Eurovision Song Contest in Düsseldorf

Raab sucht den neuen Song für Lena Meyer-Landrut

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Schon vor dem Song Contest am 14. Mai wird es zahlreiche große Shows geben: Der NDR und ProSieben planen die Sendung "Unser Lied für Lena". Außerdem sollen auch die Generalproben für die beiden Vorrunden und das Finale für Zuschauer geöffnet werden.

Die ARD und ProSieben bestimmen erneut gemeinsam den deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest. Nach Informationen unserer Zeitung planen die Sender für Februar 2011 drei Shows unter dem Titel "Unser Lied für Lena", um die Zuschauer entscheiden zu lassen, mit welchem Song Lena Meyer-Landrut am 14. Mai in der Düsseldorfer Esprit-Arena antritt. Die Teilnehmerländer müssen bis Ende Februar den Beitrag festgelegt haben, mit dem sie in den Sangeswettstreit starten.

Mit dieser Entscheidung wird Wirklichkeit, was Lena-Entdecker Stefan Raab ursprünglich nur im Überschwang erklärt hatte. In der Nacht des Sieges hatte er erklärt, Lena Meyer-Landrut werde 2011 wieder für Deutschland antreten. Dies war zunächst als Scherz aufgefasst worden, weil es in der Geschichte des Song Contest bisher unüblich war, dass ein Künstler seinen Titel verteidigt.

Letztlich setzte sich Raab mit seinen Argumenten durch: "Es gibt keine andere Möglichkeit, moralisch wie ethisch, dass die Siegerin bei der Europameisterschaft im eigenen Land den Titel verteidigt", sagt er wenige Tage nach dem Erfolg.

Lena gewann souverän

Die beiden Sender greifen auf das Erfolgskonzept aus diesem Jahr zurück – mit dem Unterschied, dass sie diesmal keinen Interpreten, sondern ein Lied casten. In der Show "Unser Star für Oslo" hatten ARD und ProSieben im Februar und März in acht Sendungen einen Künstler für den Song Contest gesucht und durch die Abstimmung der Fernsehzuschauer gewählt. Lena Meyer-Landrut galt von der ersten Sendung an als Favoritin, setzte sich souverän gegen ihre nationalen Mitstreiter durch und gewann in Oslo mit 246 Punkten.

Der Weg zur ersten Zusammenarbeit zwischen ARD und ProSieben beim Song Contest 2010 gestaltete sich als außergewöhnlich schwierige Geburt. Nachdem alle NDR-Selbstversuche zur Aufwertung des Wettbewerbs (mal mit Publikumsentscheid, mal mit Jury) gescheitert waren, brachte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber im Mai 2009 die Idee einer Kooperation mit Stefan Raab und ProSieben ins Gespräch. Doch Schneider und Raab scheiterten an den schwerfälligen Gremien der ARD. Raab sagte entnervt ab.

Doch Schreiber ließ nicht locker. Er überzeugte schließlich die ARD, dass es wenig Sinn mache, die Rechte am Wettbewerb zu haben, ohne daraus wieder ein Fernsehereignis machen zu können. Stefan Raab kehrte zurück, im September 2009 stand die erste Kooperation der ARD mit einem Privatsender. "Für die Tatsache, dass die ARD beteiligt ist, ging es sehr schnell", feixte Raab bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Dank Lena gelang es Schreiber und Raab sogar, die ARD-Radiosender 1live, SWR 3, NDR 2, Bayern 3, Fritz, Jump, HR 3, SR1 Europawelle und Bremen 4 zum Mitziehen zu bewegen, die sich in den Jahren zuvor bei der Berichterstattung auffällig zurückgehalten hatten. Offenbar ein Thema, an dem Schreiber noch einmal nacharbeiten muss: WDR 2 erwähnte die Song-Contest-Entscheidung für Düsseldorf gestern Abend in den Nachrichten um 20 Uhr mit keinem Wort.

Deutsche Kandidatin ist bereits gesetzt

Das Ergebnis der neuerlichen Zusammenarbeit von ARD und ProSieben wird um den 1. Mai in Düsseldorf zu erleben sein. Die Delegationen aus den Teilnehmerländern werden in den ersten zwei Maiwochen in der NRW-Landeshauptstadt proben. Während einige Länder sich zunächst in Vorrunden für das Finale qualifizieren müssen (10. und 12. Mai), ist Lena für den 14. Mai bereits gesetzt.

Einen Tag vorher können Zuschauer sie live bei den beiden Generalproben erleben. Der NDR plant, auch diese für das Publikum zu öffnen und Eintrittskarten dafür zu verkaufen. Das sei auch wichtig, um die Atmosphäre und Akustik in der Düsseldorfer Arena kennenzulernen. Außerdem ließen sich die Produktionskosten von 25 bis 30 Millionen Euro so leichter refinanzieren.

Wer die Moderatoren des Song Contests sein werden, ließ der NDR gestern offen. Während Raab für "Ein Lied für Lena" auf bewährte Kräfte wie Matthias Opdenhövel setzten kann, will der NDR sorgfältig suchen. "Die Moderatoren müssen über exzellente Englischkenntnisse verfügen und mindestens einer muss auch sehr gut Französisch sprechen", sagte Projektleiter Ralf Quibeldey gestern. Und sie müssen eine große Ausstrahlung besitzen. Schließlich ist das ein Ereignis mit bis zu 45 Teilnehmerländern. Bei der Fußball-WM sind es nur 32."

Eure Meinung

Der Eurovision Song Contest wird 2011 aus Düsseldorf gesendet. Das bedeutet: Lena wird ihren Titel in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt verteidigen. Wir wollen eure Meinung! Schreibt uns hier.

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Quelle: rpo