Crystins Fan-Gemeinde wächst stetig

Mit Sylt-Musik fing alles an

Crystins Fan-Gemeinde wächst stetig: Mit Sylt-Musik fing alles an Crystins Fan-Gemeinde wächst stetig: Mit Sylt-Musik fing alles an Foto: Electric I

Düsseldorf (RP). Nicht, dass sie als Musikerin bisher wenig Erfolg gehabt hätte. Ganz im Gegenteil. Mit ihrer selbst komponierten, getexteten und gesungenen Pop-Lounge-CD und bereits vier Ausgaben „Sylt - Finest Lounge Music“ ist Crystin eine Galionsfigur der so genannten Wellness-Musik. Angenehm entspannte Melodien, aufgepeppt mit allerlei elektronischen Raffinessen, die sie im eigenen Studio mixt. Doch was ihr gerade widerfahre, sei ein kleines Wunder, sagt die Düsseldorferin.

Beglückt erlebt Crystin den überraschenden Höhenflug ihres Gute-Laune-Songs „You Make My Day“. SWF 3 entdeckte ihn zuerst, andere Sender zogen nach. Die Hörer wählten das Lied in den Radio-Charts immer weiter nach oben, woraus sich automatisch die Verpflichtung zum häufigen Spielen ergibt. „Besonders schön, dass dies auf demokratischem Weg passiert“, merkt sie befriedigt an. „Bei kleinen Labels ohne Marketing-Strategie und ohne Rückhalt durch eine mächtige Plattenfirma ist das die absolute Ausnahme. Man muss ja erst mal die Chance kriegen, dass die Leute einen hören können! Wie weit man allerdings kommt ohne diese Power, wird sich zeigen.“

Für alle Fälle hat Crystin aber „ein kleines süßes Video“ gedreht. Mit minimalistischen Mitteln: „Wir sind aufs Feld gefahren und haben im Auto meinen Song laufen lassen, damit die Lippenbewegungen synchron sind. Das Tolle: Als die CD zu Ende war, ging das Radio an. Und genau in dieser Minute wurde mein Lied gespielt.“ Gern schleicht Crystin jetzt durch Plattenläden und schaut nach ihrem erst vier Wochen alten „Baby“. Beim Internethändler Amazon ist der Song gerade ausverkauft, Nachschub wird hoffentlich rollen.

An der Produktion von „You Make My Day“ war nur ein Netzwerk aus Familie und Vertrauten beteiligt: Ehemann Wasja Schulz, der anders als die rein von Emotionen geleitete Crystin neben seiner Musik auch die geschäftliche Seite im Auge behält. Ihr Bruder Sebastian als Gitarrist, ihr Trauzeuge Sven-Olaf Dirks. Und Ben del Rio, der eine japanische Version des Songs getextet hat, die ebenfalls auf der CD zu hören ist. „Lauter Freundschaftsdienste, ein Low-No-Budget.“

Crystin, hochbegabt, mit dem besten Abitur ihres Düsseldorfer Jahrgangs, schmiss das Jura-Studium, um ihren Traum von der Musik zu erfüllen. „Es hat sich gelohnt. Nur wenige haben wie ich das Privileg, dass ihnen keiner reinredet.“ Mit den Erfolgen schwand auch die Skepsis ihres Vaters. WDR-Moderator Bernd Müller ist stolz darauf, wie zielbewusst und unabhängig Crystin ihren Weg geht, „auch wenn meine Musik nicht immer seinen Geschmack trifft.“

Quelle: rpo