Erobique und Phono

Satter Sound in der Tonhalle

Erobique und Phono: Satter Sound in der Tonhalle Erobique und Phono: Satter Sound in der Tonhalle Foto: SSC Group GmbH

Erobique – das Hamburger Discotier und Mitbegründer von International Pony sorgt am Samstag in der Tonhalle für satten Electro-Sound. An seiner Seite werden die DJs Phono und Herbert Boese alles zwischen Electro, DeepHouse, Rock und sogar HipHop durch die Boxen jagen.

Schon lange bevor er eines von drei International Ponys wurde, war Carsten Meyer ein ausgewachsenes Discotier. Denn unter dem Alias Erobique versetzte er schon in den frühen Neunzigern Boys und Girls im Münsteraner Umland in Euphorie und das ganz alleine an Sequenzer und Orgel. Mit Rhythmusbox und Fender-Rhodes klingt der gebürtige Westfale wie eine ganze Discoband und tanzt zudem hinter seinen Instrumenten, als sei er mitten im legendären Studio 54. Greift er obendrein auch noch zum Mikrophon, um soulig zur norddeutschen Variante eines Marvin Gaye zu mutieren, kommt auch noch warmer Soul aus der Box. Eine Melange, die nasse Shirts und abgenutzte Absätze zur Folge hat.

Als DJ der Hiphop-Gruppe Deichkind und 1998 ITF Vice Eastern Hemisphere Scratch Champion ist DJ Phono vielen Hiphop-Fans vor allem durch seine Live-Performance bekannt. Da wird auch schon mal auf dem Tisch getanzt oder mit verbundenen Augen trotz brennender Plattenspieler gebeatjuggled. Sein Set bewegt sich im stilistisch freien Raum und hat ein Feeling, das angenehm unbeschwert, radikal frisch, frech und frei zum Tanzen anregt. Phono ist Electro, Deephouse und Rock. Phono singt durch seinen Kopfhörer.

Herbert Boese war ursprünglich dem Hiphop zugeneigt, doch mittlerweile schlägt sein Herz für alles Elektronische. Die Sets von Herbert Boese sind geprägt von einem geschmackssicheren, genreübergreifenden Mix aus Platten der über zwanzigjährigen Dance-Geschichte. So verquickt der DJ gekonnt Chicago und Acidhouse mit Minimalem, Electro und Techno.

Eins ist sicher, Fans von tanzbarer elektronischen Musik werden an diesem Abend nicht zu kurz kommen.

Tonfrequenz in der Tonhalle am Samstag, den 15. Dezember ab 23 Uhr. Eintritt: 9 Euro im VVK, 13 Euro an der AK.

Quelle: rpo