CPD Signatures

Modemesse: Vollere Hallen zum Start

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Freier Eintritt für Fachbesucher, helle Hallen, einheitliche Stände – das neue Konzept für die "CPD Signatures" scheint aufzugehen. Bis morgen werden bei der Messe die Mode-Trends für nächsten Herbst und Winter gezeigt. Veranstalter und Einkäufer sind zufrieden, Aussteller vorsichtig optimistisch.

Der Chef der Messe Düsseldorf, Werner M. Dornscheidt, gilt als kühler Rechner. Deshalb wirkte er gestern Morgen erleichtert, als er die langen Schlangen am Eingang zum Messe-Gelände sah. Solch einen Andrang hatte es bei der Modemesse Collection Première Düsseldorf (CPD), die jetzt als "CPD Signatures" Zeichen setzen will, lange nicht gegeben. Das neue Konzept, das Dornscheidt mit der veranstaltenden Igedo Company (an der die Messe 91 Prozent hält) entwickelt hat, scheint zu wirken: Die Hallen 13 und 14 waren vor allem am Vormittag gut gefüllt, Einkäufer und Aussteller zeigten sich zufrieden.

"Wir haben aber auch großes Entgegenkommen gezeigt", betonte Dornscheidt. So müssen Fachbesucher erstmals keinen Eintritt zahlen, für die Aussteller wurde der Standpreis reduziert. Die Modetrends werden zwar nur noch in zwei Hallen gezeigt, die sind jetzt aber hell und modern. Sie sind zudem nahezu komplett belegt, ohne abgetrennten Leerraum wie bei vergangenen Schauen. "In der Fläche sind wir sogar um 1000 Quadratmeter größer", so Dornscheidt.

Laufsteg in X-Form

Am frühen Nachmittag hatte sich dann auch bei den Igedo-Chefs Philipp Kronen und Mirjam Dietz die anfängliche Aufregung gelegt. "Wir sind ja schon ein gewisses Risiko eingegangen, aber nach den ersten Stunden lässt sich sagen: Es hat sich gelohnt", so Kronen. Inhaltlich legt die Igedo den Schwerpunkt jetzt klarer auf jüngere Designer und Jeans, aber auch Klassisch-Elegantes ist nach wie vor vertreten.

Einen Überblick über das, was nächsten Herbst und Winter angesagt ist, gab die Doppel-Modenschau mit Kollektionen der Gewinner des Nachwuchswettbewerbs "Design am Rhein" und einem Querschnitt aus dem Bereich "Superiors" mit hochwertigen, avantgardistischen Kollektionen. Der Show-Bereich präsentiert sich jetzt offen, der Laufsteg hat die Form eines X, dem Symbol der "Signatures", und kann von Ausstellern für eigene Shows gebucht werden.

Ob Nachwuchs oder Etablierte – die 1980er Jahre wurden sichtbarer denn je: Schwarzes Leder zu verspielten weißen Rüschenblusen (Azizi) erinnerte an den "New Romantic"-Stil, Steghosen zu kurzärmligen Rollkragen-Pullovern (The Swiss Label) an die klaren Linien der End-80er, breite Diagonalstreifen in Schwarz-Weiß und asymmetrische Schnitte (ConFashion) an den Beginn jenes Jahrzehnts, ebenso extrem betonte Schultern und Pumphosen (Anna Jazewitsch). Aber es wurde auch Elegantes gezeigt wie die körperbetonten Overalls und Kleider von Holy Ghost.

In den Hallen überwog bei Fachhändlern die Zuversicht, bei Ausstellern die Hoffnung. "Das neue Konzept gefällt mir sehr", sagte die Kölner Designerin Liz Weinmann, die seit fast 20 Jahren mit ihren Kollektionen auf der CPD vertreten ist. Allerdings fehle bei den Ausstellern das Besondere früherer Tage. "Es ist zu viel Mainstream." Unter den Ausstellern waren erstmals auch Designer aus Polen, wie Katarzyna Pokszan, die für die polnische Kultmarke Boogie Taschen aus Filz entwirft: "Für uns ist es ein Test, denn wir wollen die Welt erobern", sagte sie lachend. Auch Paul Remo hatte mit der Jeans-Marke Gang Premiere auf der Modemesse, mit einem Stand direkt am Eingang. "Von der Frequenz her ist sehr viel los", sagte der Rosenheimer. Die Order liefen jedoch "eher schleppend". Gegenüber präsentiert sich auf 110 Quadratmetern die Jeansmarke HIS. "Die ersten Stunden waren sehr gut, jetzt ist die Nachmittagsflaute zu spüren", so Wolfgang Sahm, geschäftsführender Gesellschafter. Nun komme es auf den Montag an. Denn die CPD sei eine "starke Arbeitsmesse".

Milena Litwin war früher Model auf der Messe, gestern kam sie als Facheinkäuferin für Kunden aus Osteuropa: "Das Beste ist, dass die Messe keinen Eintritt mehr kostet." Durch das neue Standkonzept sei alles übersichtlicher. Auch Daniela und Thomas Meißner aus Köln freuen sich über den kostenfreien Zutritt. "Nur im Café ist es zu voll." Aber das seien Luxusprobleme.

Der Modestandort Düsseldorf

Modemesse: Gibt es seit 1949, alles begann mit einer Modenschau auf der Königsallee; lange war sie die weltweit größte Modemesse, heute sind es 450 Aussteller in zwei Hallen; stets Februar und Juli. Showrooms: Stadtweit präsentieren rund 1000 Firmen über 3000 Kollektionen in eigenen Schauräumen, teilweise sogar das ganze Jahr. Besonders erfolgreich ist Gerry Webers Halle 29 in Derendorf.

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Quelle: rpo