CPD in Düsseldorf

Modefirmen optimistisch für 2011

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Düsseldorf: Die ersten Modetrends der CPD Düsseldorf: Die ersten Modetrends der CPD Düsseldorf: Die ersten Modetrends der CPD Düsseldorf Die ersten Modetrends der CPD 6 Fotos Im Jahr 2010 hat die deutsche Modebranche vom Aufschwung profitiert. Für das laufende Jahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzplus von fünf bis acht Prozent. Einen Dämpfer in der Euphorie versetzen die steigenden Rohstoffkosten: Preiserhöhungen von drei Prozent sind möglich.

Die Röcke werden länger, die Hosen weiter und die Jacken kürzer. Strass-Steinchen und Glitzer verblassen zunehmend, stattdessen sind Handarbeit, traditionelle Techniken, Schneider-Können und gute Stoffe gefragt. Es gibt sie wieder: den gut gemachten Blazer, das Wohlfühl-Tuch, den unsterblichen Trench. Der Wandel der Silhouetten – weg von schmalen Leggings und kurzen Kleidchen – macht Lust und Laune auf neue Mode. Kein Wunder, dass die deutschen Modeunternehmen wenige Tage vor Beginn der Orderrunde in der Modestadt Düsseldorf optimistisch sind. "Nach der Krise befinden wir uns in einem stabilen Aufwärtstrend", sagte gestern Klaus Brinkmann, Präsident des Modeverbands German Fashion.

"Wir haben einen fulminanten Saison-Auftakt, eine großartige Stimmung bei den Messen in Florenz und Berlin erlebt. Die Zeichen für Düsseldorf, wo am Wochenende die Modewoche startet, stehen günstig", so Brinkmann. Dabei sei es wichtig, dass es nach wie vor einen festen Ordertermin am Rhein gebe, auch wenn die CPD deutlich abgespeckt nun als CPD Signatures firmiert. "In Düsseldorf werden ungebrochen die größten Geschäfte gemacht, hier kommen die internationalen Einkäufer hin", betonte Peter Boveleth, Verbandssprecher und einer der beiden Chefs der Modemarke Ambiente.

Wie die meisten Marken und Kollektionen ist auch Ambiente in einem eigenen, neuen Showroom zu finden. "Wir sind sehr glücklich über unseren Standort an der Kaiserswerther Straße, der meistfrequentierten Modemeile Deutschlands", sagte Boveleth. Auf die Frage, ob die Hersteller denn überhaupt noch eine Messe brauchen, kam die klare Aussage: "Wir brauchen einen verbindlichen Termin, auf den wir uns notfalls aber auch ohne Messe verständigen."

Die deutschen Modeunternehmen packen das Jahr 2011 optimistisch an. "Wir haben 2010 hervorragende Geschäft wie schon lange nicht mehr gemacht. Der Wintereinbruch kam zur rechten Zeit und wurde nicht durch Rotstift-Preise und Schnäppchen verwässert", so Brinkmann. Die Winterware ist abverkauft, die Läger sind leer und insbesondere die Herrenmode-Konfektionäre sind guter Dinge. Hier erwarten bei einer Befragung unter 300 Mitgliedsfirmen 75 Prozent der Unternehmen eine steigende Umsatzentwicklung. Bei der Damenoberbekleidung sind dies nur 50 Prozent.

Die guten Umsatzzahlen von 2010 (zwölf Milliarden Euro) wollen die Hersteller in diesem Jahr noch toppen: Zwischen fünf und acht Prozent soll das Umsatzwachstum ausfallen, prognostiziert Brinkmann. 60 Prozent aller Befragten rechnen mit einem Plus beim Export. "Der ist die Stellschraube für den unternehmerischen Erfolg", betont Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer von German Fashion. "Nur noch im Ausland können die Unternehmen nennenswerte Umsatzsteigerungen erzielen und so ihren Erfolg insgesamt verbessern."

Gedämpft wird die Euphorie jedoch durch Rohstoff-Verteuerung, Kapazitätsauslastungen in China und steigende Kosten für Transport und Logistik, die den Firmen zu schaffen macht. Zur gleichen Zeit, wie sich die Löhne in Asiens Nähereien und Textilfabriken erhöhen, verteuert sich der Rohstoff Baumwolle. "Es gibt kaum Möglichkeiten, steigende Kosten zu kompensieren. Die Preise werden also steigen." Der Verband erwartet Preiserhöhungen von ein bis drei Prozent.

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Quelle: rpo