Von der Rotzbremse zum Mustache

Schnurrbart-Trend: Der "Fingerstache"-Virus geht um...

Von der Rotzbremse zum Mustache: Schnurrbart-Trend: Der "Fingerstache"-Virus geht um... Von der Rotzbremse zum Mustache: Schnurrbart-Trend: Der "Fingerstache"-Virus geht um... Foto: TONIGHT.de/Darius Misztal
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Es war einmal an einem unbekannten Tag vor sagen wir mal einem Monat. Da wachten die Menschen rund um den Globus morgens auf und schienen nur noch von einem einzigen Gedanken getrieben zu werden: Ab heute male ich mir täglich einen Schnurrbart auf den Zeigefinger, klebe mir einen Schnäuzer über den Mund oder hänge mir einen um den Hals. Eine der wenigen Personen, die vom Mustache-Virus verschont geblieben sind, ist Jana Frey aus der TONIGHT-Redaktion. Sie hat diesen kuriosen Rotzbremsen-Trend mal genauer unter die Lupe genommen.

Dank meines noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Alters fällt es mir schwer, mich an lebende Männer außer Rudi Völler oder Brad Pitt zu erinnern, die ganz freiwillig und in der Öffentlichkeit einen Schnurrbart trugen. Doch seit wenigen Wochen scheint der verwegene Drei-Tage-Bart plötzlich altmodisch zu sein. Mehr und mehr sieht man die modebewussten Männer dieser Stadt (noch beunruhigender: dieser Welt) mit einem echten oder aufgeklebtem Schnurrbart durch die Straßen und Clubs ziehen. Prognose: stark steigend.

Schnurrbart ist das "Symbol des neuen Mannes"

Kein Wunder, schließlich hat die GQ den neuen Oberlippenbart als das "Symbol des neuen Mannes" ausgerufen. Laut dem genannten Männermagazin repräsentiere ein Mann mit dem Schnauzbart seine "Aufmerksamkeit, Konzentration und Willensstärke". Denn, so heißt es im Artikel: "Ein Schnäuzer-Träger weiß ganz genau, was er will und wie er es bekommt“, er steht auf einen "cosmopolitischen Lifestyle“ und "für ihn ist die tägliche Pflege so normal wie ein Kondom beim ersten Sex mit einer fremden Frau“.

Der "Fingerstache" als Symbol der neuen Frau?

Ich denke mir großzügig: Gut, sei den Männern auch mal ein Trend gegönnt. Aber warum in alles in der Welt ist nun auch die halbe Frauenwelt vom Mustache-Virus befallen? Hier sieht man den kleinen Zwirbel-Bart auf dem ein und dem anderem hippen Jutebeutel, dort trägt sie ihn als Kettenanhänger, Ring oder T-Shirt-Aufdruck und dort, dort, dort, dort und dort mit Kugelschreiber oder Edding auf den Zeigefinger gemalt und unter die Nase gehalten. Letzteres bezeichnet man in der hippen "Wir nennen den Schnurrbart ab sofort Mustache"-Welt ganz keck als "Fingerstache".

Hoffen wir also, liebe Frauen, dass der Fingerstache das "Symbol der neuen Frau" ist. Dann brauchen wir uns bald vielleicht auch nicht mehr die Beine rasieren.

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