Take-That-Konzert in Düsseldorf

Robbie Williams - Solist mit Band

Take-That-Konzert in Düsseldorf: Robbie Williams - Solist mit Band Take-That-Konzert in Düsseldorf: Robbie Williams - Solist mit Band Foto: AFP
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Wenn Robbie Williams zusammen mit seinen Kollegen von Take That am Montagabend in der Esprit-Arena in Düsseldorf auftritt, sehen die Fans einen begnadeten Entertainer. Der 37-Jährige zelebriert seine Sonderrolle in dem Quintett.

Popstar: Robbie Williams: Hochzeit, Frauen und Karriere Popstar: Robbie Williams: Hochzeit, Frauen und Karriere Popstar: Robbie Williams: Hochzeit, Frauen und Karriere Popstar Robbie Williams: Hochzeit, Frauen und Karriere 23 Fotos Düsseldorf Robbie Williams wird in Düsseldorf einschweben. Wie man es von seinen früheren Auftritten gewohnt ist, sucht der Brite den spektakulären Auftritt, und das gerne von den Decken der größten Arenen dieser Welt. Während Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange heute Abend zunächst zu viert auf die Bühne treten und gemeinsame Hits spielen werden, wird Robbie zur Beatles-Melodie von „Sergeant Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ einfliegen. Er ist und bleibt der Solist in der wiedervereinigten Boyband.

Robbie Williams, der im Alter von 15 Jahren als Mitglied der Boyband Take That ins Rampenlicht katapultiert wurde, hatte nicht die Zeit, in Ruhe herauszufinden, wer er ist, was er kann oder was er sich zutraut. Er musste es in aller Öffentlichkeit tun, jeder Schritt wurde beobachtet, jede Heldentat bejubelt und jeder Fehltritt verurteilt. Er war der Strahlemann der erfolgreichsten Teenie-Band der 90er und litt gleichzeitig bitter darunter, nur der Strahlemann und nicht der Chef zu sein. Er fand es super, dass er den Kasper geben durfte, der in TV-Shows seinen blanken Hintern zeigte, und empfand es trotzdem als tiefe Ungerechtigkeit, dass der biedere Gary Barlow, Songschreiber und Kopf von Take That, als Mastermind gefeiert wurde.

TV: Robbie Williams: Überraschunsgbesuch bei "Popstars" TV: Robbie Williams: Überraschunsgbesuch bei "Popstars" TV: Robbie Williams: Überraschunsgbesuch bei "Popstars" TV Robbie Williams: Überraschunsgbesuch bei "Popstars" 10 Fotos Als er 1995 nach etlichen Alkohol- und Drogenexzessen aus der Band flog, zelebrierte er das als einen Akt der Befreiung. Endlich raus aus der Boyband-Mühle, endlich frei sein und auf die Konventionen pfeifen, die das Popstar-Leben im Bravo-Kosmos mit sich bringt. Er soff öffentlich, er pries Kokain und Ecstacy und hing sich an die damals angesagten Rocker von Oasis, um die größtmögliche Distanz zwischen sich und sein altes Leben als Teenie-Idol zu schaffen.

Gleichzeitig ließ er, der angeblich nichts mehr von Take That wissen wollte, keine Gelegenheit aus, um verbal auf Gary Barlow einzudreschen. Bis zu ihrer Versöhnung im Jahr 2008 war der Mann sein Ventil, um seinen ganzen Frust über den bitteren Abgang aus der Band loszuwerden. Selbst als Robbie Williams ein Weltstar und Gary Barlow längst vergessen war - Take That hatten sich ein Jahr nach Williams? Rauswurf aufgelöst - musste die Enttäuschung über den Liebesentzug raus. Legendär ist sein Auftritt in einem Londoner Plattenladen, in dem er 1997 die böse gefloppte Solo-CD von Gary Barlow mit den Worten zurückbrachte: „Das hier ist Scheißmusik, ich will sofort meine 15 Pfund zurück!“

Heute, nach der Wiedervereinigung der Band, deren triumphale Welttournee sie durch ausverkaufte Hallen führt, kann er sein Verhalten einordnen. „Ich fühlte mich so verletzt nach dem Ende von Take That. Menschen, die ich geliebt hatte, haben mich schlecht behandelt.“ Offen gibt er zu, dass er Gary Barlow zerstören wollte. Dass der ruhige Barlow während der Zeit bei Take That offenbar problemlos mit dem Ruhm klarkam und einen Hit nach dem anderen schrieb, empfand der manisch-depressive Robbie als andauernde Provokation.

So extrem, wie er ihn damals angriff, so übertrieben feiert er nun die neu entdeckte Freundschaft. Robbie, der Superstar, der als Solokünstler 70 Millionen Alben verkaufte, sagt nun, sein Schicksal liege in den „talentierten Händen von Gary Barlow“. Er sei froh, wieder Teil einer Gruppe zu sein.

Keiner, das wissen seine Bandkollegen, kann Massen so spielerisch mitreißen wie er. Sie leben damit, solange er abseits der Bühne den geläuterten Teamplayer gibt.

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