Coronavirus in Düsseldorf - ein Statement von Walid El Sheikh

"Ich bleibe für meine Leute und meine Stadt stark!"

Coronavirus in Düsseldorf - ein Statement von Walid El Sheikh: "Ich bleibe für meine Leute und meine Stadt stark!" Coronavirus in Düsseldorf - ein Statement von Walid El Sheikh: "Ich bleibe für meine Leute und meine Stadt stark!" Foto: privat/Düsseldorf TONIGHT Joshua Sammer
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Eigentlich wollte Walid El Sheikh in diesen Tagen die Boston Bar eröffnen, im Frühsommer das „Paradise Now“ im Hafen. Doch jetzt – in Corona-Zeiten – ist alles anders. Seine drei Bars Sir Walter, Oh Baby Anna und die Elephant Bar sind geschlossen, die Stimmung und Lage in der ganzen Gastro-Branche extrem angespannt. Trotzdem versucht der Geschäftsmann, mit den Einschränkungen so gut wie möglich umzugehen. Wie das aussieht, erfahrt ihr hier:

Ich fahre weiterhin jeden Morgen ins Büro. Unsere Rumpfbesetzung hält das, was vom Betrieb übrig geblieben ist, am Laufen und gerade jetzt fällt sehr viel Arbeit an: Alle Anträge auf Kurzarbeit müssen gestellt werden. Ein Notfallplan für nicht am Kurzarbeitsgeld partizipierende Minijobber muss erarbeitet werden und die Versicherung muss rechtzeitig kontaktiert sein. Selbständige Partner wie z.B. DJs, Fotografen sowie Banken, Vermieter, Lieferanten werden auf den neusten Stand gebracht.

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Kolleginnen und Kollegen in der Branche, die besorgt und mitunter in der Situation überfordert sind, berate ich zusätzlich kostenlos und teile die Informationen von meinen Beratern, wie man sich in Anbetracht der Lage zu verhalten hat und worauf wir zwingend achten müssen.

In Bezug auf Handwerksbetriebe war zudem Angela Merkels Aussage sehr klar und deutlich, diese sollen die Arbeit so weit möglich aufrecht erhalten. Das wiederum ermögliche ich meinen bei mir ausführenden Betrieben (um diese wiederum nicht in Schräglage kommen zu lassen) und auch meinem eigenen Handwerksbetrieb, mit dem ich den Ausbau des neuen Hafenprojektes und der Boston Bar ausführe.

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Dort müssen wir mit den Einschränkungen der derzeitigen Lage so gut wie möglich umgehen, um den schon entstandenen Schaden nicht noch größer ausfallen zu lassen.

Zwischendurch versuche ich, meine Gedanken zu ordnen und Kraft zu sammeln. Und dann rede ich sehr viel mit meinen Vertrauten, Freunden und Partnern.

Alles in allem versuche ich, einfach standhaft zu bleiben und stark zu sein, denn gerade jetzt braucht mein Team jemanden, der ihnen Hoffnung und Zuversicht gibt. Ich nehme das an und bin bereit, für meine Heimat da zu sein. Denn alle, meine Familie, meine Mitarbeiter, Partner, Kollegen und Gäste sind meine Heimat. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.