Literatur für den Koffer

Lesetipps für den Sommerurlaub

Literatur für den Koffer: Lesetipps für den Sommerurlaub Literatur für den Koffer: Lesetipps für den Sommerurlaub Foto: iStock
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Der Flug ist gebucht, der Koffer gepackt und die Vorfreude auf den Urlaub steigt von Tag zu Tag. Was dabei in eurerm Gepäck nicht fehlen darf, ist gute Lektüre. Ob mittags am Strand oder abends auf dem Balkon – was gibt es Schöneres, als bei einem guten Buch zu entspannen? Wir haben für euch ein paar Bücher zusammengestellt, die es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Leichte Liebes-Lektüre, berührendes Drama, mythischer Horror und Sach-Reisebuch – da ist für jeden was dabei.

Lilienträume

Lilienträume Nora Roberts (image/jpeg) Listen, Pläne, Organisation - Owen Montgomery hat alles im Griff. Zumindest beruflich. Der Umbau des alten Hotels, den er zusammen mit seinen Brüdern Beckett und Ryder und ihrer Mutter in Angriff genommen hat, geht gut voran und auch sonst läuft in seinem Leben alles wie geplant. Doch eine Sache hat er nicht auf einer Liste stehen gehabt: Seine Jugendliebe Avery MacTavish. Denn der Rotschopf schleicht sich immer öfter in seine Gedanken, die sich doch eigentlich mit Inneneinrichtungen und der großen Eröffnung des BoonsBoro Inn beschäftigen sollten. Ist seine erste große Liebe vielleicht die Liebe seines Lebens?

Nora Roberts - Lilienträume; Taschenbuch: 448 Seiten; Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Mai 2013)

Extrem Laut und Unglaublich Nah

Extrem Laut und Unglaublich Nah (image/jpeg) Der Roman von Jonathan Safran Foer erschien bereits 2005. Oskar Schell ist altklug und naseweis, hochbegabt und phantasievoll. Eine kleine Nervensäge, die schon mit neun Jahren eine Visitenkarte vorweist, auf der sie sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburinspieler ausweist. Vor allem aber ist Oskar todtraurig und tief verstört. Auch noch zwei Jahre nachdem sein Vater beim Angriff auf das World Trade Center ums Leben kam. Zwischen den Sachen seines Vaters findet er einen Schlüssel und macht sich auf die Suche nach dem passenden Schloss. Er will er herausfinden, warum Thomas Schell, der ein Juweliergeschäft hatte, sich ausgerechnet an diesem Tag dort aufhielt. Mit seinem Tamburin zieht Oskar durch New York und gerät in aberwitzige Abenteuer.

Mit Oskar Schell schafft Foer einen der interessantesten, klügsten, spektakulärsten und bezauberndsten Ich-Erzähler der letzten Zeit. Ein Protagonist, den man nur ins Herz schließen kann. Man fühlt den Schmerz des kleinen Oskar, möchte ihn auf seiner Suche begleiten. Mal lacht man, mal möchte man weinen - mit seiner besonderen Art des Schreibens trifft Foer direkt ins Herz. Im Buch finden sich noch einige Besonderheiten: abgedruckte Fotografien, Bilder oder Seiten, die mehrfach bedruckt werden – all das gehört selbstverständlich zur Geschichte und macht diese dadurch nur noch fantastischer. Fazit: Mal lustig, mal traurig, aber immer sehr berührend.

