Düsseldorfer Kult-Veranstaltung

"Cover Me Bad"-Festival steht trotz Besucherrekorden vor dem Aus

Düsseldorfer Kult-Veranstaltung: "Cover Me Bad"-Festival steht trotz Besucherrekorden vor dem Aus Düsseldorfer Kult-Veranstaltung: "Cover Me Bad"-Festival steht trotz Besucherrekorden vor dem Aus Foto: Veranstalter

Seit 2005 gibt es das "Cover Me Bad"-Festival in Düsseldorf. Über die Jahre hinweg ist es zu einer echten Institution geworden, in der jährlich rund 80 Düsseldorfer Bands zum Teil kuriose Cover-Versionen verschiedenster Hits zum Besten geben. Die Besucher sind immer wieder aufs Neue begeistert, 2013 wurde mit 1200 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt. Jetzt der Schock: Das Geld ist knapp, die Veranstaltung steht vor dem Aus.

Cover Me Bad Festivals 2013 | Samstag, 23. November 2013 Cover Me Bad Festivals 2013 | Samstag, 23. November 2013 Cover Me Bad Festivals 2013 | Samstag, 23. November 2013 Cover Me Bad Festivals 2013 // Sa 23.11.13 Stahlwerk 107 Fotos Für zehn Euro insgesamt 80 Musiker sehen, das gibt es wohl nur beim "Cover Me Bad"-Festival. Bei den Gästen kam das aber gut an, genau wie das Gesamtpaket des von den "Klosternschwestern" organisierten Events. "Hier stehen Künstler auf der Bühne, die in einer bestimmten Konstellation noch nie zusammen gespielt haben. Wir arbeiten viel mit Kostümen und waren mit unserer Party bislang sehr erfolgreich", sagt Philip Wilk, zuständig für die Pressearbeit bei den Klosterschwestern.

Doch Kostüme, Location und Dekoration, das alles kostet Geld. Insgesamt rund 20.000 Euro mussten die Veranstalter bislang Jahr für Jahr in die Veranstaltung investieren. Kein Problem, dank zahlreicher Sponsoren und der Unterstützung des Düsseldorfer Kulturamts. Doch 2013 war bei vielen Sponsoren kein gutes Jahr, sie fuhren die Investitionen zurück oder sprangen komplett ab. Hinzu kommt, dass das Kulturamt in Düsseldorf aus internen Gründen die Investitions-Summe verringert hat. "Das ist natürlich ein riesiger Rückschritt", räumt Wilk ein.

Kein Verzicht auf Kostüme

Doch ein kleineres, familiäreres Festival, vielleicht ohne Kostüme und dem ganzen Drumherum, das kommt für ihn nicht in Frage. "Wir haben den Anspruch uns jedes Jahr weiterzuentwickeln. Unser Anspruch ist es, nicht zurückzurudern", so Wilk. Also lieber einmal das Festival ausfallen lassen, als einen Schritt zurück machen.

Die Hoffnung hat er übrigens noch nicht aufgegeben für das am 22. November geplante Event. "Natürlich, vielleicht finden wir noch ein paar Sponsoren, die sagen 'genau das braucht Düsseldorf, das unterstützen wir gerne'", sagt Wilk. Auch gebe es Geldgeber, die ihre Unterstützung bereits wieder für 2015 zugesichert hätten. Das helfe jedoch nicht für die Planung in diesem Jahr.

Und was sagen die Bands? "Einige verstehen es, finden es natürlich schade. Andere haben kein Verständnis dafür, aber so ist das nunmal, die Sachen kosten Geld", räumt Wilk ein. Eine Spielstättenverlegung kommt für die Organisatoren indes nicht in Frage. "Das 'Cover Me Bad' ist in Düsseldorf entstanden, dort soll es auch erst einmal bleiben", so Wilk. Bleibt zu hoffen, dass diese Kult-Veranstaltung genügend Unterstützer findet.