„Singlebörse“ Nachtleben

Flirten in Clubs und Kneipen – was geht ab?

„Singlebörse“ Nachtleben: Flirten in Clubs und Kneipen – was geht ab? „Singlebörse“ Nachtleben: Flirten in Clubs und Kneipen – was geht ab? Foto: Tonight.de/Shutterstock

Im Fernsehen werden wir bombardiert mit Anzeigen für Dating-Portale, Facebook schlägt uns automatisch Leute vor, die wir eventuell interessant finden können und bei Tinder reicht ein kurzer Wisch nach rechts und der Flirtspaß kann beginnen. Kurzum: Kontakte knüpfen ist so einfach wie nie. Allerdings ist die Facebook „Sonstiges-Inbox“ meistens eher ein Komposthaufen für verzweifelte „Hey, na?“s und die 200 Tindermatches am Tag müssen auch erst mal abgeflirtet werden. Da bleibt nur eins: Altmodisch sein und ab in den Club oder die Kneipe :-). Denn mit echten Menschen flirtet es sich doch gleich viel besser!

Gerade im Nachtleben ist die Quote an Flirtwilligen so hoch wie sonst nirgends. Aber wie läuft die Balz in Kneipen, Bars und Clubs so ab? Kann man hier wirklich die große Liebe finden oder läuft das alles eher auf eine schnelle Begattung hinaus? Und wie stellt man das alles überhaupt an?

Heiß, heißer, Barkeeper

Ein klassisches Objekt der Begierde in der nächtlichen Vergnügungsszene ist seit jeher das Theken-Personal. Wer uns Alkohol zur Verfügung stellt, übernimmt in dieser Situation eine Art Ernährer-Funktion, die uns schon rein evolutionär bedingt dahinschmelzen lässt. Dass der heiße Barkeeper und die süße Kellnerin dabei natürlich auch freundlich zu den Gästen sind und je nachdem mit ihnen mal mehr oder weniger flirten, gehört einfach zu ihrem Job – hat aber in der Regel nichts zu bedeuten. Wirklich. Nicht.

Fotografen als Liebesboten

Unsere TONIGHT-Fotografin Jessy wird bei diesen Annäherungsversuchen übrigens auch gerne mal als Kneipen-Amor zweckentfremdet. Denn wer im Club Fotos macht, der kennt ja bestimmt auch sonst jeden, der da so rumläuft und kann bei den fleischgewordenen Schnapsspendern mal ein gutes Wort einlegen. Kann sie. Bringt aber meistens nichts. Erstens, weil das wahrscheinlich 20 Mal am Abend passiert und zweitens, weil die lieben Menschen an der Bar nun mal „leider“ zum Arbeiten da sind.

Wer sich also Enttäuschungen ersparen will, lässt entweder die Finger weg vom Personal oder versucht es auf die ganz normale Tour: Einfach mit einem netten Lächeln ansprechen! Und bitte nicht die Freundin oder den Kumpel vorschicken (kommt laut mehreren Düsseldorfer Barkeeper öfter vor): Auf der Klassenfahrt in der 6. Klasse war es noch eine legitime Maßnahme, um sich den ersten Wangenkuss des Lebens zu ergattern. Jenseits des Teenageralters ist nun aber doch eher Eigeninitiative gefragt.

Der DJ

Der Mann an den Turntables ist ein weiteres Objekt der Begierde – mit zunehmenden Bekanntheitsgrad steigt hier die Anzahl der Groupies. Doch so leicht kommt Frau gar nicht an ihn ran. Größter Nerv-Faktor: Das räumliche Hindernis! Denn der DJ steht hinter dem Pult. Oft in einem abgegrenzten Bereich und dazu gerne zusätzlich abgeschirmt von der Security. Da reicht es nicht aus, auf der Tanzfläche eine gute Figur zu machen. Und von Schildern mit „Ich will ein Kind von dir“ oder BHs werfen raten wir dringend ab.
Einzige Chance: Der Gott an den Turntables muss auf Toilette oder man wartet das Ende seines Sets (kann schon mal morgens um 5 oder 6 Uhr der Fall sein) ab – und dann ran an den Mann. Auch hier gilt: Einfach mit einem netten Lächeln ansprechen. Alles weitere wird sich zeigen :-).

Tonight_nachtresidenz-duesseldorf-dj-antoine-welcome-to-st-tropez-412115 (image/jpeg) DJ Antoine kann sich bei seinen Gigs vor weiblichen Fans kaum retten. Doch auch wenn der sympathische Schweizer aktuell Single ist, dürfte es nicht so leicht sein, bei ihm zu landen ;-).

Ein freundliches „Hallo“ ist die Geheimwaffe

Doch natürlich gibt es außer dem Personal und den DJs auch noch Leute, die genau wie wir zum Feiern und Flirten durch die Nacht streunen. Und um bei denen zu landen bedarf es (entgegen der weit verbreiteten Meinung) meistens nicht mal einer sonderlich ausgetüftelten Strategie, wie oben schon erwähnt: Eigeninitiative ist gefragt.

Und dabei geht es nicht darum, wer am fleißigsten Anmachsprüche aus dem Pick-up-Artist Forum auswendig gelernt hat, wer am unauffälligsten „versehentlich“ anrempeln kann und wer seine Twerking-Skills am besten ausgereift hat. Einfach mal „Hallo“ sagen! Irgendwie kommt man immer ins Gespräch. Und wenn nicht, dann hat man sich eben einfach nichts zu sagen und kann die Begegnung abhaken ohne Zeit zu verschwenden. Und wenn doch, springt am Ende vielleicht sogar eine Handynummer dabei raus (und bitte die richtige Nummer! Falsche Nummer rausgeben ist das Club-Äquivalent zu veganer Bratwurst: unfair und enttäuschend).

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Man hat die Handynummer – und jetzt?

Und wenn man die Handynummer hat? Mal angenommen, man hat den Bar-Flirt entgegen des gängigen Klischees nicht nur für die schnelle Nummer am Abend genutzt. Was passiert in den nächsten Tagen, wenn der Rausch ausgeschlafen, das Katerfrühstück verputzt und die Eroberung der Nacht langsam zu einer schemenhaften Erinnerung verblasst? Kann aus einem nächtlichen Aufriss tatsächlich eine ernsthafte Beziehung werden?

Eine fast-repräsentative Umfrage in der TONIGHT-Redaktion hat ergeben: Na klar! Gleich zwei Kollegen haben sich geoutet und zugegeben, ihre aktuellen besseren Hälften an einem feucht-fröhlichen Club-Abend kennen gelernt zu haben. Und das ganz ohne Twerken und Tinder. So ganz in echt. Also: Ab ins Nachtleben! Ob Spaß, Abenteuer oder sogar die große Liebe – Flirten lohnt sich! Die geeignete Party dafür findet ihr bestimmt in unserem Eventkalender ;-).