"Partyersatzsong" von Sasha in Düsseldorf produziert

Schrott-Song oder Mega-Hit?

"Partyersatzsong" von Sasha in Düsseldorf produziert: Schrott-Song oder Mega-Hit? "Partyersatzsong" von Sasha in Düsseldorf produziert: Schrott-Song oder Mega-Hit? Foto: Screenshot YouTube Digster Pop, Ben Wolf

Eigentlich sollte Musiker Sasha von Klaas Heufer-Umlauf in der ProSieben-Sendung Late Night Berlin blamiert werden. Eigentlich. Denn nun könnte der vielseitige Sänger aus einem Gag seinen vielleicht größten Erfolg landen. Denn der Song „Party, Party, Party (Partyersatzsong) hat nicht nur Ohrwurm, sondern Hit-Potential und könnte die Charts stürmen. Produziert wurde der Track im Düsseldorfer Studio LoonyLabs von Justus Großkreutz (Foto unten, von rechts nach links), Sebastian Kihm und David Koch.

Plötzlich klingelt das Telefon von Sebastian Kihm. An der Leitung: Sasha. Und er hat es eilig. Sehr eilig. Denn ein als Gag gedachter Song in der Sendung Late Night Berlin geht in den YouTube-Kommentaren durch die Decke. Bei einer angeblichen Marktforschung zu neuen Songs von Sasha, sollten die Teilnehmer - wie sie dachten - mitbestimmen, welche Songs Sasha als nächstes auf den Markt bringen soll. Das Team von Klaas Heufer-Umlauf hat sich bemüht extra schlechte Song-Texte zu schreiben und diese meist auf bekannte Melodien gesetzt. Alles unter der Vorgabe „Klaas blamiert Sasha: Schrott-Songs in der Marktforschung“ und mit dem Ziel herauszufinden, wie wütend Musik machen kann und wie weit ein Star gehen kann, wenn er sich musikalisch neu erfinden will. Die gesamte Folge vom 26. Oktober 2020 könnt ihr euch übrigens hier kostenlos im Stream anschauen! 

LoonyLabs Studio Foto (image/jpeg) David Koch (von links), Sebastian Kihm und Justus Großkreutz in ihrem Studio LoonyLabs.

Lustigerweise gab’s dabei auch Songs, die bei der vorgegaukelten Marktforschungsgruppe ganz gut abschnitten. Der Song „Party, Party, Party“ bekam allerdings von allen einen Daumen nach unten. Dafür gab’s aber viele Daumen nach oben auf YouTube, wo man Ausschnitte der Sendung sehen kann. Und in der Kommentar-Spalte wird gefordert, dass der Song wirklich aufgenommen wird:

„Bitte ballert "Bis in den Morgen" bei Spotify, YouTube egal wo rein, das wird sowas von ein Hit. Egal ob beim feiern, putzen oder in der guten alten Kreisligakabine. Ein absoluter Hit.“

Ein ähnliches Gefühl hatte auch Klaas Heufer-Umlauf in seiner Sendung:

„Ich habe nie gesagt, dass dieser Song intelligent, schön oder toll getextet ist. Aber eins kann ich Ihnen versprechen. Sie kriegen ihn nie wieder aus dem Kopf!“

Daher musste alles ganz schnell gehen und da hatte Sasha wohl die gute und stets schnelle Zusammenarbeiten mit dem Düsseldorfer Studio LoonyLabs im Kopf. „Wir haben von seinen Songs ein paar Remixe gemacht und die Zusammenarbeit lief immer zügig und unkompliziert ab“, erklärt sich Sebastian Kihm den Anruf. Und so kam der Musiker schon am nächsten Tag ins Düsseldorfer Studio und sang den Text ein. „Das ging wirklich alles sehr, sehr schnell!“, zeigt sich Sebastian Kihm vom Tempo begeistert. Nach rund 3 Stunden stand das musikalische Gerüst zum Text und Sasha drückte den Produzenten eine Nummer der Universal Music Group in die Hand, damit sie den Feinschliff selbst mit dem großen Label besprechen. Währenddessen wurde schon das Video zum Song gedreht und am 9. November auf YouTube veröffentlicht.

Hier könnt ihr euch den Clip zu Sashas„Party, Party, Party, Party, Party“ (Partyersatzsong) anschauen!

Sasha Youtube (image/jpeg) Für das Video den Link oben anklicken!

Der Text und die Wiederholungen sind so einfach, dass man schon beim ersten Hören mitsingen kann. Hinzu kommen die eingängigen Party-Akkorde, die an „Get Lucky“ von Daft Punk ft. Pharrell Williams erinnern. Und schon gehen diese Zeilen nicht mehr aus dem Kopf:

Sektkorken knallen, wir machen Party,
Party, Party, Party, Party, Party

Dann tanzen wir unter Konfetti,
Fetti, Fetti, Fetti, Fetti, Fetti,

Keiner denkt heute schon an Morgen,
Morgen, Morgen, Morgen, Morgen, Morgen,

Für Corona machen wir ne Pause,
Pause, Pause, Pause, Pause, Pause,
Bleiben jetzt erstmal Zuhause,
Hause, Hause, Hause, Hause,

Und wir können die Worte von Klaas Heufer-Umlauf aus seiner Sendung nur unterstreichen: „Man soll keine Partys machen, man kann keine Partys machen - aber man braucht doch Ersatz!“ Und genau das bietet dieser Song. Dieses Gefühl nach dem achten Bier glücklich auf der Tanzfläche zu stehen, alles um sich herum zu vergessen und laut zu brüllen: Party, Party, Party, Party, Party |tanzen, tanzen, tanzen, tanzen, tanzen| Fetti, Fetti, Fetti, Fetti, Fetti, Fetti!

Zugegeben: Das Niveau ist nicht gerade hoch. Das war auch nie beabsichtigt - ganz im Gegenteil. Aber der Song macht einfach Spaß! Und zum Selbst-Test haben wir Zuhause nach einer halben Flasche Wein auch dazu getanzt. Um mit den Worten von Klaas Heufer-Umlauf abzuschließen: „Ein Song, der ausversehen kultig geworden ist!“ Und jetzt Video anklicken, Ton voll aufdrehen und los geht die Party, Party, Party, Party, Party!

Hier bekommt ihr den Song auf diversen Anbietern wie Amazon Music, Spotify, iTunes, deezer & Co.