Schuhmesse GDS

Drei Einkaufs-Tage für den Schuhhandel

Schuhmesse GDS: Drei Einkaufs-Tage für den Schuhhandel Schuhmesse GDS: Drei Einkaufs-Tage für den Schuhhandel Foto: Andreas Bretz
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Mittwoch vier Stunden, heute noch mal sechs: Einkaufsmarathon für Judith Schipper. Eigentlich macht den jede Frau gerne, vor allem, wenn es um Schuhe geht. In diesem Fall ist der Einkauf aber mit etwas Stress verbunden - und natürlich einem begrenzten Budget. Judith Schipper ist seit einem Jahr stolze Besitzerin eines Schuhgeschäfts, dem "Frau & Fräulein“ in Gerresheim. Ihr Schwerpunkt: bequeme und trotzdem schicke Schuhe für Frauen jeden Alters anzubieten.

Und genau die suchte sie auch am Mittwoch auf der Schuhmesse - und wurde fündig. Zum Beispiel bei Stefan Markert von der Firma Semler, die genau diese modischen Komfortschuhe im Programm hat. Für beide steht fest: „Die Schuhmesse in Düsseldorf ist ein absolutes Muss.“ Auch wenn nicht alle Besucher am Stand direkt ordern - „die GDS ist eine gute Kontaktbörse,“ so Markert, der mit zehn Mitarbeitern nach Düsseldorf gefahren ist.

So sieht es auch Ursula Homm von der Schuhfirma Marc aus dem Niedersächsischen. „Wir pflegen hier Kontakte zu unseren Filialisten.“ Marc ist mit zwei Ständen vertreten und hat 30 Mitarbeiter an den drei Tagen eingesetzt.

Neue Trends für Sommer 2012

Die Messe will den Händlern vor allem einen Überblick über die Trends für die übernächste Saison geben, so Kirstin Deutelmoser als Veranstalterin der Messe. Die Branche kann neue Trends, die wieder etwas mehr Geld in die Kasse spülen, gut gebrauchen. Trotz eines guten Starts in das Jahr 2011 erlebte die Schuh-Branche dann im verregneten Sommer aber einen Einbruch, von dem sie sich offenbar noch nicht erholt hat. „Wir haben das erste Halbjahr nur mit einem knappen Pari abgeschlossen“, so Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverbandes des Schuheinzelhandels.

Die Einzelhändler hätten schon reagiert und würden nur zurückhaltend die Schuhe für Frühjahr und Sommer 2012 ordern. „Viele haben noch Restbestände“, so Wischnewski. Die Branche blickt mit gemischten Gefühlen in die nächsten Monate und hofft nicht, dass sich Euro-Krise, Börsencrash oder Staatsverschuldungen auswirken werden.

Die 112. Schuhmesse läuft noch bis Freitagabend und findet damit zum zweiten Mal in der Woche statt. „Vorher waren die Messetage für mich besser“, so die Unternehmerin Judith Schipper. Jetzt muss ich mir in der Woche Aushilfen organisieren oder den Laden sogar schließen.“ Gleichwohl ist die Fachmesse durch Rückkehrer und Neuaussteller um neun Prozent gewachsen. Insgesamt präsentieren sich 850 Aussteller bei der GDS sowie noch einmal 440 bei der parallel laufenden Global Shoes.

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