Parfüm-Messe

Düsseldorf duftet am Wochenende

Parfüm-Messe: Düsseldorf duftet am Wochenende Parfüm-Messe: Düsseldorf duftet am Wochenende Foto: gms
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Zum dritten Mal stellten am Wochenende Parfüm-Hersteller und -Händler neue Produkte auf der Fachmesse "Global Art of Perfumery" vor. Aber auch Fachfremde konnten sich informieren – bei Vorträgen und einer Ausstellung von Flakons.

Immer größer wird der Markt für Parfüm. Zahlreiche neue Marken und Düfte buhlen um die Gunst des Verbrauchers. Neueste Trends zeigte die Kongressmesse Global Art of Perfumery (GaoP). Mehr als 100 Aussteller präsentierten ihre Produkte, Experten referierten im Maritim-Hotel am Flughafen.

Die zweitägige Veranstaltung hatte vor zwei Jahren zwei Väter: Frank Schnitzler, der durch seine mittlerweile verkaufte, gleichnamige Parfümerie-Kette bekannt ist, und Bernd Kruschka, dem Geschäftsführer des Parfümerieverbandes Cospar. Zur dritten Messe holten die beiden Geschäftsmänner Frank Hartmann als Messe-Experten mit ins Boot, der die Modemesse Igedo veranstaltet hat. "Wir wollten jemanden mit Messeerfahrung dabei haben", sagt Kruschka. Er selbst sei der Betriebswirtschaftler und Schnitzler der Netzwerker mit vielen Kontakten. "Und wir veranstalten die Messe eigentlich nur nebenbei." Umso mehr freue er sich über ihre Erfolgsgeschichte – denn mehr als doppelt so viele Aussteller wie im vergangenen Jahr meldeten sich zur GaoP. "Das zeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben", so Kruschka.

Unter den Ausstellern waren auch internationale Vertreter, wie Alexandra Olrog aus London, die das teuerste Parfüm der Welt bewarb. Für 30 Milliliter von "Number One" der Marke "Clive Christian" zahlt der Kunde 3900 Euro. Auf das Luxussegment setzt auch Bottega Veneta. Die Ledermarke hat gleich mehrere neue Parfüm-Linien herausgebracht. Vertreter Sven Kreuz: "Die Angebotsvielfalt hat sich in den vergangenen 50 Jahren verzehnfacht. Wir stehen heute in Konkurrenz zum Weltmarkt. Das heißt, man muss sich stärker unterscheiden."

Frank Schnitzler hat einen Trend ausgemacht: Die Tendenz gehe "weg von den Unisexisten, hin zu etwas ausgefeilteren, raffinierteren und unvergleichlichen Düften". Teil der Messe war eine Ausstellung von Flakons aus 300 Jahren. Die Stücke stammen aus der Privatsammlung von Beatrice Frankl, Messe-Sponsor Douglas hat sie mitgebracht. Ohne Sponsoren sei die Messe kaum zu realisieren, sagt Veranstalter Kruschka. "Wir sind der Stadt Düsseldorf dankbar, die uns nicht nur finanziell, sondern auch emotional unterstützt hat." Gemeint ist die Schirmherrschaft von Astrid Elbers, der Ehefrau von Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU).

Für die kommenden Jahre sind weitere Vergrößerungen geplant. Kruschka hofft auf eine integrierte Tagung des Parfümerieverbandes. "Und außerdem würde ich gerne die Duftstars nach Düsseldorf holen", sagt er. Als "Duftstars" werden jährlich die besten Düfte in Berlin ausgezeichnet. "Aber Düsseldorf tut mehr für uns als Berlin", so Kruschka.

Quelle: RP