Aus dem Nichts auf Platz 1

Uuuh, aaah, aaah, uuuh: Kiesza erobert UK-Charts mit "Hideaway"

Aus dem Nichts auf Platz 1 : Uuuh, aaah, aaah, uuuh: Kiesza erobert UK-Charts mit "Hideaway" Aus dem Nichts auf Platz 1 : Uuuh, aaah, aaah, uuuh: Kiesza erobert UK-Charts mit "Hideaway" Foto: Universal Music

Wahrscheinlich habt ihr sie auch schon im deutschen Radio ins Mikrofon hauchen hören – nachdem Keisza nämlich mit ihrer Hands-up-Nummer „Hideaway“ die Spitze der UK-Charts erobert hat, schleicht sie sich mit ihrem Ohrwurm auch international in die Köpfe. Uuuh, aaah, aaah, uuuh…

Tänzerin, Seglerin, Fast-Scharfschützin - was für ein Lebenslauf!

kiesza, universal music (image/jpeg) Dass Kiesza ursprünglich mal Tänzerin werden wollte, sieht man im Musikvideo zu "Hideaway". Manchmal muss man Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen. Das trifft definitiv auch auf den Lebenslauf der Kanadierin Kiesza zu. Als junges Mädchen wollte sie unbedingt Ballett-Tänzerin werden – Talent hatte sie reichlich, doch Knieprobleme machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Was macht man dann? Na logo, Seglerin werden! „Einen Großteil meiner Teenager-Jahre war ich fest davon überzeugt, als Kapitän zu enden und mein ganzes Leben auf dem Meer zu verbringen“, erinnert sie sich lachend. Fast wäre es auch dazu gekommen – mit 16 Jahren heuerte sie auf einem 40-Meter-Großsegler an, ihre Schießkünste brachten ihr einen „Top Shot Award“ ein. Die Armee wollte sie daher unbedingt als Scharfschützin ausbilden. Doch dann realisierte sie den Ernst der Sache: „Echt riesige Waffen waren das, die ich da ausprobieren konnte. Hat auch Spaß gemacht. War wie ein Videospiel, aber als mir dann klar wurde, dass mir wohl irgendwann der Auftrag erteilt werden könnte, sie tatsächlich gegen Menschen zu richten, war klar, dass ich die Sache ganz schnell drangeben musste.“

Vom Demotape auf Platz 1 der UK-Charts

Kiezsa - CMS Source (image/jpeg) Das Cover zu "Hideaway" - ungewöhnlich, könnte man sagen. Gut für uns alle – denn so führte sie ihr Weg dann doch zur Musik. Gemeinsam mit einem Freund nahm sie Demotapes auf, die sie an Plattenfirmen schickte. Die CD gab sie noch schnell in die Post und nahm dann das nächste Schiff Richtung Hawaii. Kurz nach ihrer Ankunft, klingelte schon ihr Telefon, ihre Mutter war dran. Ein Brief vom Selkirk College sei für sie angekommen, sie könne sofort anfangen - und das ganz ohne Vorsingen oder Aufnahmegespräch, wow! Also hieß es Abschied nehmen von den Weiten des Meeres. Schon nach einem Jahr am Selkirk College bekam sie ein Stipendium für das renommierte Berklee College of Music in Boston. Dort feilte sie weiter an ihren Skills als Songschreiberin– und realisierte, dass Pop mit überraschendem Beigeschmack und viel Nachdruck genau ihr Ding war. Das Ergebnis kann sich nicht nur hören lassen, sondern schoss in den UK-Charts gleich mal auf Platz 1.

Auch in Deutschland werden wir von der mittlerweile in London wohnenden Sängerin bestimmt noch mehr hören. Denn: „Von hier aus will ich durchstarten mit meiner Musik. Ich liebe die Londoner Musikszene, und ich will schließlich nicht einfach nur ein paar Singles verkaufen und dann wieder von der Bildfläche verschwinden. Im Gegenteil: Ich will richtig eintauchen in diese Welt.“

Tipp! Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet hier ein wunderschönes Cover von Kiesza von Haddaways "What is love".