Tourauftakt

Rihanna heizt Frankfurt ein

Keine Spur von schmerzender Rippe: Mit nur 15 Minuten Verspätung eröffnete Rihanna mit dem Song "Russian Roulette" aus ihrem aktuellen Album "Rated R" ihre Deutschland-Tournee in der ausverkauften Frankfurter Festhalle. Und wieder einmal verstand es die 22-Jährige, ihr Publikum so richtig heiß zu machen.

Ihre Züricher Fans ließ sie vor einigen Tagen immerhin eine geschlagene Stunde und 20 Minuten warten, brachte das Konzert in der Schweiz aber trotz geprellter Rippe zu Ende.

Dramatisch in schwarz gekleidet hauchte die Pop- und R&B-Künstlerin "Take a Breath". Danach gab sie dem überwiegend jungen Publikum in Frankfurt allerdings wenig Zeit zum Verschnaufen. Denn schon das Eingangslied endete mit einem Knall: Das Herz, das Rihanna im Begleitvideo in ihrer Hand zerquetscht, bringen ihre Tänzer mit einer Salve aus Plastik-Maschinengewehren am Schluss endgültig zum Bersten.

Danach folgten Hit auf Hit aus ihren vier Studioalben, die sich weltweit über 15 Millionen mal verkauften. Bei "Shut Up and Drive" ließ die mehrfache Grammy-Preisträgerin es so richtig krachen. Sie kickte ihre Tänzer auf der Bühne herum und prügelte schließlich mit einem Baseballschläger auf ein Auto ein.

Überhaupt tobte sich die 22-Jährige aus Barbados in ihrer futuristischen "Last Girl on Earth"-Show zwischen pinkfarbenem Panzer und Atompilzen mal so richtig aus. Da fehlte das obligatorische Sich-in-den-Schritt fassen genauso wenig wie der Flirt mit langbeinigen Außerirdischen beim Song "Disturbia" vom Re-Release ihres dritten Albums "Good Girl Gone Bad".

Zum Kochen brachte sie die Fans, als sie mit schwarzer Gitarre zu "Rockstar 101" aus ihrem vierten Studioalbum "Rated R" abrockte, auf dem sie unter anderem mit ihrem gewalttätigen Ex-Freund Chris Brown abrechnet.

Ausgerechnet bei ihrer jüngsten Auskoppelung "Rude Boy" schien es anfangs einige Schwierigkeiten mit der Tontechnik zu geben. Der Song stürmte auf Platz vier der Charts, nachdem sie ihn erstmals in Deutschland bei der Echo-Verleihung präsentiert hatte.

Danach wurde kurz "Wonderwall" von der englischen Rockgruppe Oasis angespielt. Deren Frontman Noel Gallagher kritisierte 2008 die Veranstalter des britischen Glastonbury-Festivals, weil sie mit Jay-Z einen Hip-Hop-Artist als Headliner für ihr traditionsreiches Rockfest wählten. Die Antwort ihres Mentors Jay-Z, der als damaliger CEO von Def Jam Recordings die junge Rihanna unter Vertrag nahm, kam prompt: Er eröffnete seine Glastonbury-Show mit einem "Wonderwall"-Cover.

"Hey Frankfurt, make some noise"

Dass Rihanna auch ruhigere Töne anschlagen kann, zeigte sie bei "Hate That I Love You" und "Rehab", einer Kollaboration mit Justin Timberlake, wo sie das Publikum bat, anstelle ihres "lieben Freunds" mitzusingen. Ansonsten kommunizierte die Schönheit aus Barbados kaum mit den Fans, von einem aufmunternden "Hey Frankfurt, make some noise" und "Frankfurt, I love you" mal abgesehen.

Aber das Publikum ging auch so mit bei Titeln wie "Unfaithful", "Stupid in Love", "Take a Bow" und natürlich "Te Amo". Nach gut 70 Minuten wurden die Fans mit "Live Your Life" erst einmal entlassen. Minutenlanger Beifall führte zu der Zugabe mit ihrem ersten Welthit: Bei "Umbrella" regnete es rotes Konfetti. Ohne diesen Chart-Stürmer hätte sie das Konzert wohl nicht beendet.

Nach gut 90 Minuten war dann endgültig Schluss - zumindestens für die Zuschauer. Für Rihanna ging es noch zur After-Show-Party in den Frankfurter King Kamehameha Club. Wer sich das perfekt durchgestylte Spektakel trotz einzelner falscher Töne und wenig Improvisation ansehen möchte, der hat noch am 1. Mai in Hamburg und am darauffolgenden Tag in Berlin eine Chance. Das Konzert am Sonntag in Oberhausen ist bereits ausverkauft.

Konzert: Rihannas heiße Show in Frankfurt Konzert: Rihannas heiße Show in Frankfurt Konzert: Rihannas heiße Show in Frankfurt Konzert Rihannas heiße Show in Frankfurt 10 Fotos Rihanna und die anderen Echo-Stars: Rihanna und die anderen Echo-Stars Rihanna und die anderen Echo-Stars: Rihanna und die anderen Echo-Stars Rihanna und die anderen Echo-Stars: Rihanna und die anderen Echo-Stars Rihanna und die anderen Echo-Stars Rihanna und die anderen Echo-Stars 12 Fotos US-Star: Rihannas sexy Bühnenshow mit Robotern US-Star: Rihannas sexy Bühnenshow mit Robotern US-Star: Rihannas sexy Bühnenshow mit Robotern US-Star Rihannas sexy Bühnenshow mit Robotern 13 Fotos Super Bowl: Rihanna lässt die Sportfreunde kreischen Super Bowl: Rihanna lässt die Sportfreunde kreischen Super Bowl: Rihanna lässt die Sportfreunde kreischen Super Bowl Rihanna lässt die Sportfreunde kreischen 15 Fotos NRJ-Musikpreis: Diva Rihanna und andere Promis in Cannes NRJ-Musikpreis: Diva Rihanna und andere Promis in Cannes NRJ-Musikpreis: Diva Rihanna und andere Promis in Cannes NRJ-Musikpreis Diva Rihanna und andere Promis in Cannes 12 Fotos

Quelle: rpo