Theaterstück mit viel Wasser

Neu im Capitol: "Soap die Show"

Theaterstück mit viel Wasser: Neu im Capitol: "Soap die Show" Theaterstück mit viel Wasser: Neu im Capitol: "Soap die Show" Foto: privat
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Im November startet im Capitol-Theater das neue Stück "Soap", bei dem jeden Abend Tausende Liter Wasser über die Bühne fließen. Sieben Badewannen stehen im Zentrum einer unterhaltsamen Mischung aus Akrobatik, Tanz und Entertainment.

Rutschgefahr auf der Bühne: Dass Artisten ohnehin einen Job mit erhöhtem Verletzungsrisiko haben, leuchtet ein. Wenn die abenteuerlichen Sprünge und Tanzeinlagen dann auch noch auf einem Badewannenrand und einer klitschnassen Bühne stattfinden, gilt das doppelt. Dennoch ist gesichert, dass auch im Notfall die Show weitergeht: "Wir haben für alle eine Zweitbesetzung", sagt Choreograph Gabriel Castillo lächelnd. Im November ist "Soap – die Show" erstmals im Capitol-Theater zu sehen.

Das Stück folgt dort auf Hape Kerkelings Ruhrpottmusical "Kein Pardon", das seit dem vergangenen November erfolgreich läuft. Von diesem Vorgänger auf der Bühne des Capitol könnte sich freilich nichts so deutlich unterscheiden wie "Soap". Die Show, die ihre Uraufführung in Berlin hatte, ist eine Mischung aus Akrobatik, Jonglage, Musik und Unterhaltung, thematisch verbunden durch die sieben Badewannen, die auf der Bühne stehen und auf vielfache Weise ins feuchte Programm eingebunden werden.

Mit Regenvorhang

16 000 Liter Wasser fließen an einem Abend über die Bühne, werden versprüht, als Regenvorhang verwendet, ausgeschüttet oder gelegentlich auch – in kleineren Mengen - ins Publikum gespritzt. Dazu präsentieren die Akrobaten teils atemberaubende Kunststücke am Trapez, im Lufting oder an den so genannten Strapaten – und immer wieder auf und in den Wannen auf der Bühne. Die eingestreuten Comedy-Einlagen lockern die Stimmung auf, ohne albern zu wirken – und funktionieren wie der Rest der Show quasi ohne Sprache. "Geeignet für ausländische Gäste", wird die Show daher beworben, denn die Stimmung erschließt sich ganz ohne Worte – anders gesagt: Man muss also die deutsche Sprache nicht beherrschen.

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Eine Handlung im eigentlichen Sinn gibt es dementsprechend nicht: "Aber es gibt acht Darsteller mit ganz unterschiedlichen Charakteren, die man in den Auftritten auch immer wieder aufblitzen sieht", betont Castillo. Besonders, so der Choreograph, zeichne sich das Stück dadurch aus, dass es zwar eine Gute-Laune-Show sei, die Artistik aber ein sehr hohes Niveau habe: "Für uns gehört das zusammen." Anders als bei ähnlichen Darbietungen dieser Art werde hier eine persönliche Beziehung zum Publikum aufgebaut, statt nur unnahbar Kunststücke auf der Bühne abzuspulen: "Zumindest hoffen wir, dass die Menschen das so empfinden."

Zu den Stars auf der Bühne gehört Tanztrapez-Artist Francois Gravel, der auch schon beim Schweizer "Circus Monti" und beim "Cirque du Soleil" auftrat. "Es ist eine tolle Show", sagt der gebürtige Kanadier über sein aktuelles Engagement, bei dem er auf überraschende Weise die Bühne betreten darf und dann mit beeindruckender Präzision und spitzbübischem Lächeln sein verblüffendes Können zeigt.

Für die musikalische Untermalung sorgt Patricia Holtzmann aus St. Louis, die früher schon mit dem "Phantom der Oper" auf Deutschland-Tour war und in "Soap" in der Rolle einer Opern-Diva bekannte Pop-Songs und große Arien schmettert. "Ich fühle mich in dieser Show sehr zuhause", sagt die Sängerin. "Die Zusammenarbeit mit Akrobaten ist etwas Besonderes – wir sind wie eine große Familie." Holtzmann hat einst in Düsseldorf Gesangsstunden genommen und freut sich nun auf das Wiedersehen mit der Stadt: "Ich hoffe, dass ich dann Zeit finden werde, auch den Rhein zu besuchen."

Da Stück läuft vom 6. November bis zum 6. Januar. Der Karten-Vorverkauf hat bereits begonnen.

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Quelle: RP