"Satisfaction" - auch nach 50 Jahren

Rolling Stones feiern 50. Bühnenjubiläum

"Satisfaction" - auch nach 50 Jahren: Rolling Stones feiern 50. Bühnenjubiläum "Satisfaction" - auch nach 50 Jahren: Rolling Stones feiern 50. Bühnenjubiläum Foto: dpa, epa Andrew Gombert

Wer in Londons Oxford Street shoppen geht, läuft meist achtlos an Hausnummer 165 vorbei. Kein Wunder, denn heute befindet sich hier nur noch eine Bankfiliale. Vor 50 Jahren jedoch - am 12. Juli 1962 - feierten Legenden der Rock-Geschichte Bühnenpremiere im damaligen Club The Marquee: die Rolling Stones.

Mick Jagger, Keith Richards und Brian Jones traten damals gemeinsam mit drei weiteren Musikerkollegen erstmals unter dem Bandnamen auf, der später weltweit Furore machen sollte. Und der nicht nur für Rock'n Roll, sondern auch für jede Menge Schlagzeilen über Sex'n Drugs steht. Jagger und Richards, schon seit Kindertagen befreundet, waren beim Auftritt im Marquee Club gerade mal 18. Brian Jones, der 1969 in seinem Swimming-Pool ertrank, war 20.

Mehr als 200 Millionen verkaufte Alben

Heute sind die Stones - deren Band-Zusammensetzung sich im Laufe der Jahrzehnte mehrfach änderte - im Rentenalter und können auf eine Weltkarriere zurückblicken, die ihnen unter anderem mehr als 200 Millionen verkaufte Alben einbrachte. Titel wie "(I Can't Get No) Satisfaction", "Jumpin' Jack Flash" oder "Brown Sugar" bleiben bis heute Hits, auch wenn sie längst nicht mehr ganz oben in den Charts stehen.

Fans der Altrocker spekulieren nun mit Spannung darüber, ob es rund um den Jahrestag des Stones-Jubiläums vielleicht einen Jubiläums-Gig geben könnte. Das Musikmagazin "Rolling Stone" - benannt nach dem Blues-Song, der auch den Rolling Stones ihren Namen gab - berichtete jüngst, dass Jagger, Richards und ihre Bandkollegen über mindestens ein Live-Konzert noch in diesem Jahr nachdächten. Damit wollten sie an ihr Bühnenjubiläum erinnern. Doch zu hören und zu lesen sind derzeit vor allem Äußerungen der Stones, wann und wo sie nicht spielen werden.

Spekulationen um eine Tournee

Welttournee: Rolling Stones: Bigger Bang in Toronto Welttournee: Rolling Stones: Bigger Bang in Toronto Welttournee: Rolling Stones: Bigger Bang in Toronto Welttournee Rolling Stones: Bigger Bang in Toronto 8 Fotos Gitarrist Richards erklärte, es werde dieses Jahr keine Tournee geben - obwohl die Stones erstmals seit fünf Jahren wieder zusammen probten. "Wir sind einfach noch nicht startklar", sagte er dem "Rolling Stone" im März und fügte hinzu, das Jahr 2013 sei ein "realistischeres" Datum für eine Tournee. Mick Jagger dementierte derweil via Twitter Mutmaßungen, die Stones wollten anlässlich der in zweieinhalb Wochen beginnenden Olympischen Spiele in London auftreten. "Wir spielen bei den Olympischen Spielen nicht, aber ich freue mich schon darauf, sie mir anzuschauen - wie alle anderen Leute auch!", teilte er mit.

Die Stones wiesen auch Berichte zurück, wonach sie beim Glastonbury-Festival im kommenden Jahr ein Live-Konzert geben wollen. In einer Erklärung der Rockband heißt es, die Veranstaltung sei "nicht Teil unserer Planung".

Immerhin können sich hartgesottene Fans auf eine Fotoausstellung in London freuen, die pünktlich zum Bühnenjubiläum im Somerset House eröffnet werden soll. Zur Eröffnung werden auch Bandmitglieder erwartet. Und im September wird eine Dokumentation die Erfolgsgeschichte der Band von ihren Anfängen bis heute präsentieren.

Eine Erfolgsgeschichte, die nicht immer auch eine harmonische Geschichte war

Keith Richards im Interview: Rolling Stones gehen 2011 wieder auf Tour Keith Richards im Interview Rolling Stones gehen 2011 wieder auf Tour Zum Artikel » Wegen der oft sehr gespannten Beziehung zwischen Jagger und Richards, die der harte Kern der Stones sind kam es 2010 beispielsweise wieder einmal zum Streit, als Richards seinem Bandpartner Jagger in seiner Autobiografie kräftige Seitenhiebe verpasste - unter anderem, weil Jagger sich von der britischen Queen zum Ritter hatte schlagen lassen. Richards, der in den Hochzeiten der Stones für seinen Alkohol- und Drogenkonsum berüchtigt war, lästerte, er habe Jagger den Spitznamen "Majestät" verpasst.

An anderer Stelle in seinem Buch lässt Richards durchblicken, mit Jaggers Männlichkeit sei es nicht allzu weit her - sie sei "winzig". Dies wiederum rief Jaggers Ex-Frau, das Model Jerry Hall, auf den Plan. Sie warf Richards vor, einfach nur neidisch zu sein, und sagte dem britischen Rundfunksender BBC, Jagger sei vielmehr "sehr gut ausgestattet".

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