Reise-Tipps

Die New York Times stellt Düsseldorf vor

Reise-Tipps: Die New York Times stellt Düsseldorf vor Reise-Tipps: Die New York Times stellt Düsseldorf vor Foto: RP/Andreas Bretz
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Wenn demnächst die Zahl der US-amerikanischen Touristen zwischen Medienhafen und Altstadt in die Höhe schnellt, könnte Evan Rail daran seinen Anteil haben. "Don't pity Düsseldorf", schreibt der Reise-Journalist als ersten Satz in seinem Artikel, der in der Sonntagsausgabe der "New York Times" erschienen ist: Bedauert Düsseldorf nicht.

Abschlusskonzert in Esprit Arena in Düsseldorf: Die Toten Hosen triumphieren bei Tour-Finale Abschlusskonzert in Esprit Arena in Düsseldorf Die Toten Hosen triumphieren bei Tour-Finale Zum Artikel » Und zwar, weil es aus seiner Sicht wohl nichts zu bedauern gibt. Zwar werde die Stadt weniger wahrgenommen als Berlin und München, ja sogar als die ungeliebte Nachbarstadt Köln. Die Fortuna ist, wie Rail den Lesern der drittgrößten Zeitung der USA nicht verschweigt, kürzlich in die zweite Liga abgestiegen, und Europas größtes Reiseziel ist die Stadt auch nicht. Das aber möge der Leser zu seinem Vorteil machen: Denn Düsseldorf biete "mehr als genug Attraktionen für ein reiches kulturelles Wochenende – oder für länger".

Unter der Überschrift "36 Hours in Düsseldorf" hat der Autor und Journalist Rail in der Reise-Kolumne des Blattes eine Reihe von Tipps für einen Wochenend-Trip nach Düsseldorf zusammengestellt, das er als "artsy" (künstlerisch) preist, und als die Heimat Heinrich Heines und der Toten Hosen.

Location-Tipp: Dr. Thompson's – der neue Szene-Treff Location-Tipp Dr. Thompson's – der neue Szene-Treff Zum Artikel » Dass sein erster von elf Tipps dann nicht der Hochkultur, sondern der Altstadt und dem passenden Bier gilt, ist nachvollziehbar. Immerhin hat er dem Getränk schon einige kenntnisreiche Veröffentlichungen gewidmet, zuletzt "Eine kleine Philosophie über Bier". Altbier nennt er eine der besten deutschen Biersorten, und den Lesern der "New York Times" empfiehlt er in diesem Zusammenhang einen Besuch in einer alteingesessenen Hausbrauerei wie Zum Schlüssel oder dem Uerigen und dann einen Vergleich mit dem Altbier-Newcomer Kürzer. Von dort geht es für den Amerikaner weiter zum Shopping an der Lorettostraße und zur Besichtigung der nahen Gehry-Bauten am Hafen. Den Abend des ersten Düsseldorf-Tags beschließt er in der Bar Alexander, der Bar Alexandra und der Bar M168 ganz oben im Rheinturm.

Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße: Neues Altbier in der Altstadt Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße Neues Altbier in der Altstadt Zum Artikel » Den Samstag startet der Autor unter dem Motto "Sauerbraten or Sushi" im japanischen Viertel an der Immermannstraße, wo er neben einem Besuch des Toykyo-Cafés auch einen günstigen Imbiss von Maruyasu oder wahlweise den sternegekrönten Japaner Nagaya vorschlägt. Weiter geht's zunächst mit einem Blick auf die alte, klassische Architektur in Oberkassel, um dann auf die große Auswahl guter Museen hinzuweisen – und den Hofgarten. Auch bis nach Flingern schickt Rail seine Leser, wo er unter den Clubs und "trendy Restaurants" das Dr. Thompson's mit seinen kreativen Pizza-Kreationen hervorhebt. Zum Abschluss begibt sich Rail sogar noch unter die Erde – nicht auf den Spuren der Wehrhahnlinie, sondern in die Ausstellung im K.I.T. am Rheinufer.

Quelle: RP