Duisburg

Steile Sprünge, rasanter Rock bei "Extreme Playgrounds"

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Bereits zum dritten Mal gastierten die „T-Mobile Extreme Playgrounds“ im Landschaftspark Nord. Das sprunggewaltige BMX-Rad-Event lockte mit waghalsigen Sprüngen und erstklassigen Punk-Rock-Bands.

Mit fast selbstverständlicher Leichtigkeit und cooler Eleganz springen die BMX-Fahrer über die meterhohen Lehmhügel und bleiben über ihnen scheinbar einen Augenblick lang in der Luft stehen. Die Blicke der Zuschauer folgen ihnen in die Höhe, und noch bevor die Räder der Bikes wieder den Boden berühren, tobt das Publikum und belohnt die waghalsigen Sprünge mit tosendem Applaus.

4200 BMX-Fans

Die T-Mobile Extreme Playgrounds begeisterten am Wochenende in der Kraftzentrale im Landschaftspark rund 4200 BMX-Fans. Hier kämpften 27 Fahrer aus Deutschland, England, Frankreich, Polen, Österreich, der Schweiz, Australien und Amerika in den Disziplinen Mountainbike Slopestyle und BMX Dirt Jump um den Titel, unter ihnen der Duisburger Marius Lenders. Während sich die riesige Gebläsehalle langsam füllte, fuhren sich die Biker auf dem 70 Meter langen Parcours warm. Eine Pipeline aus Holz und sechs Lehmhügeln trennte sie dabei von der Zielgeraden, die manch einer auf dem Hoseboden statt auf auf dem Rad erreichte. „Von hier unten sieht das so super einfach aus, wie die Jungs fast schwerelos über die Piste segeln“, sagt Anne Scheyden, „doch wenn sie dann aus voller Höhe auf den Boden knallen, dann tut das schon beim Zusehen weh.“

Freihändige Saltos

Dass der Sport so einige Gefahren mit sich bringt und das Gefühl von „Man, das könnte ich auch“ tatsächlich nur ein Traum ist, ist bei dreifachen Drehungen und zweifachen freihändigen Saltos nicht von der Hand zu weisen. Was für den Laien ein halsbrecherischer Stunt ist, das ist für die Fahrer harte Arbeit und für die anwesenden Fans in ihrer Sprache ein „Cross-Up, Frontflip, Three-Sixty, Tailwhip oder Flair – da gibt es eine ganze Menge Kombinationen und Tricks“, erklärt Sebastian Klein.

Bei entspannter Punkmusik und einer durch den Sport bedingten coolen Atmosphäre hieß es für die Zuschauer derweil Prioritäten setzen. So entschieden sich einige von ihnen, sich lieber schon einmal vor die Bühne zu setzten statt an den Parcours zu drängen, um nach den ersten Rennen den Festival ähnlichen Teil der Veranstaltung hautnah zu erleben. Die Punktrocker von SUM41 und die kalifornische Alternative-Band AFI brachten die Menge im Alter von fünf bis 50 Jahren zum Rasen und bereiteten die Zuschauer für das Finale vor. Highlight des hochkarätigen Line-Ups war jedoch die Kult-Band Bad Religion, die der krönende Abschluss der Veranstaltung waren. Doch auch für diejenigen, die kein Ticket mehr für die ausverkauften Extreme Playgrounds ergattert hatten, lohnte sich das Kommen. In der X-Box-Lounge konnte virtuell geskatet werden.

Schon 2008 und 2009 hat sich die Kraftzentrale als idealer Austragungsort der „Extreme Playgrounds“ erwiesen. Für die diesjährige „Dirt Line“ – also den Hügel-Parcours – wurden 350 Quadratmeter Holzplatten, 1500 Schrauben und 200 Tonnen Erde verarbeitet. Auf diesem fuhren die Fahrer im K.O.-System um ein Preisgeld von 40000 Euro.

Über 100 Bilder von den Konzerten und Sprüngen gibt es im Nightflash!

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Quelle: rpo