Heimliche Aufnahmen der ersten Party

"Inkognito"-Opening: Wie sündig wurde wirklich gefeiert?

Heimliche Aufnahmen der ersten Party: "Inkognito"-Opening: Wie sündig wurde wirklich gefeiert? Heimliche Aufnahmen der ersten Party: "Inkognito"-Opening: Wie sündig wurde wirklich gefeiert? Foto: Mr. Z
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Am vergangenen Wochenende feierte "Inkognito" – die Partyreihe mit der weißen Maske als Markenzeichen – ihr Opening in Düsseldorf. Nicht im monkey’s room, wie eigentlich geplant, sondern im Lofthaus in Holthausen. Ganz im Stil der "Inkognito" haben wir unseren Kollegen "Mr. Z" eingeschleust, der sich das erste Maskentreiben einmal undercover angeschaut hat.

Wochenlang wurde der Spannungsbogen mit auffälligen und größtenteils barbusigen Werbemaßnahmen in der ganzen Stadt aufgezogen – am letzten Samstag dann fand endlich die erste Inkognito statt. Für Fans der weißen Maske ein spannender Abend, für Gegner ebenfalls. Denn irgendwie schielte halb Düsseldorf auf das Opening – wie sündig wird hier wirklich gefeiert?

Pferde, Feuer, Micaela Schäfer - viel Action beim Opening

inkognito (image/jpeg) Das "Lofthaus" in Holthausen - hier feierten schon namhafte Firmen ihre Events. Nur wenige Tage vor dem Opening am vergangenen Samstag kam das Aus seitens des Ordnungsamts: Trotz einer bereits eingeholten Ausnahmegenehmigung sollte um Mitternacht das Licht am Graf-Adolf-Platz ausgehen. So wurde die erste "Inkognito" spontan in eine Eventlocation in Holthausen verlegt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln eher weniger optimal zu erreichen (beziehungsweise nachts zu verlassen) war. Ein Grund für die Veranstalter, warum von den mehreren tausend registrierten Mitgliedern am Abend selbst ein großer Teil nicht gekommen sei.

Unser maskierter Kollege "Mr. Z" machte sich also am Samstagabend auf ins bunte Treiben. In der aufwendig dekorierten Halle erwartete ihn direkt am Eingang ein großes Schild "Fotografieren und Filmen verboten!". Wie gut, dass er ein mutiges Kerlchen war und sein Handy ein paar Mal heimlich gezückt hat. Er berichtete uns von einer splittterfasernackten Frau, die auf einem braunen Pferd durch die Halle ritt, Feuerakrobaten, heißen Gespielinnen hinter einer Schattenwand, einer tanzenden Micaela Schäfer, DJs wie NioBeat, Glen Vandenweyer, Oliver van Lin, Khaan, DJ Glen und DJ Dweed, sowie einer – na klar – Fetisch-Show. Dies sei aber schon das sündigste an diesem Abend gewesen, was er entdecken konnte. (Zur Enttäuschung einige angereister Swinger-Pärchen, wie er belauschen konnte.)

Stimmung super, strengerer Dresscode gewünscht

Neue Location am Südring, gleicher Termin: "Inkognito"-Opening doch nicht im "monkey's room" Neue Location am Südring, gleicher Termin "Inkognito"-Opening doch nicht im "monkey's room" Zum Artikel » Zu seiner Überraschung waren jedoch viele, viele Partygäste nicht dem Dresscode entsprechend gekleidet. Das berichtete uns auch eine zweite Undercover-Agentin: "Die Location war super, mit der Deko hatte man sich echt Mühe gegeben, aber die Tür hat überhaupt nicht selektiert, sprich: Es waren viel zu viele Normalos da. Und sowas macht eine Party, die als 'sündig und verrucht' angekündigt wird, einfach kaputt. So war auch der Tenor derer, die sich mit ihrem Outfit wirklich Mühe gegeben haben und in 'Fetisch' unterwegs waren. Ich zum Beispiel hatte zum ersten Mal in meinem Leben ein Latex-Kleid an und musste mich dann von Anzugträgern mit Fliege begaffen lassen. Kein schönes Gefühl, aber wenigstens war man von der Maske geschützt." Auch eine andere Nachtschwärmerin war enttäuscht: "Wegen dem Locationwechsel waren wohl nicht so viele Menschen da, wie gedacht. Einige waren zwar verrückt angezogen, jedoch auch viele recht normal. Das hab ich mir etwas freakiger vorgestellt." Andere Gäste hingegen waren begeistert: "Lang geblieben, weil die Stimmung verdammt porno war.", Hoffentlich dauert es bis zur nächsten Inkognito nicht so lange!", "Party des Jahres!" oder "Sensationell!! Sowas gibts noch nicht in Düsseldorf!".

Nächste Party noch in diesem Jahr

inkognito pressekonferenz, benjamin achenbach, alexander  (image/jpeg) "Wir sind auf jeden Fall zufrieden. In rund drei Monaten geht's in Düsseldorf wieder los - dann mit strengerem Dresscode." Die Veranstalter selbst räumen ein: "Wir haben einfach nicht damit gerechnet, dass so viele Leute bereit sind, den dreifachen Eintritt zu zahlen, um im normalen Outfit reinzukommen. Das werden wir nun auf jeden Fall abschaffen, so dass bei der nächsten Party wirklich nur Gäste reingelassen werden, die dem Dresscode entsprechen.“

Ein nächstes Mal soll es in Düsseldorf noch in diesem Jahr geben – die nächste „Inkognito“ aber steige in einer anderen Stadt.

Das Interessante: Trotz aller Kritik wollen viele der hier zitierten Inkognito-Gäste nicht namentlich genannt werden. Sie fürchten, beim nächsten Mal nicht reinzukommen – der Reiz scheint also noch da zu sein. Ein Plus für die Veranstalter.