Street Art von Gregor Wosik

3D-Illusionen auf Asphalt

Street Art von Gregor Wosik : 3D-Illusionen auf Asphalt Street Art von Gregor Wosik : 3D-Illusionen auf Asphalt Foto: Gregor Wosik
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Ein Wasserfall in der Wilhelmshavener Innenstadt, eine Schlucht auf einem Parkplatz in Florida – der Mönchengladbacher "Street Art"-Künstler Gregor Wosik versetzt mit 3-D-Malerei weltweit Passanten ins Staunen.

Künstler aus Mönchengladbach: Gregor Wosik verzaubert Straßen mit 3D-Kunst Künstler aus Mönchengladbach: Gregor Wosik verzaubert Straßen mit 3D-Kunst Künstler aus Mönchengladbach: Gregor Wosik verzaubert Straßen mit 3D-Kunst Künstler aus Mönchengladbach Gregor Wosik verzaubert Straßen mit 3D-Kunst 5 Fotos Für einen Moment spaltet ein Wasserfall die Wilhelmshavener Innenstadt; in Sarasota, Florida, reißt urplötzlich eine Schlucht auf einem Parkplatz auf. Alles nur für einen kurzen Moment des Vorübergehens, dann wieder grauer Asphalt. "Street Art" nennt sich die Kunstrichtung, auf die sich Gregor Wosik (57) seit etwa fünf Jahren spezialisiert hat. Der Mönchengladbacher mit oberschlesischen Wurzeln erschafft dreidimensionale Straßen- und Illusionsmalereien, die Vorübergehende auch noch ein drittes Mal ungläubig hinsehen lassen. Denn aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet bestechen seine Werke aus Kreide durch eine sehr reale Tiefenwirkung.

"Das kann ich doch, das fällt mir leicht", bemerkte Wosik, als er vor Jahren mit zwei Kollegen für einen großen Automobilhersteller in Hamburg ein dreidimensionales Auto auf die Straße zeichnen sollte. Inzwischen hat sich sein Talent international herumgesprochen. "Es ist die Hölle los", bemerkt der Künstler nur knapp. Egal, ob auf Wänden, Fassaden, Asphalt oder Leinen – Wosiks Talent findet großflächige Anerkennung. So versetzt er weltweit, etwa auch in Moskau, Tel Aviv und Katar, die Menschen in Staunen.

Selbst ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde blieb Wosik nicht verwehrt: Im niederländischen Rijssen realisierte er 2009 an vier Tagen zusammen mit fünf anderen "Street-Artisten" das weltgrößte 3D-Straßenmalerei-Projekt. Das Talent des Künstlers, der auch Mitglied der Künstlervereinigung "Der Blaue Rheydter" ist, wurde schon früh entdeckt. Seit seinem 16. Lebensjahr erhielt Wosik Förderunterricht. Neben der Kreide- gilt seine große Leidenschaft der Ölmalerei. "Im Winter bin ich meistens in meinem Atelier und male in Öl", verrät Wosik. Inspiriert wird er in seinem Schaffen "von den alten Meistern des Realismus, Rembrandt oder auch Caravaggio". Ein Schaffen allerdings, das meist nicht lange währt. Denn der Effekt der spektakulären Asphalt-Illusionen verblasst buchstäblich mit dem Regen, der die Kreide wegspült.

"Ich will immer größere Bilder malen. Sie können nicht groß genug sein", sagt der Künstler. Dabei steht er im Privaten für das genaue Gegenteil: Bodenständigkeit. Seit mehreren Jahrzehnten arbeitet Wosik in Düsseldorf für einen Automobilhersteller. "Ich arbeite allerdings nur noch Teilzeit, also zehn Nachtschichten im Monat. Man muss an seine Altersvorsorge denken." Bereits diesen Monat ist Wosik wieder im Auftrag der Kunst unterwegs: In Italien wird er für Musiker das Cover ihrer neuen CD auf den Asphalt zeichnen – natürlich in 3-D.

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Quelle: RP