Konzert im Stahlwerk am Mittwoch

Aki Bosse im Interview

Konzert im Stahlwerk am Mittwoch: Aki Bosse im Interview Konzert im Stahlwerk am Mittwoch: Aki Bosse im Interview Foto: dpa/Uwe Anspach

Wir sprachen mit Axel „Aki“ Bosse – Frontmann der Band Bosse – über die Melancholie in seinen Liedern, die doppelte Teilnahme und den Sieg beim "Bundesvision Song Contest 2013" sowie Lampenfieber bei Konzerten. Am Mittwoch tritt der sympathische Braunschweiger im Düsseldorfer Stahlwerk auf.

Bosse live | Mittwoch, 19. Februar 2014 Bosse live | Mittwoch, 19. Februar 2014 Bosse live | Mittwoch, 19. Februar 2014 Bosse live // Mi 19.02.14 Stahlwerk 81 Fotos Bosse ist ein begnadeter Beobachter und feinsinniger Geschichtenerzähler. Die Protagonisten seiner Songs: nah und so nachvollziehbar. Man will unbedingt mehr von ihnen wissen und daher haben wir mit dem sehr netten Musiker telefoniert und ihm ein paar Fragen gestellt.

Nennt dich eigentlich noch jemand Axel?

Bosse: Alle meine Freunde nennen mich Aki. Axel erinnert mich an einen Besuch beim Amt. Das ist der einzige Ort, wo ich noch Axel genannt werde.

Dann bleiben wir auch bei Aki. Es ist zwar nun schon was her, aber uns interessiert natürlich auch deine private Seite. Wie feiert Aki Bosse Silvester?

Bosse: Da wir eine kleine Tochter haben, haben wir Zuhause gefeiert. Zusammen mit etwa 50 Freunden. Die habe ich dann alle bekocht, denn es macht mir viel Spaß, mich um alle zu kümmern. Dafür bin ich am 31. Dezember auch gerne um 6 Uhr morgens aufgestanden. Und wir haben dann auch bis 9 Uhr in der Frühe gefeiert.

Mit 17 hattest du deinen ersten Plattenvertrag. Das ist nun schon rund 17 Jahre her. Wie hat sich seitdem dein Sound verändert?

Aki Bosse im Interview: 10 private Fun-Facts über Bosse Aki Bosse im Interview: 10 private Fun-Facts über Bosse Aki Bosse im Interview: 10 private Fun-Facts über Bosse Aki Bosse im Interview 10 private Fun-Facts über Bosse 11 Fotos Bosse: Als ich mein erstes Album aufgenommen habe, steckte ich noch in der musikalischen Pubertät. Ich hatte große Träume, wollte ein großer Künstler, großer Musiker werden, bis ich mit 24 gemerkt habe: Ich bin das nicht. Ich bin nicht der Künstler-Typ. Ich mag es, morgens aufzustehen. Klarheit und Struktur zu haben. In klaren Verhältnissen zu leben. Ich lerne ständig viel Neues dazu und so entwickelt sich der Stil weiter. Die alten Sachen sind auch nicht mehr mein Fall. Seit einigen Jahren bin ich aber an den Punkt gelangt, wo ich Musik mache, die mir auch heute gefällt und anscheinend auch den Leuten.

Wieso klingen viele deiner Songs so melancholisch?

Bosse: Melancholie ist für mich einer der Hauptgründe, weswegen ich gerne Musik höre. Ich finde, dass Musik immer einen Grund, einen Auftrag braucht: Zwischenmenschliche Fallhöhen, Verstrickungen, Liebe oder die kaputte Gesellschaft.

Du hast Stefan Raabs "Bundesvision Song Contest" im September letzten Jahres mit dem Song „So oder so“ gewonnen. Wie wichtig war dir der Erfolg?

Bosse: 2011 habe ich teilgenommen, weil es in Deutschland sonst fast unmöglich ist, zur besten Sendezeit mit einem Halbplayback ins Fernsehen zu kommen. Das war auch der Grund der erneuten Teilnahme 2013. Über den Gewinn hab ich mich dann riesig gefreut, weil es ein Publikumspreis ist. Den ganzen Medienrummel nach dem Sieg hab ich aber verpasst, weil ich direkt im Anschluss an die Sendung in den Urlaub geflogen bin, der schon länger geplant war. Da sieht man, dass ich nicht wirklich mit dem Sieg gerechnet habe.

Deine Kraniche-Tour im letzten Jahr war komplett ausverkauft. Hast du eigentlich noch Lampenfieber, wenn du in vollen Hallen auftrittst?

Bosse: Aufgeregt bin ich immer, aber die Aufregung ist eher positiv. Ich hab eine super Crew und weiß, dass der Sound immer gut sein wird und es wenig Unsicherheiten vor dem Auftritt gibt. Daher hat sich mit den Jahren die negative Aufregung gelegt.

Und merkst du einen Unterschied beim Publikum, wenn du quer durch die Konzertsäle der Republik reist?

Bosse: Eigentlich nicht. Ich hab ein bestimmtes Publikum, das in verschiedenen Städten ähnlich ist – wie ja auch Studenten in Chemnitz oder Düsseldorf ähnlich sind. Da merke ich keine regionalen Unterschiede.

Warst du schon mal privat in Düsseldorf?

Bosse: Ich war mit unserem Bassisten Theofilos Fotiadis schon mal im Nachtleben unterwegs. Der kommt ja aus Düsseldorf. Anosonsten bin ich Frühaufsteher und gehe gerne joggen. Da werde ich mir für nach dem Konzert eine gute Strecke aussuchen. Düsseldorf soll ja richtig schöne Jogging-Strecken haben. Ich freu mich aufs Konzert und die Stadt.

Am Ende des Interviews beantwortete uns Aki Bosse noch schnell 10 schnelle Fun-Facts wie Männerabend oder Candle-Light-Dinner, Putenbrustsalat oder Burger, Hund oder Katze etc. Die Auflösung gibt’s in unserer Fotostrecke.

Bosse im Stahlwerk (Düsseldorf, Ronsdorfer Str. 134), am Mittwoch, den 19. Februar 2014, ab 20 Uhr, Einlass 18.30 Uhr, Eintritt 26 Euro. Tickets gibt’s an allen bekannten VVK-Stellen.