12. bis 16. August

Messe c/o pop zieht in Philharmonie

12. bis 16. August: Messe c/o pop zieht in Philharmonie 12. bis 16. August: Messe c/o pop zieht in Philharmonie Foto: cologne on pop GmbH
Von |

Bei der c/o pop ändert sich etwas. Das Kölner Festival (12. bis 16. August) für Freunde der zumeist elektronischen Musik mit angeschlossenem Branchentreff für die Kreativwirtschaft zieht mit seinem Hauptquartier vom Rheintriadem in die Opernterrassen. Man rückt näher an die Hochkultur, zumindest räumlich: Das Eröffnungskonzert mit Beirut und der Auftritt von The Notwist mit dem Andromeda Mega Express Orchestra gehen in der Philharmonie über die Bühne. Norbert Oberhaus, Chef der c/o pop, strahlt jedes Jahr ein bisschen stärker bei der Vorstellung des Programms, und gestern verkündete er gut gelaunt, mehr als 30000 Besucher seien im vergangenen Jahr gekommen, davon 1000 aus der Branche - Tendenz, so die Prognose: steigend. Man kann also selbstbewusst nach Berlin schauen, wo die Popkomm Absagen von Plattenfirmen meldet und ihren Umzug vom Messegelände in die Innenstadt, aber sonst wenige Akzente setzt.

Die c/o pop hingegen stärkt ihren Theorie-Anteil. „Was können Musikindustrie und Buchmarkt voneinander lernen?“, lautet ein Thema. Ein anderes wird sehr grundsätzlich: „Welche Bedeutung hat Musik heute noch?“. Musikalisch geht es indes gediegen zu: Headliner ist The Whitest Boy Alive, eine Band, die man allerorten sieht. Da hätte man sich spektakulärere Künstler gewünscht. Hervor ragen das Konzert des Piano-Irrwischs Gonzales im Modegeschäft Herr von Eden und die Auftritte von Patrick Wolf und Kreidler.

Quelle: rpo