Demo in Dortmund am 30. März

DJs wehren sich gegen neuen GEMA-Tarif

Demo in Dortmund am 30. März: DJs wehren sich gegen neuen GEMA-Tarif Demo in Dortmund am 30. März: DJs wehren sich gegen neuen GEMA-Tarif Foto: iStock
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Die GEMA heizt mal wieder die Gemüter auf: Am 1. April tritt der neue Tarif in Kraft und davon sind diesmal die DJs betroffen (mehr Infos findet ihr in diesem Artikel). Nicht nur DJs sind empört, auch Veranstalter und Discobesucher diskutieren heiß mit. Am 30. März um 13 Uhr soll es in Dortmund eine friedliche Demonstration der DJs gegen den neuen Tarif geben. Höhepunkt wird die Zwischenkundgebung vor dem GEMA-Gebäude sein.

Eine spontane Idee kommt gut an

Ab dem 1. April: GEMA: Nun müssen DJs selbst zahlen Ab dem 1. April GEMA: Nun müssen DJs selbst zahlen Zum Artikel » Erst letzte Woche hatte der Düsseldorfer Daniel Storozhev aka DJ Zanooda die spontane Idee, eine Demonstration auf die Beine zu stellen. Auch er hat kein Verständnis für den Tarif, denn dadurch würden gerade die kleineren DJs sich leicht Schulden anhäufen. Finanziell würde sich das auch nicht mehr lohnen. Seine Hauptforderung ist: "Die GEMA muss reformiert werden! Es muss eine gemeinsame Lösung mit und zwischen den Künstlern entstehen. Mit der Demo wollen wir ein Zeichen setzen und Aufmerksamkeit erregen."

Daniel Storozhev kontaktierte den Veranstalter der letzten GEMA-Demo, holte sich ein paar Infos und erstellte die Facebook-Veranstaltung "GEMA nach Hause", die jetzt schon über 600 Zusagen hat. Auch die Polizei Dortmund hat keine Einwände gegen die Demo und hat den Termin für den Ostersamstag bestätigt.

"GEMA weg! Neue Tarife? Nicht mit uns!"

Demo Gema (image/jpeg) So sieht der Facebook-Banner der Demo-Veranstaltung aus. So lautet das Motto der Veranstaltung. Die Route der Demo ist zwar auch schon geplant, muss aber am 15. März noch von den Behörden bestätigt werden. Am Dortmunder Hbf soll sie anfangen und am Friedensplatz aufhören. Friedlich soll es auch generell zugehen, mit Line-Ups von DJs wie Maxcherry (Bootshaus/Köln), Florian van Triel (DOB/Dresden) oder BrettHit (Hitmusic/Mikroport/Ratingen), die auch am Mikro ihre Meinung sagen sollen. In den Zwischenkundgebungen soll es um Kostenmusterrechungen bezüglich des neuen Tarifs und um gesperrte Videos auf YouTube gehen. Noch steht nicht fest, ob auch Clubbetreiber zu Wort kommen. Daniel Storozhev wird selbst am Mikro stehen und ist jetzt schon nervös und gespannt, wie die Demonstration ankommen wird.

Er freut sich sehr über den Support der anderen DJs und dass so viele Leute schon zugesagt haben. Der Azubi trägt die Kosten für die Vorbereitung der Demo selbst und hofft auch auf Unterstützung der anderen Teilnehmer, zum Beispiel durch Bereitstellung von Soundanlagen. Am Ostersamstag um 13 Uhr geht’s los mit der Demo – mal schauen, ob die DJs damit etwas bewegen können.

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