Ein kulinarischer Sehnsuchtsort im Düsseldorfer Hafen

Das neue Restaurant „Paradise Now“ im H27

Ein kulinarischer Sehnsuchtsort im Düsseldorfer Hafen: Das neue Restaurant „Paradise Now“ im H27 Ein kulinarischer Sehnsuchtsort im Düsseldorfer Hafen: Das neue Restaurant „Paradise Now“ im H27 Foto: Paradise Now
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Gerade gab es in Sachen Sportbar den aktuellen Stand (Eröffnung ist hier im Januar), jetzt gibt Gastronom Walid El Sheikh den Namen und die Küchenchefs seines neuen Restaurants im Hafen bekannt: Im „Paradise Now“ wird Steffen Laurisch für Gaumenfreuden bei den Gästen sorgen. Mit Im Boot sind auch die beiden Geschäftspartner Moritz von Schrötter und Charles Bals. Und da wir Walid schon oft interviewt haben, gibt er uns kurz vorm Jahresende einfach mal „nur“ Antworten auf all die Dinge, die ihn als Gastronom und Unternehmer der NRW-Landeshauptstadt bewegen.

Ich habe das Gefühl, die Stadt befindet sich gerade wieder in einer aufregenden Zeit. Man fühlt sich beinahe an das Ende der 70er und den Anfang der 80er erinnert, wo ausgerechnet in Düsseldorf alles in Bewegung war und weltweite Auswirkungen hatte - Kunst, Musik, Mode...

Paradise now 3er Bild (image/jpeg) Walid El Sheikh (mitte) mit seinen Geschäftspartnern Moritz von Schrötter (links) und Charles Bals (rechts) auf der Baustelle der neuen Location "Paradise Now".

Und eine Menge scheint auch jetzt wieder zu passieren. Man kann die Elektrizität spüren. Die Stadt vergrößert sich, Flagship-Stores und Pop-Up Konzepte machen auf, die Kunst-Szene treibt vorwärts, das Kultur-Programm vergrößert und diversifiziert sich endlich. Auch unzählige Bau-Projekte befinden sich gerade in Entwicklung - darunter einige sehr innovative, wie ich finde.

Es sind neue Gastronomien dazu gekommen, darunter meine eigenen Projekte Sir Walter, Oh Baby Anna und die Elephant Bar. Unternehmer und gleichzeitig Gastgeber sein – das macht eine Menge mit dir und bringt dich sehr nahe an den gesellschaftlichen und kulturellen Puls einer Stadt – vor allem aber näher an die Bedürfnisse der Menschen und wie sie ihre freie Zeit gerne verbringen möchten.

Paradise Now 5 (image/jpeg) Das „Paradise Now“ befindet sich in den Räumlichkeiten des „H27“ an der Hammer Straße 27.

Viele Konzepte werden kopiert und vervielfältigt

Tatsächlich verändern sich diese Bedürfnisse schneller, als es ohnehin schon immer der Fall war. Jeder meint, jetzt alles schon einmal irgendwo gesehen zu haben, auf Instagram oder Pinterest – zu viele Konzepte werden kopiert und vervielfältigt, was schnell zu einer Übersättigung in der öffentlichen Wahrnehmung führt. Man denke an die ganze Burger- und Poke-Bowl Welle.

Bei vielen Konzepten habe ich das Gefühl, sie entstehen im Copy-Shop und es fehlt oft an Persönlichkeit und Wärme. Die Haltbarkeit solcher Konzepte ist in der Konsequenz entsprechend kurz. Ich habe mich schon sehr früh dazu entschieden, mit Projekten nicht Teil eines solchen Zyklus zu werden.

Aus diesem Grund stehen bei dem neuen Projekt im Hafen im Vordergrund nicht nur unsere Gäste, sondern auch der Gedanke/Wunsch, mich selbst zu überraschen – mit Codes und gewissen Erwartungshaltungen zu brechen.

Paradise Now 3 (image/jpeg) Das „Paradise Now“ soll im Frühjahr 2020 eröffnen.

Moritz von Schrötter und Charles Bals

Damit das gelingt, habe ich mir mit Moritz von Schrötter und Charles Bals zwei Partner gesucht. Einen, um im Unterbau die perfekte Organisation zu verstetigen und um mehr Zeit für unsere Gäste zu haben. Den zweiten Partner, um eine neue Atmosphäre zu erschaffen, eine Utopie, die greifbar gemacht und Realität wird. Eine Art Flucht vielleicht – vor dem Arbeits-Alltag und der digitalen Schein-Welt.

Ein Paradies hier bei uns vor der Tür. Beide sind gestandene Unternehmer, die auch internationalen Erfolg haben und wie ich auch fest mit unserer Stadt verwurzelt sind. Mehr muss man dazu eigentlich gerade nicht sagen.

Steffen Laurisch in der Küche

Eins noch. Die kulinarischen Genüsse kommen von Steffen Laurisch, der unter anderem lange Jahre für Johannes Wissler im Vendôme in Bergisch Gladbach tätig war. Er hat in der Sterne-Küche gelernt und sich so die Fähigkeiten erarbeitet, sehr komplex mit Texturen, der Konsistenz und verschiedensten exotischen sowie bekannten Aromen umzugehen.

Dennoch geht es bei uns nicht ausschließlich um Fine Dining, sondern auch hier um das Bedienen einer kulinarischen Sehnsucht, die gerne als tägliche Dosis Freiheit betrachtet werden darf und vor allem jederzeit erschwinglich bleiben soll.“

Das „Paradise Now“ soll im Frühjahr 2020 eröffnen, die Räumlichkeiten finden sich im „H27“ an der Hammer Straße 27. Das Gebäude des Projektentwicklers Interboden ist eine sogenannte Mixed-Use-Immobilie mit Gastronomie, Büroflächen und Mikro-Appartements – Walid El Sheikh hat hier im Erdgeschoss sein fünftes „Baby“ am Start. Auf rund 1000 Quadratmetern Gesamtfläche erstrecken sich Restaurant und Bar-Bereich. Neben dem klassischen Geschäft werden auch Firmenveranstaltungen durchgeführt und vielleicht auch die ein oder andere Party…

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