräche, solange es noch geht!

Tipp 6: Baut euch eine Festung

Wenn es soweit ist, tut jedes Elternteil gut daran, sich einen Rückzugsort zu wählen, an dem man bequem durchatmen und mal alle Glieder von sich strecken kann. Umso besser, wenn diese "Festung" bereits existiert - alternativ müsst ihr kreativ werden, und euch noch schnell einen Tempel der persönlichen Entfaltung zusammen zimmern.

Für Männer ganz weit vorne mit dabei: Das persönliche Baumhaus, der "Ich bin mal kurz unten!"-Hobbykeller, der düstere Verschlag im Garten, der dezent an "Kettensägenmassaker" erinnert, die Dorfkneipe (Oldschool!), der "Balkon is my Castle", oder das selbst gebaute Hochhaus in Minecraft, am besten stilecht mit VR-Brille und Kopfhörern abgeschirmt vor jeglicher Begegnung mit der Realität.

Frauen hingegen haben noch ein ganz anderes Problem, denn wie schon Demi Moore sagte: "Das Einzige deiner Kinder, das nie erwachsen wird, ist dein Ehemann." Aber vielleicht ist das auch gar nicht mal schlecht - so könnt ihr zusammen ins Baumhaus flüchten, wenn die Kinder mal wieder nerven. Hatte ich erwähnt, dass Baumhäuser super sind? ;-)

Tipp 7: Versucht die Welt bereits jetzt aus Kinderaugen zu sehen

Die beste Alternative um sich vor dem Terror der ersten Jahre zu schützen, ist es selbst zu einem Kind zu werden. Krabbelt bereits vor der Geburt durch die Wohnung - so bekommt ihr einen besseren Blick dafür, was noch gefährlich ist und was weggestellt gehört. Zum Beispiel der Flammenwerfer auf dem Balkon, die Sammlung cooler Jagdmesser, die ätzende Säure im Bad und die Dose mit Kleinscheiß, der sich sicher ganz prächtig auf dem nächsten Ultraschall-Bild eures Kindes machen wird.

Noch besser: Endlich dürft ihr mal wieder Kinderspielzeug-Broschüren wältzen, ohne euch dabei dämlich vorzukommen! "He cool, es gibt neue Star Wars Figuren!"

Tipp 8: Habt Sex ohne Ende! Kentucky schreit Ficken!

"Die Liebe ist ein Zeitvertreib, man nimmt dazu den Unterleib." Hört auf Erich Kästner! Tatsächlich ist Sex nach der Geburt erstmal ein Ding der Unmöglichkeit. Als Mann findet man die Vorstellung befremdlich, als Frau regelrecht widerwärtig.

Deswegen: Lasst es nochmal ordentlich im Bett krachen! Und nein, keine Angst, denn ganz egal wie lang euer Schlong ist, er wird das Baby nicht unter der Achsel kitzeln. Diesbezüglich überschätzen einige Männer die Länge ihrer einäugigen Speikobra gerne immer wieder.

Tipp 9: Hakt den ganzen Akten-Tinnef ab

"Storchenservice am Apparat, wie können wir ihnen weiterhelfen?" Nein, leider gibt es keine Notrufnummer, wenn nach der Geburt plötzlich fest steht: "Das Baby darf mit Vornamen nicht "Satan", "McDonald" oder "Puhbert" heißen." Oder wenn euch auf dem spontanen Holland-Trip einfällt, dass auch ein noch so kleines Kind einen Reisepass benötigt. Kindergarten Schmindergarten. Braucht niemand!

Deswegen: Gönnt euch ein oder zwei Wochen, in denen ihr den ganzen Akten-Tinnef abarbeitet. Check-Listen dafür gibt es im Internet wie Sand am Meer. Krankenkasse, Elterngeld, Elternzeit, Kita-Platz - da kommt einiges an Papieren und langen "Ich les mal kurz drüber"-Formularen auf euch zu. Nach der Geburt habt ihr sicher keinen Bock mehr darauf, euch durch etliche Formulare zu lesen!

Tipp 10: Genießt ein letztes Mal den "Sound of Silence"

Über Jahre hatten meine Frau und meiner einer Haustiere wie Hamster und Ratten in der Wohnung - wohlweißlich äußerst kurzlebige Viecher, nach deren Ableben mir immer für mehrere Wochen etwas "gefehlt" hat. Das quietschende Hamsterrad, das knuffige Kaugeräusch von Salat, das Scheppern der Kugel an der Trinkflasche.

Wenn ihr diese Soundkulisse mal tausend multipliziert, kommt ihr ungefähr auf den Pegel, den ein Kind in euer Leben bringen wird. Und auch hier ist es dann nach drei bis vier Monaten sehr seltsam, wenn Mama, Tochter und Sohnemann plötzlich mal nicht da sind - und ich mich vollkommen alleine daheim wiederfinde. Es fühlt sich an wie schwereloser Raum, als würde ich als einsamster Astronaut der Welt durch Watte fliegen. Es fühlt sich herrlich an.

Deswegen mein zehnter Tipp für euch: Genießt die Stille. Schätzt sie, huldigt ihr, ehrt sie im größtmöglichen Maße. Es mag sich arrogant und fies anhören (und ist sicher nicht so gemeint) - aber diese Augenblicke des Alleinseins, diese Abgrenzung und Entrückung vom Leben - dies werdet ihr in Zukunft schlicht nicht mehr haben. Nicht, dass dies etwas schlechtes wäre - aber bewundert es, solange es noch da ist! 

Apropos: Der gleichnamige Song von Simon & Garfunkel bietet einige Lyrics, die jedes Elternpaar sicher über die ersten Jahre begleiten werden: "Hello darkness, my old friend" zum Beispiel, oder "In restless dreams I walked alone".

Das wichtigste - bei allen Tipps und guten Ratschlägen - bleibt aber wohl:

"Bleibt euch selbst treu!"

Lasst euch nicht von irgendwelchen Klugscheißern - wie meiner einer - reinreden. Steht zu euch selbst. Und genießt es, wenn es denn soweit ist. Genießt es in vollen Zügen!

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