Wenn Musikstars zu früh sterben

Live Fast, Love Hard, Die Young

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Stephen Gately und Michael Jackson sind nur die jüngsten Beispiele einer traurigen Tradition: Viele Musik-Stars sterben jung – und unter tragischen und mysteriösen Umständen. Sie begeistern Millionen – und bleiben dabei selbst auf der Strecke. Dabei lässt sich dieses Phänomen längst nicht mehr auf bestimmte Musikbereiche eingrenzen. Wie das Beispiel Stephen Gately leider beweist. Jetzt hat es mit "Boyzone"-Sänger Stephen Gately tatsächlich auch das Mitglied einer Boyband "erwischt", und damit eine Spezies, die nach außen hin traditionell ein "Schwiegersohn-Image" pflegt. Zwar lautet seine Todesursache laut Obduktionergebnis "Lungenödem". Wie dies aber zustande kam, ist ungeklärt. Seine Todesnacht soll sich Gately jedenfalls alles andere als Schwiegersohn-like verlebt haben.

Als Ende der 1960er Jahre die Hochphase des "Flower-Power" herrschte, übertrieben viele ihren exzessiven Lebenswandel. Brian Jones bezahlte ihn als erster Rockstar mit seinem Leben. Der "Rolling Stone" wurde im Sommer 1969 tot aus seinem Pool gefischt – vollgepumpt mit Drogen. Er wurde nur 27 Jahre alt, und begründete damit einen "Klub" mit einer traurigen Exklusivität, den "Klub 27".

Jones folgten diverse Hippie-Ikonen gleichen (Todes)-alters. Innerhalb von zehn Monaten starben auch Woodstock-Legende Janis Joplin, Gitarren-Guru Jimi Hendrix und "Doors"-Frontmann Jim Morrison mehr oder weniger plötzlich. Und immer waren Drogen im Spiel. Ein Vierteljahrhundert nach Brian Jones' Tod bekam der "Klub 27" noch einmal prominenten Zuwachs. "Nirvana"-Sänger Kurt Cobain erschoss sich in seinem Haus – mit einer Überdosis Heroin im Blut.

Live Fast, Love Hard, Die Young

Nirgendwo, so scheint es, wandeln die Akteure auf solch einem schmalen Grat, wie im Musikzirkus - zwischen Bühne und Einsamkeit, zwischen Ruhm und Verfall. Häufig sind Musiker Menschen, die Grenzen überschreiten, und das nicht nur in ihrer Kunst. "Sex-Pistol" Sid Vicious beispielsweise suchte angeblich bewußt die Selbstzerstörung, um dadurch "die Spießbürgergesellschaft zu boykottieren". Sein erschütterndes Ende ereilte ihn 21-jährig in Form einer Überdosis Heroin.

Das frühe Rock'n Roll-Motto "Live Fast, Love Hard, Die Young" überdauerte aber auch die Punk-Ära. Der österreichische Pop-Star Falco führte ein Leben auf der Überholspur. Am 6. Februar 1998 endete es genau dort. In der Dominikanischen Republik raste er mit seinem Geländewagen in einen Bus - mit Alkohol, Kokain und Marihuana im Blut.

Und rund 22 Jahre nach dem "King of Rock'n Roll" Elvis Presley wurde im vergangenen Sommer auch dem "King of Pop" Michael Jackson offenbar seine Tablettenabhängigkeit zum Verhängnis. Wie all die anderen hatten sie Millionen Menschen begeistert – und waren dabei selbst auf der Strecke geblieben...

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Quelle: rpo