Der Mann mit dem Mäusekopf

Musikproduzent "Deadmau5"

Wenn dieser Mann den roten Teppich betritt, geht das Blitzlichtgewitter los. Und das war auch schon so, als noch niemand den Musiker kannte. Denn der Herr mit dem bürgerlichen Namen Joel Zimmerman trägt immer einen riesigen Mäusekopf. Bei der Verleihung des Juno Musikpreises in Toronto sah er aus wie "Mickey Mouse trifft Chromfelge".

Bei der Preisverleihung in der kanadischen Metropole hatte Zimmerman ein Heimspiel. Hier hat der Kanadier seine Karriere als Musikproduzent und DJ begonnen und bei dem Event sorgte er zum ersten Mal mit dem Mäusekopf für Aufsehen. Das war 2008 und die ungewöhnliche Maskierung war über und über mit Kristallen besetzt. "Obwohl mich niemand erkannt hat, haben mich alle diese Reporter und Kamerateams aufgehalten, als ich über den roten Teppich ging", erklärt er auf seiner Webseite. Weil alle den Mann mit dem Mäusekopf interviewen und fotografieren wollten, kam er sogar zu spät zur Preisverleihung.

Unter dem Namen "Deadmau5" ist Zimmerman in der Electro-House und Progessive-House-Szene inzwischen eine feste Größe. 2005 begann er, Musik zu produzieren. 2007 stiegen sein bislang erfolgreichsten Singles "Not Exactly" und "Faxing Berlin" in die DJ-Charts ein. 2009 brachte er mit der band "Kaskade" "I remember" heraus. In den vergangenen Jahren hagelt es eine Menge Preise für Zimmerman.

Es begann mit einer toten Maus im PC

Die ungewöhnliche Schreibweise des Namens gehört zum Image. Der Spitzname selbst stammt allerdings noch aus der Zeit, bevor Zimmerman in der Musikbranche bekannt wurde. Der 29-Jährige wurde in Niagara Falls in Ontario geboren. Dort arbeitete er schon bei einer Radiosendung mit, und brachte den als DJ verstärkt den Computer mit ins Spiel. Später arbeitete er in Toronto - allerdings zunächst nur als Software-Entwickler für Musik.

Weil er einst eine tote Maus in seinem Computer fand, bekam er den Spitznamen "dead mouse". Und weil in der Computer- und Internetszene die Sprache oft ihre eigenen Wege geht, wählte Zimmerman die ungewöhnliche Schreibweise "Deadmau5". Wobei die 5 wie ein s ausgesprochen wird. Im Internet-Chat IRC durfte der Nickname nämlich nur acht Zeichen lang sein.

Das war der Beginn des Images, das Zimmerman nun nicht mehr ablegt. Ob an den Turntables bei Konzerten oder auf dem roten Teppich: der 29-Jährige tritt mit Mäusekopf auf. Und jedesmal ist er ander gestaltet, blinkt mit Kristallen, sieht grellrot nach Popart aus oder ähnelt ganz in Schwarz fast einem Insektenkopf. Ein spannendes Fotomotiv ist Deadmou5 jedenfalls immer.

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Quelle: rpo