Kleiderbörse der Bürgerstiftung

Designer-Mode für kleines Geld

Kleiderbörse der Bürgerstiftung : Designer-Mode für kleines Geld Kleiderbörse der Bürgerstiftung : Designer-Mode für kleines Geld Foto: Hans-Juergen Bauer

Ein Gucci-Kleid für 80 Euro oder nagelneue Louboutin-Pumps zum halben Preis: Bei der vierten Kleiderbörse der Bürgerstiftung Düsseldorf am Samstag gab es wieder jede Menge Schnäppchen zu ergattern. 45 000 Euro kamen so für die Projekte der Stiftung zusammen.

Fashion in Düsseldorf: Veranstalter zufrieden mit Mode-Wochenende Fashion in Düsseldorf Veranstalter zufrieden mit Mode-Wochenende Zum Artikel » Wuselig ist es am Samstagmorgen im Untergeschoss des Stilwerks unweit der Kö. Dutzende Frauen tummeln sich zwischen den vielen Kleiderständern und Wühltischen, und alle sind sie nur auf der Suche nach einem: dem perfekten Schnäppchen. Denn zum vierten Mal veranstaltete die Bürgerstiftung Düsseldorf dort ihre Kleiderbörse mit Designer-Mode zu Kaufhauspreisen.

„Wir waren schon um zehn Uhr hier, und es war richtig voll. Man muss schnell sein, denn die guten Sachen sind immer als Erstes weg“, sagt Katrin Wortelkamp. Zum zweiten Mal besucht die 31-Jährige gemeinsam mit ihrer Mutter die Börse, beide kennen die wichtigste Regel für die Schnäppchenjagd: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dass weiß auch Yvonne Dahl, Organisatorin der Kleiderbörse, genau: „Die Ersten standen heute schon um halb zehn, eine halbe Stunde vor dem Start, vor der Tür. Als wir dann geöffnet haben, sind die Damen direkt sehr bestimmt auf ihre Lieblingsstücke zugelaufen“, sagt sie. Insgesamt 3000 Designer-Stücke haben Dahl und ihre Kolleginnen in den vergangenen Monaten für die Kleiderbörse gesammelt, die unter dem Motto „Second Hand mit Stil“ steht.

Außer hochwertiger getragener Mode gibt es dort jedoch auch nagelneue Designer-Stücke: „Bei Barbara Schwarzer durften wir uns etwas aus der aktuellen Kollektion aussuchen, und unter den gespendeten Sachen sind zum Beispiel ungetragene Louboutin-Pumps“, sagt Dahl. Genau die sind gerade Ada Hartmann und ihrer Freundin Karin Trepke ins Auge gefallen. „Die sind aber zu klein für mich“, sagt Hartmann. Aus der Zeitung hatten sie und ihre Freundin von der Kleiderbörse erfahren. „Wir wollten einfach mal schauen, was es hier so gibt“, sagt sie. Gefunden haben sie auch etwas: Ein Gehrock von Basler für 35 Euro wandert in die Einkaufstüte, und für Karin Trepke gibt’s einen neuen roten Schal. Bereits Erfahrung als Kleiderbörsen-Kunde hat Wolfgang Schmidt. Zum dritten Mal kam er am Samstag ins Stilwerk. „Ich habe heute schon einige Blazer, Kostüme und Kleider für meine Frau gefunden. Ich finde gut, dass das Geld danach gespendet wird“, sagt er. Nur eines fehle ihm noch im Sortiment: Krawatten. Vielleicht nimmt die Bürgerstiftung die ja im kommenden Jahr mit in ihr Sortiment auf. Verkauft würden sie sicherlich, denn bereits gegen halb eins hatte sich die Auslage sichtlich geleert.

Schnäppchenjägerin Katrin Wortelkamp steht derweil noch vor dem Spiegel und überlegt, ob sie das Top von Chloé noch mit in ihre Einkaufstasche packen soll. „Aber das ist mir dann doch zu viel“, sagt sie. Einen der wohl größten Treffer der diesjährigen Börse hat sie schließlich schon vor Stunden gelandet: Eine Louis-Vuitton-Tasche, die im Laden rund 800 Euro kosten würde, hängt sicher am Arm ihrer Mutter. „Jetzt muss ich nur noch 250 Euro dafür zahlen“, erzählt sie stolz. Und auch für die Bürgerstiftung hat sich die vierte Auflage der Edel-Börse gelohnt: 45 000 Euro kamen bei der Aktion für die Projekte der Stiftung zusammen.

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