Einkaufsmeilen-Ranking in Düsseldorf

Der Aufstieg der Flinger Straße

Einkaufsmeilen-Ranking in Düsseldorf: Der Aufstieg der Flinger Straße Einkaufsmeilen-Ranking in Düsseldorf: Der Aufstieg der Flinger Straße Foto: RP/Werner Gabriel
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Die Einkaufsmeile in der Altstadt hat es in einer Auswertung der Passantenfrequenz erstmals in die bundesweiten Top 10 geschafft. Die Experten von Jones Lang Lasalle bezeichnen die Straße als jung, trendig und szenig. Sie profitiert aber auch von ihrem Umfeld.

Studie der IHK: Die beliebtesten Einkaufsstraßen in Düsseldorf Studie der IHK: Die beliebtesten Einkaufsstraßen in Düsseldorf Studie der IHK: Die beliebtesten Einkaufsstraßen in Düsseldorf Studie der IHK Die beliebtesten Einkaufsstraßen in Düsseldorf 10 Fotos Wer an einem Samstag zum Einkaufen die Flinger Straße in Düsseldorf besucht, ist einer von vielen. Bei einer aktuellen Passantenfrequenzzählung des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle wurden an einem Samstagmittag 10.150 Passanten je Stunde verzeichnet.

Damit verbesserte sich die Einkaufsstraße in der Altstadt in der bundesweiten Auswertung von Rang 29 auf Rang 6 und ist zudem auch die am besten besuchte Einkaufsstraße der Landeshauptstadt. Sieger des Rankings wurde die Frankfurter Zeil, die in Spitzenzeiten mehr als 13.000 Besucher anzieht und damit den bisherigen Spitzenreiter, die Kölner Schildergasse, überholte.

„Die Flinger Straße ist jung, trendig und szenig“, sagt Immobilienökonom Andreas Siebert über die Einkaufsmeile. Der Experte von Jones Lang LaSalle sieht dies auch durch die neuen Geschäfte bestätigt, die sich in der jüngeren Vergangenheit dort angesiedelt haben. Darunter sind etwa der Adidas-Ableger Neo, das Wäsche-Geschäft Calzedonia oder das Schuhgeschäft Clarks. „Es gibt ein sehr breites Angebot, darunter auch vieles, was man nicht in jeder Stadt findet“, sagt Siebert. Viele jüngere Menschen kauften hier ein.

 Einkaufen in der Landeshauptstadt: Düsseldorf wird noch weiter zulegen Einkaufen in der Landeshauptstadt Düsseldorf wird noch weiter zulegen Zum Artikel » Eine Nebenrolle für den Erfolg der Straße spiele das Erscheinungsbild, etwa durch das neu gestaltete Altstadtpflaster. Nur wegen solcher Faktoren fahre zwar niemand extra nach Düsseldorf - doch neben der bewussten Entscheidung für einen Einkauf bei bestimmten Läden gebe es auch andere Dinge, die eine Rolle spielten. „Vieles geschieht eben auch unbewusst.“ Und dann kämen beispielsweise auch die Pflastergestaltung, die Beleuchtung, die Häuserfassaden, das gastronomische Angebot in der Umgebung und die Sauberkeit der Straße ins Spiel. „Düsseldorf macht hier vieles richtiger als andere Städte“, sagt Siebert.

Allerdings dürfe man auch nicht unterschätzen, wie wesentlich für den Erfolg der Flinger Straße auch deren gesamtes Umfeld sei. Eine bedeutende Rolle spielten dabei die benachbarten Bereiche wie die Mittelstraße, Grabenstraße, Breite Straße oder auch der Carlsplatz, erläutert der Immobilienexperte. Hier seien teils hochwertigere Angebote zu finden, die für die spezielle Mischung sorgten und von der Flinger Straße aus innerhalb von Minuten erreichbar seien. Auf diese Weise entstehe auch die deutlich höhere Passantenfrequenz, die eine eher kurze Straße wie die Flinger Straße alleine gar nicht generieren könne.

Früher waren die Passantenfrequenzen auf der Schadowstraße dem Unternehmen zufolge deutlich höher als die auf der Flinger Straße. Siebert rechnet damit, dass dies nach dem Ende der Großbaustellen auch wieder so sein wird. Allerdings müsse dies auch für die Flinger Straße keineswegs ein Nachteil sein. „Auch hier spielen wieder die kurzen Wege in Düsseldorf eine entscheidende Rolle“, sagt der Experte. Wer zum Shoppen aus einer anderen Stadt anreise, müsse sich in anderen Großstädten meist für einen Anziehungspunkt entscheiden. In der Landeshauptstadt dagegen kann der Einkaufende die Wege von der Schadowstraße über die Königsallee bis zur Flinger Straße zu Fuß bewältigen. „Deshalb profitiert die Flinger Straße auch dann, wenn andere Bereiche wieder zulegen.“

Die Passantenzählung

Gezählt wurde in den 25 mietstärksten Städten bundesweit am Samstag, 21. April von 13 bis 14 Uhr sowie am Donnerstag, 26. April, von 17 bis Uhr.

Insgesamt liegt die Zahl der gezählten Passanten bei knapp 700.000 und damit um 40.000 unter dem Vorjahreswert. Die Experten vermuten als Ursache eine trotz anhaltend guter Konsumnachfrage leicht rückläufige Frequenz in den Geschäften.

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Quelle: RP