Stars beim Deutschen Radiopreis

Sonderpreis für Herbert Grönemeyer

Stars beim Deutschen Radiopreis: Sonderpreis für Herbert Grönemeyer Stars beim Deutschen Radiopreis: Sonderpreis für Herbert Grönemeyer Foto: dapd

Die Hörfunkbranche hat in einer musikalisch hochkarätigen Gala herausragende Radioformate mit dem Deutschen Radiopreis 2011 geehrt. Anders als im letzten Jahr wurden diesmal sowohl die "Beste Moderatorin", als auch der "Beste Moderator" gekürt: Sabine Heinrich (WDR 1Live) und Volker Haidt (radio SAW). Einen Sonderpreis bekam Sänger Herbert Grönemeyer, weil seine Musik so oft im Radio gespielt wird.

In sechs der zehn Kategorien vergab die Jury des unabhängigen Grimme-Instituts die Preise am Donnerstagabend an öffentlich-rechtliche Rundfunkprogramme. Als "Beste Innovation" wurde der sich ganz auf Fußball spezialisierende Radiosender "90elf" ausgezeichnet. Den Preis für die "Beste Reportage" gewann "Enis wünscht sich ein Schreibpult" von Kathrin Erdmann (NDR Info).

Die "Beste Höreraktion" gelang der Jury zufolge dem hessischen "planet radio" mit seinem "planet project start-up": Einer Art Casting-Show für kreative Köpfe, bei der als Gewinn eine Ladenfläche für das neue Klein-Unternehmen winkte. Die Jury vergab zudem zwei Sonderpreise - an Herbert Grönemeyer und das Radio-Urgestein und Fußballreporter Manfred Breuckmann.

Durch den Abend führte Entertainerin Barbara Schöneberger in gewohnt launig-selbstironischer Manier und im giftgrünen Wickelkleid mit goldener Glitzerkette. Auf dem roten Teppich kommentierte die Blondine ihr Outfit selbst mit "grün und nuttig wie immer" und betonte, sie beneide die Radiomacher: Da man die Leute nicht sehe, müsse man sich viel weniger Gedanken ums Aussehen machen. Auf der Bühne frotzelte sie dann weiter: "Hier kann ich sein, wer ich bin: eine Fernsehfrau gefangen im Körper einer Radiomoderatorin!"

Musikstars lassen Medium Radio hochleben

Für Stimmung während der gut zweistündigen Show im "Schuppen 52" im Hamburger Hafen sorgten zudem die Liveauftritte von Preisträger Grönemeyer, James Blunt, Die Söhne Mannheims und Frida Gold. Roxette präsentierten erstmals ihre aktuelle Single "Speak to me" auf der Bühne. Sänger Per Gessle outete sich vor der Gala als langjähriger Radio-Fan: "Ich bin ja praktisch damit aufgewachsen. Damals konnten wir es uns nicht leisten, die Platten zu kaufen, deshalb haben wir dauernd Radio gehört." Auch Grönemeyer sieht sich als Radio-Mensch: "Das Radio ist das bessere Fernsehen, das kann man wunderbar den ganzen Tag laufen lassen", sagte er der Nachrichtenagentur dapd.

Als Laudatoren hoben unter anderem Moderator Giovanni di Lorenzo, Schauspielerin Cosma Shiva Hagen, Moderatorin Désirée Nosbusch und TV-Koch Tim Mälzer die Bedeutung des Mediums Radio auch für ihren Alltag hervor. So erinnerte sich di Lorenzo, wie er als Kind gebannt im Hochbett in Rimini dem Transistorradio lauschte - trotz knisternden Empfangs. Der Deutsche Radiopreis, der von den öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunksendern ausgelobt wird, war erstmals 2010 verliehen worden. In diesem Jahr hatten 135 öffentlich-rechtliche und private Radiosender insgesamt 265 Produktionen ins Rennen geschickt.

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