Jonathan Safran Foer - Extrem Laut und Unglaublich Nah; Taschenbuch: 480 Seiten; Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 14 (19. April 2007)

Joyland

joyland_stephen-king (image/jpeg) Die deutsche Übersetzung von "Joyland" erscheint am 17. Juni. Der Meister des Horrors meldet sich zurück. Pünktlich zum Sommer erscheint in Deutschland Stephen Kings neuestes Werk "Joyland". Erzählt wird die Geschichte vom 60-jährigen Devin Jones, der auf den Sommer 1973 zurückblickt, als er 21 Jahre alt war. Da ihm gerade das Herz gebrochen wurde, entschließt er sich in diesem Sommer in einem Vergnügungspark zu arbeiten. In der Geisterbahn soll es spuken, nachdem dort einer jungen Frau von einem Serienmörder die Kehle durchgeschnitten wurde. Gelegentlich wird der Geist der jungen Frau an der Stelle der Geisterbahn gesehen, wo es am dunkelsten ist. Und dann begegnet Devin auch noch Mike, einem kleinen Jungen der an einer schweren Krankheit leidet und nur noch wenige Monate zu leben hat. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Jungen und deren Mutter? Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht...

King überzeugt mit Handlung und Erzählweise – er verbirgt und enthüllt Geheimnisse und legt zur rechten Zeit Spuren aus, die zu überraschenden Pointen führen. Er überlässt dabei nichts dem Zufall und zu guter Letzt ordnet sich das Ganze wie von selbst. Dabei benutzt er einfache Mittel, um zu etwas sehr Tragischem und Tiefen zu gelangen - was könnte schließlich klassischer sein, als ein Geist in einer Geisterbahn? Mit "Joyland" hat King eine bewegende "Grusel"-Geschichte übers Erwachsenwerden geschrieben – ruhelose Geister, Serienmord und übernatürliche Phänomene inklusive.

Joyland – Stephen King; Gebundene Ausgabe: 352 Seiten; Verlag: Heyne Verlag (17. Juni 2013)

Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr

Das große Los (image/jpeg) "Nicht lang schnacken, Koffer packen." Nach ihrer Teilnahme in Günther Jauchs Quizshow, bricht Meike Winnemuth auf und erkundet die Welt. Was würdest du mit einer halben Million Euro machen? Diese Frage wurde Meike Winnemuth gestellt, als sie im Herbst 2011 bei "Wer wird Millionär" diese Summe mit nach Hause nahm." Ein Jahr raus aus Deutschland. Jeden Monat in einer anderen Stadt leben", war ihre Antwort. Diesen Traum erfüllte sie sich ein paar Monate später und stieg ins Flugzeug nach Sydney. Der Plan der Journalistin war es, keinen typischen Urlaub zu machen, sondern einen Alltag in der Fremde zu erleben. In ihrem Blog "Vor mir die Welt" berichtete sie regelmäßig über ihre Erlebnisse in Städten wie Buenos Aires, Mumbai und Honolulu. Nach ihrer Rückkehr fasste sie das Jahr in einem Buch zusammen. In "Das große Los – wie ich bei Günther Jauch 500.000 Euro gewann und einfach losfuhr" nimmt Meike Winnemuth uns mit auf ihre Reise, lässt uns die Welt entdecken und macht definitiv Lust darauf, selbst in den Flieger zu steigen. Mit ihrer klugen und witzigen Art bringt die Journalistin den Lesern etwas über die fremden Kulturen und Städte bei, so dass ein Bild fern der Touristen-typischen Idee entsteht. Gespickt mit etwas Lebensweisheit, gibt's dabei nicht nur etwas über die Welt zu lernen, sondern auch über das Leben im Alltag - denn jedes Kapitel (pro Stadt ein Kapitel) endet mit "10 Dinge(n), die ich in ... gelernt habe." Tipps, die man sich zu Herzen nehmen kann.

"Das große Los" ist genau richtig, um schon im Urlaub von dem nächsten Reiseziel zu träumen ;-). Ein Buch, das die Welt anpreist, davon erzählt wie wunderbar die Menschen sind und wie verschiedene Städte verschiedene Eigenschaften in einem selbst zum Vorschein bringen. Mit ihrem Mut, ihrer Offenheit und Lebensfreude inspiriert Meike Winnemuth dazu neugierig zu sein, Worte zu Taten werden zu lassen und die Welt und sich selbst ein mal ganz neu zu entdecken.

Meike Winnemuth - Das große Los; Gebundene Ausgabe: 336 Seiten; Verlag: Albrecht Knaus Verlag (11. März 2013)