25 Jahre Modern Talking

Mit Fönfrisur und Ballonseide in die Charts

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Schwarze lange Haare, einen Anzug aus Ballonseide und sonnengebräunte Haut. Dahinter ein blonder Sonnyboy, der grinsend ins Mikrofon gröhlt und dabei so tut, als spiele er Gitarre – so begann vor 25 Jahren der für viele unerklärliche Erfolg von Modern Talking.

Wir schreiben das Jahr 1980. Musikproduzent, Komponist und Sänger Dieter Bohlen trifft im Tonstudio 33 in Hamburg-Eimsbüttel eher zufällig den bis dato unbekannten Schlagersänger Bernd Weidung, der sich selbst Thomas Anders nennt. Ein Wink des Schicksals.

Die beiden entschließen sich dazu, eine Band zu gründen und die Musikwelt auf den Kopf zu stellen. Bereits 1985 schaffen die beiden den Durchbruch. Der Song "You're my Heart, you're my Soul" stürmt die deutschen Charts. Ein Welthit. Allerdings erst, als er in der Musiksendung "Formel 1" gespielt wird.

Nach der Debüt-Single geht der Erfolg von Modern Talking weiter. Als erste deutsche Band schaffte es Modern Talking mit vier Hits in Folge auf Platz eins. In den 80er Jahren verkaufte das Duo insgesamt 60 Millionen Tonträger. Beim Blick auf die vielen kritischen Stimmen eine unfassbare Zahl.

Denn viele Experten sind sich einig, dass sich die Songs alle gleich anhören. Die Zeitschrift "Tempo" deklarierte Bohlen zu einer "musikalischen Null". Bohlen steht schon damals über den Dingen und schert sich nicht um die Kritik, sondern verweist auf die überragenden Verkaufszahlen. "Modern Talking" bleibt seiner Linie treu – bis sich eine Frau in das Märchen des Popduos einschaltet.

Nora, damalige Ehefrau von Thomas Anders, mischt sich in die Belange der Band ein, verbietet ihrem Liebsten Auftritte und will die Band nach ihren Vorstellungen formen. Bohlen lässt das aber nicht mit sich machen und trennt sich 1987 von Anders. Die Band ist am Ende, die Fans untröstlich.

Die Plattenfirma Sony BMG glaubt aber weiterhin an den Erfolg von Modern Talking und will auf Biegen und Brechen eine "Best-of"-Platte veröffentlichen. Bohlen steigen erneut die Dollar-Zeichen in die Augen. Zwar wird aus der geplanten Platte nichts, aber 1997 überredete der Pop-Titan seinen alten Partner zu einem Comeback. Mit einer Mischung aus Remixen und neuen Songs schaffen es die beiden erneut die Charts. Die Belohnung: in den 90ern verkauft Modern Talking weitere 60 Millionen Tonträger und steigt endgültig zur erfolgreichsten deutschen Pop-Gruppe auf.

Zum Auftakt der "Universe"-Tour 2003 verkündet Bohlen beim Konzert in Rostock vor 25.000 Fans das endgültige Ende der Band. Eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Am Freitag ist pünktlich zum Jubiläum die CD "Modern Talking – 25 Years Of Disco-Pop" erschienen. Eine Hommage an das Duo, dessen Erfolg für viele rätselhaft bleibt.

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Quelle: rpo