Jobsuche

Nichts Neues aus der Personalabteilung

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Was ist eigentlich zeitgemäß bei der Jobsuche? Neuartige Methoden der Eigenwerbung, Individualisierung nach den Regeln der alten Schule oder pflegeleichte Strategien von der Stange? Statistiken und Erfahrungsberichte zeigen, dass in fast allen Fällen die Klassiker immer noch am besten funktionieren. Aber gerade bei denen zeigen viele Jobsuchende Unsicherheiten – und verschenken einmalige Chancen durch vermeidbare Fehler.

Es gibt seit Jahren Gerüchte und Erzählungen über Personalchefs, die auf besonders skurrile Art und Weise im virtuellen Zeitalter angekommen sein sollen: bekommen sie eine Bewerbungsmappe auf den Schreibtisch, suchen sie zuerst einmal nach Hinweisen auf die Internetpräsenz des Bewerbers und orientieren sich dann an dessen Erscheinungsbild und Freundeskreis bei Facebook. Oder – noch bizarrer, jedoch in etlichen Fällen tatsächlich belegt und zugegeben – sehen sich seine virtuelle Farm oder sein Aquarium im Netz an und ziehen daraus Rückschlüsse auf seine Eignung für die ausgeschriebene Stelle.

Wer jetzt losklicken will, um sich um das Melken vernachlässigter Cyberkühe zu kümmern oder ein vor sich hingammelndes Fishville durch den Zukauf prächtiger Zierfische aufzumotzen, kann das getrost bleibenlassen. Denn ganz ehrlich: Kein kluger Chef, überhaupt kein vernünftig denkender Mensch kann ernsthaft glauben, ein Bewerber sei besonders qualifiziert durch seine Bereitschaft, sich täglich stundenlang mit irgendeinem Unsinn fernab beruflicher Aufgaben abzugeben. Zu sehr auf die modernen Zeiten setzen auch Bewerber, die sich fürs Bewerbungsfoto mit Zigarette, offener Hemdbrust oder Familienpudel ablichten lassen.

Selbst in den kreativsten und wildesten Berufsnischen macht übertriebene Lässigkeit keinen guten Eindruck und verrät eher schlechte Manieren und stilistische Unbeholfenheit als Freidenkertum oder Schaffensfreude. Der handgeschriebene Lebenslauf geht jedoch, wie ihr in diesem Ratgeber von jobware.de nachlesen könnt, heutzutage auch nicht mehr: Nur noch sehr wenige Unternehmen bitten noch explizit darum. Diese beschäftigen dann oft auch einen Spezialisten für Handschriften, der das Schreiben hinsichtlich der Zwischenzeilen durchforstet; unaufgeforderte Handschrift verringert die Chance auf eine persönliche Einladung.