Gulasch Alt

Ein neues Altbier

Gulasch Alt: Ein neues Altbier Gulasch Alt: Ein neues Altbier Foto: RP/Andreas Endermann
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Die beiden Gastwirte von der Kaiserswerther Tonhalle und dem Alten Bahnhof in Oberkassel brauen jetzt nach einem hellen auch ein dunkles Bier. Damit setzt sich die Reihe der unternehmerischen Innovationen in der Düsseldorfer Gastronomie-Szene fort.

In Oberkassel wird ein neues Bier gebraut, die Uerige-Brauerei stellt jetzt auch eine alkoholfreie Fassbrause her, und in der Altstadt verkauft Hans-Peter Schwemin mit dem „Kürzer“ schon länger erfolgreich ein selbst gebrautes Altbier: Die Düsseldorfer Gastronomie-Szene entwickelt immer mehr neue Produkte und wagt Investitionen.

Gulasch Alt

Es sollte süffig und nicht allzu bitter sein, und vor allem sollte der weiße Schaum lange im Glas bleiben: Die Wünsche der Gastronomen an ihr eigenes Altbier waren klar formuliert. Und genauso ist das „Gulasch Alt“ auch geworden, das ab heute im Ausschank ist: Es schmeckt ein bisschen würzig, aber nicht zu sehr, geht „runter wie Öl“, wie ein Test-Trinker es formulierte, und auch der Schaum steht noch Minuten nach dem Zapfen.

Klaus Unterwainig (genannt „Gulasch“) und Jürgen Flohr, Wirte der Restaurants „Tonhalle“ in Kaiserswerth und „Alter Bahnhof“ in Oberkassel, brauen seit zwei Jahren bereits ein eigenes Bier. Das „Gulasch Bräu“ ist aber ein helles Bier - und läuft offenbar gut. „Pro Jahr zapfen wir 400 Hektoliter davon“, so Unterwainig (51). Bislang verkaufte das Wirte-Duo in seinen beiden Lokalen Schumacher Alt - rund 2000 Hektoliter im Jahr. Als das neue helle Bier aber auf so viel Resonanz stieß und die Kundschaft den Wirten vorschlug, auch ein Altbier zu brauen, starteten sie im Frühsommer eine Versuchsreihe.

Als Brauer und Experten an ihrer Seite standen wieder Herbert Enderlein und Otto Scharnbeck, die beide früher in Diensten der Schumacher-Brauerei waren. Sie tüftelten alle gemeinsam, stellten fünf Test-Sude her, bis alle mit Geschmack und Aussehen zufrieden waren. Weil es im Alten Bahnhof in Oberkassel vor vielen Jahren bereits eine Brauerei gab, musste diese alte Anlage vor zwei Jahren nur reaktiviert werden. Insgesamt investierten Flohr und Unterwainig für die Produktion von beiden Bieren 255.000 Euro. Auch das Gulasch Alt wird zunächst nur gezapft, später ist geplant, es auch in 0,33-Liter-Flasche mit Bügelverschluss zu verkaufen. Auf jeden Fall soll es Fässer für die zahlreichen Veranstaltungen auf Kirmes oder Straßenfesten geben.

Fassbrause

Auch im Uerige war die Kundschaft zu einem großen Teil daran beteiligt, dass die neue Fassbrause entwickelt wurde. „Unsere Kunden haben immer wieder nach einer alkoholfreien Alternative gefragt“, so Michael Schnitzler. So stellt er nun mit seinem Brauer-Team aus einer - ebenfalls selbst hergestellten - Limonade und der Brauwürze des Weizenbieres das Getränk her. Dazu hat er ein nostalgisch anmutendes Design für Werbematerial und Etiketten entwickelt. Die Fassbrause wird nur in den kleinen Flaschen verkauft - sowohl in der Brauerei als auch im Lebensmitteleinzelhandel.

Kürzer

Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße: Neues Altbier in der Altstadt Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße Neues Altbier in der Altstadt Zum Artikel » Im September des vergangenen Jahres hat Hans-Peter Schwemin, Wirt des „Schaukel-stühlchen“, in den früheren Räumen der „Quetsche“ das „Kürzer“ eröffnet. Dort braut er das Altbier nach eigenem Rezept und zapft es aus den gläsernen Fässern direkt in die Gläser. Schwemin hat sich dafür ein Brauhaus mit Spezial-Tanks eingerichtet.

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Quelle: RP