Erste Neueröffnung im April

Der neue Chef im "Monkey's"

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Benjamin Achenbach hat die Geschäftsführung der drei Restaurants mit dem Immendorff-Affen übernommen, die sein Vater Helge gegründet hat. Der 27-Jährige hat gleich zum Auftakt einiges verändert und kündigt für April die erste Neueröffnung an. New York Marathon, 5. November 2000: In einer Düsseldorfer Gruppe startet neben bekannten Repräsentanten der Landeshauptstadt (OB Joachim Erwin, Fotograf Andreas Gursky und Henkel-Chef Ulrich Lehner) auch der Zivildienstleistende Benjamin Achenbach. Bei Kilometer 30 quälen den 19-Jährigen Wadenkrämpfe, bei Kilometer 33 ziehen die Krämpfe bis in die Oberschenkel und die Sinnfrage erreicht den Kopf. Das Ziel bei Kilometer 42,195 erreicht Achenbach nach drei Stunden und knapp 54 Minuten. Er weiß jetzt, dass es Grenzen gibt und dass er sie hinter sich lassen kann.

Knapp acht Jahre später hat Achenbach eine solche Grenze überschritten. Mit 27 Jahren ist er Geschäftsführer der drei "Monkey's"-Restaurants (West, South und East) in der Düsseldorfer Innenstadt geworden, verantwortlich für 45 Mitarbeiter sowie die Marke, die den Affen von Jörg Immendorff im Logo trägt und seit der Insel im Medienhafen bundesweit bekannt ist. Verantwortlich für das Geschäft, das sein Vater, der Kunsthändler Helge Achenbach, aufgebaut hat.

Widder wissen wie

Der Schatten des Gründers liegt nicht auf dem Restaurant, er ist persönlich da. Helge Achenbach sitzt in der Ecke des "Monkey's South" beim Mittagessen. Ein kurzer Händedruck, ein kurzes Nicken in die Runde, kein Schulterklopfen, keine jovialen Gesten. Die beiden begrüßen sich nicht wie Vater und Sohn, sondern wie älterer und jüngerer Bruder. "Wir sind beide Sternzeichen Widder. Wir wissen beide, was wir wollen. Das führt schon mal zu Konflikten, aber wir kennen auch beide die Lösungen."

Der jüngere Achenbach hat zum Auftakt seines neuen Jobs große und kleine Zeichen gesetzt. Im gehobenen "Monkey's West" hat er eine neue Restaurantleiterin eingesetzt, im "West" und dem mediterranen "South" neue Küchenchefs engagiert und das bisher asiatisch geprägte "East" erst einmal geschlossen. Nun lässt er es zu einer Mischung aus Bar und Lounge umbauen. "Wir haben in Düsseldorf einige schöne Bars, aber keine kreative. Die wollen wir nun eröffnen." Bis Anfang April soll der Begriff Wirklichkeit sein. Zu den kleinen Zeichen zählen Schalen auf den Tischen für gutes Olivenöl und Brot. Achenbach hat in den Niederlanden und Spanien studiert und dort eine Herzlichkeit kennen gelernt, die er nun am "Monkey's Plaza" etablieren will. "Auch wenn das mehr Wareneinsatz bedeutet."

Wareneinsatz zählt zu den Lieblingsworten des "Master of International Business" und befindet sich im ständigen Duell mit Herzblut. Letzteres ist der Grund gewesen, warum Achenbach seinen aussichtsreichen Job in der Metro-Gruppe aufgab. Herzblut liegt auch in dem Hang, Gespräche schnell auf die Restaurants zu lenken. "Warum esst ihr mittags nicht bei uns?", fragte er einen Freund, der auch am Graf-Adolf-Platz arbeitet.

"Es ist für mittags zu teuer und dauert zu lange", antwortet der Freund. Kurz darauf findet er ein "Speedlunch", Salat und Pasta für 9,50 Euro zügig serviert, auf der Karte des "Monkey's South". Herzblut heißt schließlich die Entschuldigung, wenn Freunde am Samstagnachmittag anrufen, gemeinsam Fußball gucken wollen und Achenbach schon wieder im Büro sitzt.

Seit 2000 und New York ist Benjamin Achenbach keinen Marathon mehr gelaufen. "Dieser Posten ist mein neuer Marathon. Ich bin bei Kilometer drei oder vier – und keineswegs sicher, dass nach 42 Kilometern das Ziel kommt."

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Quelle: rpo