Der "Affe" beendet regelmäßiges Programm

Der Monkey’s Club schließt

2006 bis 2011: Rückblick: 5 Jahre Monkey's Club 2006 bis 2011: Rückblick: 5 Jahre Monkey's Club 2006 bis 2011: Rückblick: 5 Jahre Monkey's Club 2006 bis 2011 Rückblick: 5 Jahre Monkey's Club 109 Fotos Fünf Jahre konnten Nachtschwärmer im gemütlichen, fast familiären, „Monkey’s Club“ in den Tag hinein feiern. Nach unzähligen Partys endet nun eine weitere Düsseldorfer Club-Ära. Traurig vor allem für Freunde muskalischer Vielfalt. Denn gerade im elektronischen Bereich war die Qualität der DJs und Stimmung unter den Partygästen eine große Bereicherung der Düsseldorfer Club-Szene. Der vorerst letzte Vorhang des „Affen“ fällt am 26. März. Kunst-Professor Jörg Immendorff hat die Affenskulptur erschaffen, die die Düsseldorfer Party-Szene seit 2002 mitgeprägt hat. Erst mit „Monkey’s Island“ am Medienhafen, dann mit dem „Monkey‘s Club“ und der Gastronomie-Sparte „West“, „South“ und „East“. Nachdem die Insel einem Hotel weichen musste, wird nun auch im „Wohnzimmer des Affen“ nicht mehr gefeiert werden. Allerdings bleibt die Location erhalten und soll in unregelmäßigen Abständen für besondere Events genutzt werden.

Das „Monkey's“-Team um Martina Kamp verabschiedet sich mit den folgenden Worten und einer großen Closing-Party am 26. März von seinen Freunden, Gästen und Partnern:

Wenn eine Ära zu Ende geht, findet man eigentlich nie die passenden Worte, um seinen Empfindungen dem Anlass entsprechend Ausdruck zu verleihen. Zu viele schöne Partys, an die man sich immer wieder gerne erinnert. Zu viele enge und über den Cluballtag hinausgewachsene Freundschaften, die während der gemeinsamen Zeit entstanden sind. Zu viele Momente voller Gänsehaut, ehrlichem Jubel und Ausnahmezustand.

Wenn man die vergangenen Jahre Revue passieren lässt, begegnete man hier so ziemlich allem, was in der elektronischen Welt Rang und Namen hat. Ob es ein Tobi Neumann ist, der die Grundfesten der Kö mit einem seiner unnachahmlichen Sets erschütterte, ob Brother´s Vibe, der nach seinem Gig bis in die Morgenstunden selbst auf der Tanzfläche zu finden war, ob Seth Troxler, der das „Monkey´s“-Personal zum lookalike-Contest inklusive Schnauzbärtchen inspirierte: Viele der Künstler, die der Affengemeinde ihren Sound präsentierten, kamen als gebuchte Acts und gingen als Freunde. Momentaufnahmen wie diese machen es umso schwerer, alte Pfade zu verlassen und sich Neuem, Unbekanntem gegenüber zu stellen.

Dankesworte

Unser Dank gilt vor allem Euch, unseren Gästen! Ihr habt die Atmosphäre im „Affenstall“ zu dem gemacht, was sie war: Intim, exzessiv, vertraut, sensationell, abgedreht, eine zweite Heimat. Der Begriff "Wochenend-Wohnzimmer" wird heutzutage teilweise inflationär gebraucht, trifft jedoch in unserem Fall genau zu: Das „Monkey´s“ war ein Ort zum Wohlfühlen, zum "ankommen-und-mittendrin-sein", zum Entdecken von Neuem und treffen von liebgewonnenem Bekanntem gleichermaßen. Ein Ort, um dem, was House und Techno in seiner ursprünglichen Form bedeutet, Tribut zu zollen. Ein Ort von großer Bedeutung für viele von uns.

Wir bedanken uns bei unserem großartigen Personal, das so manche heiße, lärmerfüllte und mit Affenfans überfüllte Nacht mit Hingabe und Leidenschaft souverän meisterte und dabei immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Von der ersten Station, der Tür, freundlich empfangen, die schmalen Treppen hinuntersteigend und schon den Bass des Soundsystems spürend, über die Garderobe und die Bars bis zum immer gut aufgelegten Klo-Mann - das Monkey‘s-Team darf sich ruhigen Gewissens als eines der besten bezeichnen.

Die Spitze dieser Crew, die immer und allzeit bereit war, auch das letzte Quäntchen Energie, Fachwissen und Aufopferungsbereitschaft für den Club zu geben, ist mit Dankesworten nicht aufzuwiegen: Ohne Martina Kamp wäre das „Monkey´s“ nur ein weiterer Anlaufpunkt für elektronische Musik geworden, der aus der Masse nicht nennenswert herausragen würde. Ohne ihre kontinuierliche Passion für das Clubkonzept, ihre Professionalität, den Willen zur ständigen Innovation und der engelsgleichen Geduld wäre die Königsallee 36 nur eine Adresse in der Innenstadt. Danke, Martina, für dein Herzblut, deine inspirierte und warme Art, die Dinge anzupacken und deinen Hang zum Detail.

Den 26. März beschließen wir mit Petre Inspirescu und natürlich unseren langjährigen, überregional bekannten und beliebten Residents Rachid, Jürgen von Krebs, Marcel Woyt und Marc Faenger, die ihrerseits maßgeblich für den überragenden Sound und das international anerkannte und erwachsene Profil des Clubs verantwortlich zeichnen. Diese Jungs verstehen ihre Profession und bildeten über den gesamten Zeitraum seines Bestehens die musikalische Identität des Affenstalles. Wenn irgendwo vom "Monkey´s-Sound" die Rede ist, kann man sicher sein, dass einer von diesen vieren gemeint ist!

Mit einer Träne im Knopfloch, vielen, schönen Erinnerungen und einer gehörigen Portion Wehmut verabschiedet sich also der Affe…

So long, dear friends. We´re still here as long as you remember us.

Love, Monkey´s Club

PS: Die Location selbst bleibt übrigens bestehen und wird in unregelmäßigen Abständen für besondere Events genutzt werden.

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Quelle: rpo