Doppelte Premiere am 30. Oktober

Sugerbeats im neuen Jase

Feiern im noblen Ambiente: Jase Livingbar Feiern im noblen Ambiente: Jase Livingbar Feiern im noblen Ambiente: Jase Livingbar Feiern im noblen Ambiente Jase Livingbar 20 Fotos Wenn das mal keine guten Gründe zum Feiern sind! Das Jase zeigt sich nach dem Umbau am 30. Oktober im neuen Look und die Partyreihe „Sugerbeats“ feiert ihre Premiere. Das Event basiert auf das junge Düsseldorfer Label „Sugerman“, das durch seine T-Shirts und Partys Sixto Rodriguez den Ruhm zu geben versucht, den er sich verdient hat. An den Decks stehen die DJs Arado, Mano und Christian Vogel. Nach dem Umbau der Jase Livingbar in der Düsseldorfer Altstadt präsentieren die Macher des Mode-Labels „Sugerman“ Nicholas Graebert und Jens Eichler eine neue Partyreihe für elekronischen Sound. Der Abend steht im Zeichen der Fröhlichkeit und Leichtigkeit der Hippiezeiten.

Die Geschichte des Rodriguez – the (Sugar)man hört sich beinahe wie eine amerikanische Verfilmung eines steilen Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär an. Wären da nicht die Raubkopien und die Realität. Aber alles schön der Reihe nach:

Wer steckt hinter dem Namen Rodriguez?

Sixto Diaz Rodriguez, wie der Sugarman mit mexikanischen Wurzeln hieß, wurde am 10. Juli 1942 in Detroit geboren und wuchs in einer Umgebung auf, die durch die Arbeiterklasse geprägt war. Rodriguez arbeitete anfangs an einer Tankstelle, schloss allerdings 1981 sein Philosophie Studium an der Wyne State University ab. Lange Zeit vorher, nämlich 1967, brachte Rodriguez unter dem Namen Rod Riguez seine erste Single „I’ll slip away“ heraus. Die Musik war seine große Leidenschaft, obwohl ihm der Durchbruch in seinem Heimatland nie gelang.

In Australien und Südafrika hingegen war seine Musik äußerst beliebt und wurde an vielen Radiostationen rauf und runter gespielt. Den Weg über die halbe Erdkugel fand seine Musik durch Schwarzkopien. In Australien sicherte sich das Label „Blue Goose Music“ die Rechte an seinem in Amerika erfolglosen „Sussex“-Album. Ohne das Wissen von Rodriguez erreichte seine Musik weit weg von seiner Heimat Platinstatus.

Erfolge in Australien und Südafrika

Durch Fans wurde ihm die frohe Botschaft übermittelt und so tourte er 1979 quer durch Australien. Der spezielle Weg seines Erfolgs schürte wirre Geschichten um seine Person und so gab es wilde Spekulationen um seinen angeblichen Tod. Die Antwort von Rodriguez kam naheliegend im Musikformat: Er veröffentlichte sein Album „Alive“. In vielen seiner Songs versucht Rodriguez auf die Gewalttätigkeit und die Armut in der Welt aufmerksam zu machen und dadurch seinen Anteil zur Verbesserung zu leisten.

Was er mit seiner Musik nicht verändern konnte, versuchte er auf dem politischen Weg zu verbessern und so kandidierte er für einige Ämter in Detroit und setzte sich stark für die soziale Arbeit ein. Bevor er sich wieder seinem alltäglichen Leben in Amerika widmete, machte Rodriguez noch einmal eine Tour in Australien.

Kultsong „Sugar Man“

Gut zehn Jahre später wurde sein Album auch in Südafrika populär. Wiederum wurde seine Musik erfolgreich, ohne dass er dies wusste, zumindest bis zum Jahr 200, als seine Tochter eine südafrikanische Fan-Internetseite über Rodriguez fand. So entschloss er sich, nach Australien auch durch Südafrika zu touren. Sein 1977 geschriebener Song „Sugar Man“, der ihm auch seinen Beinamen gibt, wurde in verschiedenen anderen Mix-Alben aufgenommen und lief 2006 sogar im Film „Candy“ mit Heath Ledger in der Hauptrolle.

Sugerbeats in der Jase Livingbar (Düsseldorf, Burgplatz 13), am Samstag, den 30. Oktober 2010, ab 21 Uhr, Eintritt 5 Euro.

Quelle: rpo