Neues Album "Mama Ich Blute"

Kompliment an "The toten Crackhuren im Kofferraum"

Neues Album "Mama Ich Blute": Kompliment an "The toten Crackhuren im Kofferraum" Neues Album "Mama Ich Blute": Kompliment an "The toten Crackhuren im Kofferraum" Foto: Destiny Records
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Nicht selten beschleicht einen das Gefühl, dass wirklich jeder Tuppes mit jeder noch so komischen Idee Geld verdienen kann. Ganz selten bis nie folgt darauf jedoch ein eigener Versuch. Welche, die es versucht haben, sind "The toten Crackhuren im Kofferraum", kurz "The TCHIK". Anders lassen sich Bandname und Musik wohl nicht erklären.

Mit dem Song "Ich und mein Pony" und einem trashig-skurrilen Videoclip fing alles an. Heute besteht das Kollektiv der "The toten Crackhuren im Kofferraum" aus bis zu elf überwiegend weiblichen Personen, die tatsächlich ein Label für ihre zwölf neuen Songs gefunden haben. "Mama Ich Blute" heißt das neuste Werk der Gruppe, die beim diesjährigen Bundesvision Songcontest für (Trommelwirbel) Sachsen antreten darf.

Einen musikalischen Bogen wollen sie schlagen – vom kratzbürstigen frühachtziger Female-Punkrock über den US-Riot-Grrrl-Sound der Neunziger und den Electroclash der Nullerjahre bis hin zu zeitgenössischen Electro-Druffiebands wie Deichkind. Was sich auf dem Papier gut anhört, klingt im Ohr wie nervtötender Krach. Schade eigentlich, denn ihre Texte sind gar nicht mal so unclever.

Kompliment also dafür, dass sie dieses Trash-Projekt bis zum eigenen Album gehievt haben und für jenes sogar Bela B. für einen Song gewinnen konnten. Ob sie damit jedoch wirklich Geld verdienen werden, sei den reißerrischen Kommentaren unter ihren YouTube-Videos überlassen.