Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis

Boyband made in Britain: Wer sind eigentlich "One Direction"?

Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis: Boyband made in Britain: Wer sind eigentlich "One Direction"? Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis: Boyband made in Britain: Wer sind eigentlich "One Direction"? Foto: dpa, Oliver Berg
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Eigentlich hatten wir in der Redaktion nicht damit gerechnet, dass es schon in so jungen Jahren geschieht, aber nun ist es offenbar soweit: Eine Schande, wir kennen die aktuellen Stars der Popmusik nicht mehr. Nachdem die britische Boyband "One Direction" bei der Bambi Verleihung 2012 auch hier in Düsseldorf für ungehaltenen Kreisch-Alarm sorgte, ist es also höchste Zeit, sich etwas zu bilden, oder? Hier erfahrt ihr alles über die Karriere der fünf Wunderknaben, die sogar als "die neuen Take That" gehypt werden.

Eine Karriere wie im modernen Disney-Märchen

Ihre kometenhafte Karriere liest sich glatt wie ein modernes Disney-Märchen: Harry Styles, Zayn Malik, Liam Payne, Louis Tomlinson und Niall Horan nahmen vor zwei Jahren alle als Einzelkünstler an der britischen Ausgabe von „X-Factor“ teil und traten gegeneinander an. Geschafft haben sie es nur bis ins sogenannte „Bootcamp“ - aus der Traum von der großen Popstar-Karriere. Zu dem Zeitpunkt ahnte jedoch keiner der Teenieschwärme, dass man Großes mit ihnen vorhatte: Gemeinsam sollten die Fünf als jüngste Boyband in die „X-Factor“-Geschichte eingehen.

Was danach folgte, kennt man so nur von den Backstreet Boys, N'Sync oder eben Take That. Auf Anhieb schoss ihre erste Single „What makes you beautiful“ an die Spitze der britischen Charts. Vorerst kein allzu verwunderliches Phänomen für frischgebackene Castingshow-Stars. Aber auch Single Nummer zwei und drei („Gotta Be You“ und „One Thing“) und ihr Debütalbum „Up All Night“ belagerten die Spitze der UK-Charts. Es folgten restlos ausverkaufte Tourneen und ein BRIT-Award für „What makes you beautiful“ als „Beste britische Single“.

Kaum waren sie in Großbritannien bekannt, packte das „1D-Fieber“ auch Europa, Südamerika, Australien und Asien. Als wäre das allein noch nicht genug, schafften es Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis im Anschluss auch noch in den USA von Null auf Platz Eins der Albumcharts. Solch ein Chartseinstieg war in Amerika nicht einmal den Beatles gelungen. Spätestens das sollte bei den fünf zwischen 19- und 21-Jährigen „Sängern“ doch für schlaflose Nächte sorgen, oder?


One Direction -- One Thing - MyVideo

900 Quadratmeter großer One Direction Store in New York

One Direction fan artikel (image/jpeg) Eine kleine Auswahl der 1D-Fanartikel. Noch erschreckender als ihre weltweiten Charterfolge, bald 100 Millionen YouTube-Views und ihre 11 Millionen Facebook-Fans ist allerdings die Tatsache, dass es in New York und Australien nun einen 900 Quadratmeter (!!!) großen One Direction-Fanshop gibt. Angefangen von gefühlten 100 verschiedenen Fanshirts, Pullovern, der unabdingbaren Fanbettwäsche für süße Träume, Armbändchen, Kissen, Poster, Adventskalendern, Nikolausmützen bis hin zu Jumpsuits, Miniatur-Figuren der Fünf, Schals und Bildbänden, gibt’s hier für viel Geld wirklich alles, was die weihnachtliche Wunschliste von Sarah, Lisa und Caroline begehrt. Irgendwie unfair, dass sie damit nun auch noch die höchsten Merchandising-Umsätze einer Boyband seit den Tagen von 'N Sync einstreichen konnten.

one direction store (image/jpeg)

One Direction - die neuen Take That?

Was ist denn dran an den Jungs, dass sie all die Boyband-Helden "unserer" Jugend in den Schatten stellen und in sämtlichen Zeitschriften der Welt als "die neuen Take That" betitelt werden? Gibt es tatsächlich so viele Millionen zwölfjährige Mädchen wie One Direction CDs verkauft? Nach mehrfachem Test-Hören ihrer Singles (aus rein beruflichem Interesse natürlich ;-)) muss man zumindest anerkennend zugeben, dass ihre Songs gar nicht mal so boybandisch mies klingen, wie erwartet.

Eher im Gegenteil: Ihre Hits sind ziemliche Ohrwürmer und klingen nach gutem, altem britischen Pop. Mag wohl daran liegen, dass an der ersten Single Hitmaschinen wie Carl Falk (Taio Cruz, Nicole Scherzinger, Boyzone u.a.), Savan Kotecha (Britney Spears, Leona Lewis, Enrique Iglesias u.a.) und Rami Yacoub (P!NK, Bon Jovi, Celine Dion u.a.) mitwirkten. Beim Debütalbum hatten außerdem auch RedOne, Ed Sheeran, Kelly Clarkson, Tom Fletcher, Steve Mac und Toby Gad ihre Finger mit im Spiel.

Freuen wir uns also einfach auf den Tag, an dem ihre Stimmen etwas männlicher klingen und sie uns genau wie Take That Hits liefern, die wir never forgetten möchten. Das Potenzial haben sie schließlich – und auch Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald, Jason Orange und Robbie Williams sahen einmal "so" aus: