Eurovision Song Contest

Stefan Raab hilft ARD jetzt doch

Das Imperium Stefan Raab: Stefan Raabs größte Erfolge Das Imperium Stefan Raab: Stefan Raabs größte Erfolge Das Imperium Stefan Raab: Stefan Raabs größte Erfolge Das Imperium Stefan Raab Stefan Raabs größte Erfolge 21 Fotos Nun also doch: Stefan Raab will der ARD bei der Suche nach einem erfolgreichen deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contests helfen. Raab werde 2010 gemeinsam mit der ARD, seinem Sender Prosieben und den Pop- und jungen Wellen des ARD-Hörfunks den deutschen Beitrag für das Finale des Grand Prix suchen. Laut der Mitteilung des NDR ist ein bundesweites Casting mit 20 Finalisten vorgesehen, bei dem abwechselnd in der ARD und auf Prosieben in acht Folgen der Gewinner ermittelt wird. Anchor-Man und Juryvorsitzender in allen acht Sendungen ist Raab, der dabei von Mitjuroren aus der Musik- und Entertainmentbranche unterstützt wird. Gesucht werden laut NDR "junge, bislang noch nicht bekannte Künstler". Die genauen Bewerbungskriterien werden im Spätsommer veröffentlicht.

Raab hat bereits dreimal erfolgreich an dem europäischen Gesangwettbewerb teilgenommen, einmal selbst als Sänger (2000, Platz 5) und Produzent und zweimal nur als Produzent: 1998 für Guildo Horn, der Platz sieben erreichte, 2004 für Max Mutzke, der auf Platz acht landete.

Noch im Mai, kurz nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Teilnehmer "Alex swings, Oscar sings", hatte Raab der ARD nach tagelangen Spekulationen abgesagt, weil die Entscheidungswege in dem Senderverbund zu kompliziert seien. In einem Interview mit dem "Spiegel" fand Raab deutlich Worte als Begründung: "Der NDR hat uns um Hilfe gebeten. Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest."

Raab hatte 2005 den Bundesvision Song Contest ins Leben gerufen, der inzwischen als eins der wichtigsten Musik-Events in Deutschland gilt. Es treten meist hochkarätige Bands aus den Bundesländern gegeneinander an, darunter waren unter anderem Peter Fox, Subway to Sally, Seeed, Clueso und Juli.

Deutschland landete in den letzten Jahren beim Eurovision Song Contest immer wieder auf enttäuschenden hinteren Rängen, 2008 sogar auf dem letzten Platz. Das deutsche Grand-Prix-Duo "Alex swings, Oscar sings" mit seinem Titel "Miss Kiss Kiss Bang" war im Finale in Moskau nur auf dem 20. Platz unter 25 Teilnehmern gelandet. In diesem Jahr hatte der federführende NDR nach dem letzten Platz der No Angels 2008 auf einen deutschen Vorentscheid und ein Publikumsvotum verzichtet und zum 54. Song Contest einen Direktkandidaten geschickt.

Quelle: rpo