Verrückte Kostüme

Halloween: Mitmachen oder Wegrennen?

Verrückte Kostüme: Halloween: Mitmachen oder Wegrennen? Verrückte Kostüme: Halloween: Mitmachen oder Wegrennen? Foto: TONIGHT.de/Ronny Hendrichs

Vampir-Ladys, Werwölfe und Co.: Die besten Halloween-Kostüme 2011 Vampir-Ladys, Werwölfe und Co.: Die besten Halloween-Kostüme 2011 Vampir-Ladys, Werwölfe und Co.: Die besten Halloween-Kostüme 2011 Vampir-Ladys, Werwölfe und Co. Die besten Halloween-Kostüme 2011 58 Fotos Halloween ist eine amerikanische Unsitte. Aber Halloween ist auch ein Riesenspaß, denn Halloween ist ein bisschen wie anarchistischer Abend. Kinder in schaurigen Kostümen toben sich bis spät in der Nacht auf der Straße und an fremden Haustüren aus, und Jahr für Jahr machen mehr Große bei der allgemeinen Gruselfreude mit. Dabei werden zuweilen die Grenzen des guten Geschmacks fröhlich überschritten.

Retro-Partys, Bad Taste-Partys, Wettbewerbe, die der gewinnt, der am schlechtesten tanzt oder am längsten fluchen kann, ohne sich zu wiederholen: Sich mit voller Absicht danebenzubenehmen kann jede Menge Freude machen – und wer sich traut, dabei mitzumachen, lernt garantiert schräge Vögel kennen. Die wollt ihr vielleicht nie in eurer Küche oder im Nebenbüro wiedersehen, aber grundsätzlich bereichern sie Welt und Biographie.

Allerdings finden solche Events nicht in jeder Stadt und schon gar nicht auf dem Land statt. Daher haben Freunde des schlechten Geschmacks in ländlicher Umgebung oder in den vielen Kleinstädten eigentlich nur noch Karneval und Halloween. Wer einen Anlass sucht, die Sau rauszulassen, aber keine Lust hat, dafür nach Berlin zu fahren oder sich nachher aus dem Dorf jagen zu lassen, muss einfach den Herbst abwarten. Dann wird es wieder salonfähig, grässlich auszusehen, zu grunzen oder blutverschmiert auf der Tanzfläche herumzutorkeln.

Welche bizarren Blüten die Lust am Schocken bei manchen Zeitgenossen treiben kann, seht ihr, wenn ihr euch diese Bilder verrückter Kostüme im Horror-Shop anseht. Manche Ideen sind so grenzwertig, dass sie selbst hartgesottene Splatterfans in bis dato unbekannte Nervenknoten treffen können.

Frage: Was bewegt einen erwachsenen Mann dazu, sich als blutige Damenbinde oder Kinderschänder zu verkleiden oder fleischfarbene Kunststoffgeschlechtsteile aus seiner Kleidung baumeln zu lassen? Zweite Frage: Wer will das eigentlich wissen? Das Internet ist zuweilen wie ein Verkehrsunfall mit vielen Scherben und Verletzten: Schrecklich anzusehen, aber es ist unmöglich, den Blick abzuwenden.