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Mode-Szene mit Auftakt zufrieden

CPD: Mode-Szene mit Auftakt zufrieden CPD: Mode-Szene mit Auftakt zufrieden Foto: Marcel Berndt
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Erstmals startete die Modemesse CPD Signatures schon am Samstag - trotz attraktiver Modeschauen kam erst am Sonntag Leben in die Hallen. Das Fazit von Besuchern und Händlern fiel durchwachsen aus. In den Showrooms - ob Fashion House oder Halle 29 - wurde hingegen gut geordert.

Fashion Net Night: Modeszene feiert in der Tonhalle Fashion Net Night Modeszene feiert in der Tonhalle Zum Artikel » Nicht nur fachlich sind sich OB Dirk Elbers und Messe-Chef Werner M. Dornscheidt einig. Beim Start der Modemesse „CPD Signatures“ stellten sie fest, dass sie auch bei der Marke ihrer Anzüge gleich ticken: Eduard Dressler heißt der Herrenschneider, dem sie vertrauen.

Einig sind sich beide aber auch, dass es eines langen Atems bedarf, um die stark geschrumpfte CPD wieder erfolgreicher zu machen. „Die Internationalität des Modestandorts Düsseldorf kommt durch die Messe“, betont Dornscheidt und meint damit besonders die erfolgreiche Schwesterveranstaltung in Moskau, die CPM. Der dortige Auftritt locke Kunden aus ganz Osteuropa nach Düsseldorf - ob nun auf die CPD oder in einen der stadtweit 1000 Showrooms: „Es ist ein Wirtschaftsförderungsinstrument, da zählt nicht die einzelne Veranstaltung.“ Elbers will deshalb Düsseldorf als Modestadt stärker vermarkten: „Wir müssen wieder mehr Bilder nach außen senden, die mit Mode zu tun haben.“ Als Modestandort mit mehreren Stärken.

Dass die einst weltweit größte Modemesse CPD dabei nur noch ein Akteur unter vielen ist, will auch Philipp Kronen, Chef der veranstaltenden Igedo Company, nicht verhehlen. Mit dem neuen Konzept - freier Eintritt für die Fachhändler, konzipierte Stände in moderneren Hallen - konnte zumindest der Abwärtstrend gestoppt werden. Die neue Tagefolge, Samstag bis Montag statt Sonntag bis Dienstag, hat diesemal aber noch nicht gegriffen: Trotz einer bemerkenswerten Modenschau des Designers Dawid Tomaszewski, der seine Kollektion als Installation inszenierte, blieben die Hallen am Samstag leer. Erst gestern füllten sich die Gänge. „Der Samstag war schwach, aber besser als bisher der Dienstag“, so Kronen.

Grand Opening Düsseldorf Fashion Week 2011 | Samstag, 23. Juli 2011 Grand Opening Düsseldorf Fashion Week 2011 | Samstag, 23. Juli 2011 Grand Opening Düsseldorf Fashion Week 2011 | Samstag, 23. Juli 2011 Grand Opening Düsseldorf Fashion Week 2011 // Sa 23.07.11 Sam's Lounge 33 Fotos Showroom - The Fashion Night pres by Just Cavalli | Samstag, 23. Juli 2011 Showroom - The Fashion Night pres by Just Cavalli | Samstag, 23. Juli 2011 Showroom - The Fashion Night pres by Just Cavalli | Samstag, 23. Juli 2011 Showroom - The Fashion Night pres by Just Cavalli // Sa 23.07.11 the attic 99 Fotos Fashion by night | Samstag, 23. Juli 2011 Fashion by night | Samstag, 23. Juli 2011 Fashion by night | Samstag, 23. Juli 2011 Fashion by night // Sa 23.07.11 St. James 37 Fotos

„Wir finden das neue Konzept gut“, sagt Ina Neuwirth, Händlerin aus Herzogenrath. Sie ordert ihre Ware zwar in Showrooms, nutzt die CPD jedoch, um sich über neue Trends und Marken zu informieren. „Relativ ruhig, unspannend“ zieht Sandra Collin aus Brügge Fazit ihres Messebesuchs. „Die lassen sich die Butter vom Brot nehmen“, sagt sie mit Blick auf die Trendmesse „Bread & Butter“ in Berlin. Auch bei Ausstellern ist Unmut zu hören, es gibt aber auch Erfolgsmeldungen: So ist Designerin Alexandra Schiess wieder dabei. „Ich habe der CPD viel zu verdanken“, sagt sie. „Unsere Kunden kommen und ordern auch.“ Am Stand von „Rare London“ ist man ebenfalls zufrieden. Das Label ist neu auf dem deutschen Markt und zeigt trotz des Showrooms im Hafen auf der CPD Präsenz.

In den Showrooms ist zu merken, dass der Modestandort Düsseldorf funktioniert: Im Düsseldorfer Fashion House (DFH) herrscht Hochbetrieb, ebenso an der Kaiserswerther Straße und in Gerry Webers Halle 29 in Derendorf. „Die ersten Tage waren positiv“, sagt Doris Strätker (Gerry Weber). „Wir haben seit Dienstag so richtig zu tun“, bestätigt Patrick Kämmerer, der mit den Marken Apanage und Kapalua etwa 600 Quadratmeter im DFH belegt. Stark vertreten seien vor allem Fachhändler aus Osteuropa.

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