Bravo Supershow

Bushido-Auftritt im Dome spaltet die Politik

Bravo Supershow: Bushido-Auftritt im Dome spaltet die Politik Bravo Supershow: Bushido-Auftritt im Dome spaltet die Politik Foto: Aggro Berl (Groove Attack)
Von |

(RP). Hallenmanager Manfred Kirschenstein sieht keine Veranlassung, den Auftritt des umstrittenen Rappers Bushido im ISS Dome zu verhindern. Er sei nicht der Sittenwächter der Düsseldorfer Hallen und maße sich nicht an zu bestimmen, was richtig oder falsch ist. Unterstützung erhält Kirschenstein von Bürgermeister Dirk Elbers (CDU). So lange Bushido strafrechtlich nichts nachzuweisen sei, könne man dem Veranstalter nicht in seine Programmgestaltung hereinreden. Der Rapper tritt Ende April bei der Bravo-Supershow im Dome auf.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften schätzt einzelne Songs als jugendgefährdend ein. Vor diesem Hintergrund hat die SPD ein Auftrittsverbot für Bushido gefordert. Jugendpolitikerin Walburga Benninghaus verweist auch darauf, dass die Lieder des Rappers in städtischen Jugendeinrichtungen nicht mehr gespielt werden dürfen. Der Frauenausschuss hatte dies durchgesetzt, weil die Texte frauenfeindlich und menschenverachtend seien.

Die Grünen wollen sich der SPD-Forderung anschließen. Fraktionssprecherin Iris Bellstedt meint, ein solches Verbot müsse konsequent in allen städtischen Einrichtungen durchgesetzt werden, auch im ISS Dome. Falls die Sozialdemokraten einen Vorstoß im Rat unternehmen wollen, würden sich die Grünen anschließen, so Bellstedt weiter.

Auch in Saarbrücken versuchen SPD-Politiker, ein Bushido-Konzert zu verhindern.

Quelle: rpo