Vorsicht!

Die Zecke - eine Wald- und Wiesenplage

Vorsicht!: Die Zecke - eine Wald- und Wiesenplage Vorsicht!: Die Zecke - eine Wald- und Wiesenplage Foto: iStock

Zecken haben keine Freunde. Menschen und Tiere, an denen sie sich heimlich festbeißen, mögen sie nicht, und selbst als Beutetiere sind sie nicht sonderlich beliebt. Vögel gönnen sich die kleinen, harten Achtfüßler höchstens zwischendurch aus pragmatischen Gründen, denn ein Leckerbissen ist der gemeine Holzbock nicht. Allen Abneigungen zum Trotz hat die Zecke einen festen Platz in der heimischen Botanik, und Menschen bleibt nichts anderes übrig, als sich vor Angriffen der blutsaugenden Spinnentiere zu schützen.

Zeckenbisse sind lästig und enden im schlimmsten Fall tödlich: Manche Zecken, in Risikogebieten wie dem Schwarzwald etwa 10-30% der Zeckenpopulation, tragen gefährliche Erreger in sich, die sie an den Menschen weitergeben können. Eine Impfung kann vor einer der durch Zecken übertragbaren Krankheiten, der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), schützen. Die andere, Borreliose, kann höchstens behandelt oder am Ausbrechen gehindert werden, einen Impfschutz gibt es nicht.

Besonders gemütlich finden Zecken warme, geschützte Bereiche mit besonders zarter Haut. Dazu gehören Kniekehlen, Halsbeuge, Achselhöhle, Bauchnabel und Damm, alles Stellen, an denen niemand gern einen ungebetenen Gast entdeckt. Hat sich das Tierchen festgebissen, beginnt es zu saugen, nach etwa zwölf Stunden legt es eine Pause ein und entleert sich ins Blut des Wirtes. In diesem Moment, nicht früher, können Erreger weitergegeben werden. Das frühzeitige Entfernen der Zecke ist also der effektivste Schutz. Um die Zecken richtig zu entfernen, eignen sich Zeckenzangen, spezielle Zeckenkarten und auch normale Pinzetten.

Wichtig ist, den Leib der Zecke nicht zu beschädigen, solange der Kopf in der Haut sitzt. Ist keine Zeckenzange zur Hand, kann die Zecke notfalls auch direkt über der Haut geköpft werden, aber rasch und mit einem scharfen Gegenstand, etwa einem Nagelknipser oder einem guten Taschenmesser. Vom in der Haut verbleibenden Kopf geht kein Infektionsrisiko aus, in der Regel löst er sich bald von selbst. Dass er chirurgisch entfernt werden muss, ist eine Legende, der Ekelfaktor ist jedoch auch so hoch genug.