DJ Tomekk über Hitlergruß-Affäre

"Und alles nur wegen der Einschaltquote"

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Der Musiker DJ Tomekk wurde im Januar aus dem Dschungelcamp von RTL geworfen, weil er in einem Video lachend den Hitlergruß gezeigt hatte. Drei Monate später spricht der 32-Jährige erstmals über den Skandal. Er sei von einem Kumpel verkauft worden, würde aber jederzeit wieder bei einer ähnlichen Show mitmachen.

Der Musiker legte in der Nacht zum Samstag im Krefelder "Meilenstein" auf. Unsere Reporterin Tanja Mielke sprach mit dem DJ und Produzenten über Musik, das Leben, die Zukunft und über die "Hitlergruß-Affäre", die im Januar deutschlandweit für Aufsehen gesorgt hatte. Seine Geste sei eine verunglückte Parodie gewesen. Die Medien hätten den Vorgang mit Blick auf die Einschaltquoten ausgeschlachtet.

Du bist seit etwa 15 Jahren im Geschäft, tourst gerade durch die Clubs – heute in Krefeld, morgen in Luzern. Was ist das für ein Gefühl, vor so vielen Leuten aufzulegen?

DJ Tomekk "Ich habe immer noch Lampenfieber, ob vor kleinem oder großem Publikum. Das ist aber wichtig für mich, denn es gibt wichtige Energie, die ich bei meinem Lebenswandel benötige."

Kannst Du Dir ein Leben nach dem DJing vorstellen beziehungsweise hast Du schon Pläne?

DJ Tomekk "Es gibt kein Leben nach dem DJing. Man entwickelt sich lediglich weiter. Aber auf der gleichen Ebene. Man macht auf jeden Fall etwas Artverwandtes. Wo wir auch schon beim Thema wären: Ich suche Deutschlands beste Rapperinnen. Einzelheiten gibt's auf meiner Homepage."

Wird es demnächst ein neues Album oder sonstige Releases von Dir geben?

DJ Tomekk "Im Moment produziere ich viel. Ich möchte aber zum Sommer hin wieder etwas Eigenes herausbringen. Schön für mich ist auch, dass ich das neue Gesicht von Jamba-TV bin, Tomekks Music Mission - kurz TMM - wird demnächst ausgestrahlt."

Im Januar warst Du im RTL-Dschungelcamp. Hast Du mit irgendeinem der Kandidaten noch Kontakt?

DJ Tomekk "Ja, habe ich - zu Eike Immel sogar sehr regelmäßig. Und zu Barbara Herzsprung, das allerdings nur sporadisch. Zusätzlich habe ich noch Kontakte zu Ross von Bro'Sis, ich möchte bald mit ihm ein Projekt auf die Beine stellen."

Du musstest die Show vorzeitig verlassen, weil von Dir ein Video mit Hitlergruß aufgetaucht ist. Auf Deiner MySpace steht dazu, dass Du die militärische Stimmung in der Hotelhalle parodieren wolltest und von einem Kollegen „verkauft wurdest“. Wie siehst Du die ganze Geschichte denn heute?

DJ Tomekk "Die Szenen, die man gesehen hat, waren alle geschnitten und wurden suggestiv vertont. Sogar das Cover der "Bild"-Zeitung war eine Fotomontage. Und das alles nur wegen der Einschaltquote. Die Veröffentlichung des Videos kam drei Tage vor dem Finale, und durch diesen Skandal stiegen nochmals die Zuschauerzahlen. Das ist okay, das sind die Medien. Von meinem Kumpel hätte ich das nicht erwartet, von ihm war ich am meisten enttäuscht."

Würdest Du noch mal in einer ähnlichen Show wie dem Dschungelcamp mitmachen?

DJ Tomekk "Ja, ohne weiteres."

Alle Bilder von der Party in Krefeld gibt es im Nightflash.

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Quelle: rpo