Hinterhof mit Radcafé

"Schicke Mütze" ist der Szene-Treff für Radler

Hinterhof mit Radcafé: "Schicke Mütze" ist der Szene-Treff für Radler Hinterhof mit Radcafé: "Schicke Mütze" ist der Szene-Treff für Radler Foto: TONIGHT.de/Hermann-Foto

Radler-Kultur trifft auf Kaffeekult, Individualismus, Charme und Flair – seit Juli 2014 hat Düsseldorf sein eigenes Fahrrad-Café – die "Schicke Mütze". In einem Hinterhof gelegen, ist die "Schicke Mütze" ein Treffpunkt für alle Bike-Begeisterten, egal ob Hollandrad, Klapprad, Mountainbike oder Edelrenner.

Zentral gelegen an der Talstraße 22 sind es nur wenige "Radmeter" bis in die Innenstadt und bis zum Rhein. Alles hat mit der Klassikerausfahrt begonnen. Eine entspannte Tour für Freunde alter, klassischer Stahlrenner, die einmal im Monat ins Düsseldorfer Umland führte. "Immer mehr Fahrradfahrer kamen hinzu und hatten Spaß an den Ausfahrten, an Plaudereien und an schönen Rädern", beschreibt Dieter Mauermann, der für den Cafébereich zuständig ist. "Wir wollten die Radlerfreunde aus Düsseldorf und auch aus dem Umland zusammenbringen. Und so kam irgendwann die Idee, ein Fahrradcafé zu eröffnen." Ein Fahrrad-Café? So etwas gibt es in Düsseldorf bisher kein zweites Mal. Eine super Idee!

Fahrradwerkstatt mit Café Die "Schicke Mütze" im Hinterhof 29 Fotos

Das Vordach erinnert an einen Mützenschirm

Neben Dieter Mauermann und Jan Hüttenbernd, er leitet die Werkstatt, bilden das Team Konrad Glaeser, Carsten Wien und Kerstin Kortekamp. Auf der Suche nach der passenden Location wurden sie in einem Hinterhof auf der Talstraße fündig. Ein freistehendes Gebäude mit großen Fenstern. Und einem markanten Vordach, das an einen hochgeklappten Mützenschirm erinnert – "Schicke Mütze".

Wochenlang wurde gewerkelt und geschwitzt – fast alles haben die "Fahrradfreunde" selbst auf die Beine gestellt. Jetzt zieren restaurierte Räder die Wände und der Blick in die "Werkstatt" macht mehr als neugierig. Eine Hommage an die Düsseldorfer Subkultur, denn hier werden seit dem letzten Jahr nicht nur Fahrräder repariert und gepflegt, sondern auch Lesungen und abendliche Treffen organisiert. Kultur im Schatten der Großstadthäuser, so etwas braucht diese Stadt.

Schicke Mütze (image/jpeg)

In der Fahrradwerkstatt kann man sein Zweirad aufmöbeln lassen oder sich ein neues nach eigenen Vorstellungen individuell von Radbauer Jan Hüttenbernd anfertigen lassen. "Das ist gar nicht so teuer", wie Mitinhaber Carsten Wien berichtet. Individualaufbauten gibt es nach seinen Angaben bereits ab 600 Euro, sie können aber auch an die 3000 Euro kosten. Massenware sucht man hier vergeblich.

Fahrradfahren in Düsseldorf

Fahrradfahren in Düsseldorf ist ein heikles Thema, das wissen und spüren viele, die sich täglich hin und wieder im Stadtverkehr auf den Drahtesel schwingen. "Als vor zwei Jahren der Fahrradverband ADFC eine bundesweite Umfrage zum Thema Fahrradfreundlichkeit der Städte durchführte, landete Düsseldorf auf dem 33. Platz – von 38", so Dieter Mauermann. "Hier muss noch einiges passieren. Aber radeln wird endlich wieder in und die Menschen suchen das Individuelle."

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